Abteilung Handball       (letzte Aktualisierung: 11.07.2018)

 

Abteilungsleiter:            Kurt Fuchs

                                      Breitscheidstr. 37

                                      06886 Wittenberg

                                      Tel. 0 34 91/40 72 00

                                      Tel. 0 34 91/66 22 64 (dienstlich)

                                      E-Mail: TSG_Wittenberg@web.de

 

Aktuelles / Vorschau:

 

Hallo Sportfreunde,

 

soweit bereits vorhanden, habe ich die Spieltermine der neuen Saison 2018/2019 eingestellt.

Das Training aktuell ist traditionell während der Hallenschließzeit im Sommer freitags ab 19:30 Uhr im Lambert-Stadion.

 

Zudem möchte ich auf folgende Termine verweisen.

 

18.08.2018 ab 14:00 Uhr Bambini-Sportfest (Helfer bei Wurfdisziplin bietet sich hier an)

25./26.08.2018 HVSA-Pokal (Spielzeit je nach Auslosung wird noch bekannt gegeben)

01.09.2018 ab 14:00 Uhr Familiensportfest (Ideen, Ballwurfstationsbetreuung, Teilnahme ...)

08.09.2018 Schiedsrichterweiterbildung Spielbezirk Anhalt in Wittenberg

16.09.2018 11:00 Uhr Saisonauftakt gegen SV Blau-Rot Coswig II

 

VORMERKEN: Ausblick: Ostersamstag: 20.04.2019 Stadthalle Wittenberg ab 13:00 Uhr

                            17. Ehemaligentreffen der TSG -Handballer

 

 

Training:

Aktuell im Juli: Arthur Lambert Stadion: Freitags: 19:30 Uhr bis 21:00 Uhr

 

MZH Zahna: Dienstags 19:00 Uhr bis 20:30 Uhr (Sommerpause)

MZH Griebo: Donnerstags 19:30 bis 21:00 Uhr (Schließzeit Sommerferien)

MZH BSZ Mittelfeld: Freitags 20:00 bis 22:00 Uhr (Schließzeit Sommerferien)

 

Schiedsrichtereinsätze (aktuell Stand 09.07.2018):

 

Datum

Halle

Uhrzeit

Klasse

Heimverein

Gastverein

Schiedsrichter

Zeitnehmer

 

Trainingszeiten:

 

Trainingszeiten Männer SG TSG Wittenberg /TSV Griebo/VfB Zahna:

Dienstags:          19:00 Uhr bis 20:30 Uhr in der Mehrzweckhalle in Zahna gemeinsam mit dem VfB Zahna

                              Trainer: Alexander Schlotbohm

Donnerstags:     19:30 Uhr bis 21:00 Uhr in der Mehrzweckhalle in Griebo gemeinsam mit dem TSV Griebo

                              Trainer: Steffen Puhlmann/

Freitags:              20:00 Uhr bis 22:00 Uhr in der Mehrzweckhalle BSZ „Mittelfeld“

                              Trainer: Patrick Gerlach/Kurt Fuchs

 

Trainingszeiten AG Handball Schule und Verein Kl. 5/6/7 m/w:

Montags:             13:30 Uhr bis 15:00 Uhr in der Sporthalle „Am Volkspark“

                              Trainer: Kurt Fuchs

 

Spielplan Anhaltliga Männer 2018/2019 (aktuell Stand 09.07.2018):

 

Datum

Halle

Uhrzeit

Klasse

Heimverein

Gastverein

Heim

Gast

Samstag

25.08.18

Stadthalle Wittenberg

17:30

HVSA-Pokal

TSG Wittenberg e.V.

???

Bei Heimspiel und nur wenn GW WB I auswärts spielt

Sonntag

26.08.18

Stadthalle Wittenberg

15:00

HVSA-Pokal

TSG Wittenberg e.V.

???.

Bei Heimspiel und wenn GW WB I auch Heimrecht hat

Sonntag

16.09.18

Stadthalle Wittenberg

11:00

AKM

TSG Wittenberg e.V.

SV Blau-Rot Coswig II

22.09/23.09.18

Stadthalle Wittenberg

AKM

SV Grün-Weiß Wittenberg-Piesteritz III

TSG Wittenberg e.V.

29.09.

Stadthalle Wittenberg

15:15

HVSA-Pokal 2. Runde

TSG Wittenberg e.V.

???

Nur bei Heimspiel, Sieg oder Freilos in der ersten Runde

Sonntag,

28.10.18

MZH Juristenstr.

Wittenberg

11:00

TSG Wittenberg e.V.

Dessau-Rosslauer HV III

Samstag

03.11.18

MZH Griebo

SV 07 Apollensdorf II

TSG Wittenberg e.V.

Januar 2019

Handball WM Männer in

Deutschland und

Dänemark

26.01/27.01.19

SH Coswig

SV Blau-Rot Coswig II

TSG Wittenberg e.V.

Sonntag

24.02.19

Stadthalle Wittenberg

11:00

TSG Wittenberg e.V.

SV Grün-Weiß Wittenberg-Piesteritz III

08.03. bis 10.03.19

Dessau/Rosslau

DRHV III

TSG Wittenberg e.V.

Sonntag

24.03.19

Stadthalle Wittenberg

11:00

TSG Wittenberg e.V.

SV 07 Apollensdorf II

Samstag 20.04.(Ostern)

Stadthalle Wittenberg

Ab 13:00

17. TSG Handballer Ehemaligentreffen

Anhaltpokal

April/Mai 2019

Senioren-Meisterschaft

Ü 40

 

Ehrungen für langjährige verdienstvolle Mitglieder der Abteilung Handball

(PS: Geehrt wurden hierbei ab 2014/2015 zuerst die Mitglieder, die im jeweiligen Kalenderjahr ein rundes Jubiläum erreicht haben. Stand: 15.11.2017)

 

Ehrennadel in Bronze              10 Jahre TSG Wittenberg

·      Thomas Wildgrube

 

Ehrennadel in Silber                 20 Jahre TSG Wittenberg

·      Christoph Bock

·      Guido Böttcher

·      Siegfried Bischoff

·      Martin Busch

·      Klaus Alich

 

Ehrennadel in Gold                  30 Jahre TSG Wittenberg

·      Dirk Frischkemuth-Boecker

·      Kurt Fuchs

·      Silvio Knorr

·      Hagen Melzer

·      Steffen Schoof

 

Ehrennadel in Gold                  45 Jahre TSG Wittenberg

·      Burkhard Kubasch

·      Mirko Schmidt

 

Ehrennadel in Gold                  55 Jahre TSG Wittenberg

·      Jörg-Henry Skirl

·      Dieter Wende

 

 

Letztes Spiel:    

 

Spielplan Anhaltliga Männer 2017/2018 (aktuell Stand 29.05.2018):

 

Datum

Halle

Uhrzeit

Klasse

Heimverein

Gastverein

Heim

Gast

Sonntag 27.08.17

Stadthalle Wittenberg

11:00

ALM

TSG Wittenberg e.V.

SV Finken Raguhn

32

34

Samstag

02.09.17

Kultur- und Sportzentrum Brehna

15:30

ALM

TSV Blau-Weiß Brehna

TSG Wittenberg e.V.

39

12

Sonntag

10.09.17

MZH Griebo

11:00

ALM

TSG Wittenberg e.V.

TuS 1947 Radis II

28

27

Sonntag

17.09.17

Kühnau

Friedensschule

16:30

ALM

SG Kühnau II

TSG Wittenberg e.V.

38

18

Samstag

14.10.17

MZH Griebo

17:00

ALM

SV 07 Apollensdorf

TSG Wittenberg e.V.

41

20

Sonntag

22.10.17

MZH Griebo

11:00

ALM

TSG Wittenberg e.V.

SG ABUS Dessau

27

37

Sonntag

29.10.17

Stadthalle Wittenberg

15:30

ALM

SV Grün-Weiß Wittenberg-Piesteritz II

TSG Wittenberg e.V.

23

20

Sonntag 05.11.17

Stadthalle Wittenberg

11:00

ALM

TSG Wittenberg e.V.

TV Frischauf Holzdorf

22

39

Samstag

11.11.17

Sporthalle Krondorf Wolfen

13:00

ALM

HSG Wolfen 2000 II

TSG Wittenberg e.V.

28

18

Samstag

18.11.17

Stadthalle Wittenberg

12:30

ALM

TSG Wittenberg e.V.

HSV 2000 Zerbst  II

39

34

Samstag

25.11.17

MZH Griebo

14:30

ALM

TSG Wittenberg e.V.

SV Blau-Rot Coswig II

28

21

Samstag

06.01.18

Sporthalle BSZ Bitterfeld

18:15

ALM

SV Finken Raguhn

TSG Wittenberg e.V.

39

18

Sonntag

14.01.18

MZH Griebo

11:00

ALM

TSG Wittenberg e.V.

TSV Blau Weiß Brehna

24

36

Samstag

20.01.18

MZH Gräfenhainichen

17:00

ALM

TuS 1947 Radis II

TSG Wittenberg e.V.

28

28

Sonntag

28.01.18

MZH Griebo

11:00

ALM

TSG Wittenberg e.V.

SG Kühnau II

23

39

Freitag

02.02.2018

Elbe-Rossel-Halle Roßlau

20:00

ALM

Dessau-Rosslauer HV III

TSG Wittenberg e.V.

32

18

Sonntag

18.02.18

MZH Griebo

11:00

ALM

TSG Wittenberg e.V.

SV 07 Apollensdorf

30

42

Samstag

24.02.18

SH BSZ Dessau

16:00

ALM

SG ABUS Dessau

TSG Wittenberg e.V.

30

14

Sonntag

04.03.18

MZH Juristenstr

11:00

ALM

TSG Wittenberg e.V.

SV Grün-Weiß Wittenberg-Piesteritz II

28

23

Samstag

10.03.18

MZH Holzdorf

17:00

ALM

TV Frischauf Holzdorf

TSG Wittenberg e.V.

36

24

Sonntag 18.03.18

Stadthalle Wittenberg

11:45

ALM

TSG Wittenberg e.V.

HSG Wolfen 2000 II

24

21

Samstag

07.04.18

SH Coswig

16:00

ALM

SV Blau-Rot Coswig II

TSG Wittenberg e.V.

24

27

Sonntag

15.04.18

MZH Griebo

11:00

ALM

TSG Wittenberg e.V.

SG HBC 53 Wittenberg/Jessen II

20

30

Samstag

21.04.2018

Stadthalle Wittenberg

19:30

ALM

SG HBC 53 Wittenberg/Jessen II

TSG Wittenberg e.V.

22

22

Sonntag,

29.04.2018

Stadthalle Wittenberg

17:00

ALM

TSG Wittenberg e.V.

Dessau-Rosslauer HV III

32

30

 

 

Anhaltpokal Männer: SV 07 Apollensdorf mit dem Double vor der SG Kühnau II. TSG Wittenberg auf Rang 3

 

Der Anhaltligameister SV 07 Apollensdorf ist in dieser Saison das Maß aller Dinge. Nach dem Meisterschaftsgewinn und Aufstieg in die Verbandsliga gewannen die „Apollos“ ebenso ungeschlagen den Anhaltpokal.

Die Auslosung vor Ort brachte es mit sich, dass gleich in der ersten Paarung des Turnieres die Favoriten auf den Gewinn des Pokals, der SV 07 Apollensdorf und die SG Kühnau II aufeinandertrafen. Dieses vorweggenommene Finale wurde von beiden Seiten vom Anpfiff weg sehr intensiv geführt. Die Paarung beinhaltete alles, was den Handballsport auszeichnet: Schnelligkeit, Teamgeist, Körperkontakt, rasche Ballstaffetten, Trickwürfe und Torwartparaden. Hinzu kam in diesem Spiel die Dramatik, denn keine Mannschaft konnte sich hier vorentscheidend absetzen und die Führung wechselte immer wieder. Bis in die Schlussphase hinein blieb es eine enge Partie mit offenem Ausgang, ehe die Apollensdorfer sich auf drei Tore Vorsprung absetzen konnten. Jetzt wurde es für die Kühnauer auch ein Spiel gegen die Zeit und sie mussten ihre Deckung offensiver ausrichten. Die sich nun bietenden Räume konnten die „Apollos“ resolut nutzen und das Spiel mit 28:22 Toren zu ihren Gunsten entscheiden. Lange Zeit waren die Gäste aus Kühnau ebenbürtig gewesen. Am Ende dürften die Wechselalternativen und die verbesserte Torwartleistung den Ausschlag zugunsten der Apollensdorfer gegeben haben. Nicht unerwähnt bleiben sollte die Unterstützung von den gut gefüllten Rängen in der Wittenberger Stadthalle, die für die „Apollos“ Heimspielatmosphäre schuf und zusätzliche Motivation bei den Spielern freisetzte.

Gleich im Anschluss mussten die Apollensdorfer spielplanbedingt erneut aufs Parkett. Jetzt trafen sie auf den Ausrichter des Finalturnieres die TSG Wittenberg. Die Schwarz-Gelben hatten in der letzten Punktspielbegegnung eine Halbzeit lang dem Favoriten die Stirn geboten. Dies sollte in dieser Partie nicht erneut passieren und deshalb setzten die Apollensdorfer auf ihren stärksten und zugleich schnellsten Kader. Mit Tempospiel sollten die TSGer unter Druck gesetzt und frühzeitig eine Spielvorentscheidung erreicht werden. Zum Erstaunen der Zuschauer hielten die Schwarz-Gelben aber dagegen. Nach einem Doppelschlag von Simon Weißkirchen stand es in der Anfangsphase 2:2. Zudem hatten die TSGer mit Christoph Bock ein deutliches Plus auf ihrer Seite, der den Gästen nicht nur einen Siebenmeter, sondern mehrere „Hochkaräter“ abkaufen konnte. Im sogenannten gebundenen Spiel hatten die Favoriten gegen den Deckungsverbund der TSGer Schwierigkeiten Torchancen zu kreieren und zu nutzen. Die Gastgeber hingegen waren ihrerseits, auch personell bedingt, in ihren Angriffsmöglichkeiten eingeschränkt. Die dabei auftretenden Ballverluste oder unplatzierte Würfe wurden von den Apollensdorfern nun konsequent zu Gegenstößen genutzt. Ein 6:0-Lauf brachte den Favoriten scheinbar auf die Siegerstraße. Die Schwarz-Gelben steckten aber nicht auf und verkürzten per Doppelschlag. Sie verpassten es aber in der Folgezeit den Abstand zu verkürzen und den Druck auf die „Apollos“ weiter zu erhöhen. Nach dem Seitenwechsel hielten die Gäste das Tempo hoch und kamen immer wieder zu erfolgreichen Gegenstößen. Obwohl der Wittenberger Keeper mit zahlreichen Paraden glänzen konnte, steuerten die Favoriten letztlich einem ungefährdeten 23:10-Erfolg entgegen. Damit war stand bereits nach zwei Spielen der Anhaltpokalsieger 2017/2018 fest und die Apollensdorfer hatten das Double, Meisterschaft und Pokal perfekt gemacht.

Die abschließende Paarung sah von der Papierform her eine klare Rollenverteilung vor. Der Tabellendritte, die SG Kühnau II wollte sich mit einem Erfolg über die TSG Wittenberg nicht nur Rang 2 sondern auch den Startplatz für die erste Runde im Landespokal sichern. Zudem hatten sie ein Spiel Pause zur Regeneration, während die Schwarz-Gelben gleich wieder gefordert waren.

Die favorisierten Kühnauer fanden aber nur schwer zu ihrem Spiel. Der Wittenberger Torwart knüpfte nahtlos an seine starke Leistung an und im Angriff fanden die Schwarz-Gelben immer wieder die Lücken im Kühnauer Abwehrverbund. Nach zehn Minuten lag der krasse Außenseiter, die TSG Wittenberg, mit 8:6-Toren in Führung und die Zuschauer rieben sich verwundert die Augen. War es anfänglich Marian Knorr gewesen, der mit seinen Schlagwürfen die Kühnauer-Abwehr düpierte, lief danach Mohammad Daneshiayr zur Topform auf. Elf Mal netzte er in dieser Partie ein und war der überragende Akteur des letzten Spiels neben dem Wittenberger Keeper. Die Schwarz-Gelben verstanden es zudem mit ihrer Spielweise, lang ausgespielten Angriffen, der Partie ihren Stempel aufzudrücken. Da zudem alle Spieler auf Wittenberger Seite ihre letzten Kraftreserven mobilisierten, blieb das Spiel völlig unerwartet bis in die Schlussminuten völlig offen. Als die Kühnauer drei Minuten vor Ultimo eine 26:24-Führung erzielten, schien sich die Waage zu ihren Gunsten zu neigen. Mitnichten. Ein Wittenberger Doppelschlag brachte eine Minute vor Spielende sogar den Ausgleich. Ein Führungstreffer blieb dem Ausrichter jedoch nicht vergönnt und nach einem weiteren Ballverlust gewannen die Kühnauer mit 28:26 Toren. Die TSGer konnten aber erhobenen Hauptes das Parkett verlassen.

Die unmittelbar nach Abpfiff erfolgte Siegerehrung durch den Pokalverantwortlichen im Spielbezirk Anhalt Siegfried Seidig sah überall zufriedene Gesichter. Neben dem Dank für die tadelsfreie Ausrichtung des Turnieres durch die TSG Wittenberg im Verbund mit dem VfB Zahna 1921, an die beiden Schiedsrichtergespanne, waren die beiden Platzierten mit ihren erreichten Miminalzielen zufrieden und jubelten die Apollensdorfer über den Gewinn des Anhaltpokals.

Für alle Beteiligten ist damit die zurückliegende Saison endgültig abgeschlossen. Jetzt geht es in eine kurze Sommerpause und dann beginnt bereits die Vorbereitung auf die neue Spielsaison 2018/2019.

 

Endergebnis Anhaltpokal 2017/2018

 

                                               Tore                Punkte

1. SV 07 Apollensdorf           51:32               4:0

2. SG Kühnau II                    50:54               2:2

3. TSG Wittenberg                 36:51               0:4

 

Für die TSG Wittenberg spielten:

 

Christoph Bock (TW); Mohammad Daneshiyar (14); Simon Weißkirchen (7), Torsten Nikolai, Rene Schönemann (5), Martin Busch (1); Marian Knorr (6); Thomas Wildgrube (1); Alexander Schlotbohm (2), Patrick Gerlach; Kurt Fuchs

 

Kurt Fuchs, 27.05.2018, 12:03

 

Letzte Saisonentscheidung im Spielbezirk Anhalt

Finalturnier um den Anhaltpokal der Männer im Handball

 

Am Samstag findet in der Wittenberger Stadthalle ab 13:30 Uhr das Finalturnier um den Anhaltpokal der Männer des Spielbezirkes Anhalt statt. Ausrichter der letzten Entscheidung der Saison 2017/2018 in der Spielregion Anhalt ist die TSG Wittenberg, die als krasser Außenseiter für das Turnier gelten dürfte. In der Meisterschaftsrunde belegten die Schwarz-Gelben in der Endabrechnung den 9. Rang. Dies kann für den Gastgeber bereits als Erfolg verbucht werden. Die ersten Anwärter auf den Anhaltpokal dürften der amtierende Anhaltmeister und Verbandsligaaufsteiger SV 07 Apollensdorf sowie der Tabellendritte der abgelaufenen Spielsaison, die Reserve des Sachsen-Anhaltligisten SG Kühnau sein. Gegen beide Mitkonkurrenten um den Anhaltpokal hatten die TSGer im Saisonverlauf deutlich das Nachsehen gehabt. Andererseits haben die Schwarz-Gelben nichts zu verlieren und können in diesem Turnier unbeschwert aufspielen. Für sie ist der Anhaltpokal ein Zubrot und Saisonabschluss zugleich. Die Reihenfolge der Spiele jeder gegen jeden über 2x 25 Minuten wird unmittelbar vor Ort ausgelost. Neben dem Pokalgewinn gibt es für die drei Teilnehmer der Endrunde gestaffelt noch Ausrüstergutscheine. Die ersten beiden Teams qualifizieren sich zudem für den HVSA-Pokal auf Landesebene in der kommenden Saison. Wer also einen schattigen Platz am Samstag noch sucht, sollte in der Sporthalle vorbeischauen.

 

Kurt Fuchs, 24.05.2018, 22:30

 

29.04.2018 um 17:00 Uhr in der Stadthalle Wittenberg TSG Wittenberg gegen DRHV III 32:30

 

TSG Wittenberg bezwingt im allerletzten Saisonspiel den DRHV III

 

Mit einem 32:30 Erfolg über den Dessau-Rosslauer HV III verbuchte Gastgeber TSG Wittenberg die letzten zu vergebenen Punkte in einer langen Anhaltligasaison. Während die Wittenberger in diesem Spiel personell ein absolutes Luxusproblem hatten, neunzehn Spieler wollten zum Saisonabschluss dabeisein, hatten sich auf Seiten der Dessauer gerade noch zehn Spieler zusammengefunden. Verzichten mussten die Gäste dabei auf einen etatmäßigen Torwart, was aber dem Spiel in keinster Weise anzumerken war. Zudem lag das letzte Spiel der DRHVer bereits mehr als vier Wochen zurück. Wer nun glaubte, dass diese Konstellation einen Vorteil für die Gastgeber darstellte, sah sich schnell getäuscht. Die Anfangsphase des Spiels wurde zur Germershow, denn beide Mannschaften hatten einen Spieler mit diesem Namen in ihren Reihen. Nach acht Minuten lagen die Gäste mit 4:1-Toren in Führung. Während der DRHVer Tobias Germer vier Mal erfolgreich war, hatte Tom Germer bis dato nur einen Treffer für sein Team erzielt. Das sollte sich aber im weiteren Spielverlauf ändern. Zunächst erhielt der Dessau-Rosslauer Spieler eine Sonderbewachung von seinem Namensvetter. Erfolg brachte diese Maßnahme nur bedingt. Die Gäste spielten routiniert ihre Chancen heraus und erwiesen sich als sehr treffsicher. Kurz vor der Pause war ihr Vorsprung auf 14:9 Tore angewachsen und die TSG Wittenberg reagierte mit einer Auszeit. Angesprochen wurden Unkonzentriertheiten im Angriffsspiel mit einer hohen technischen Fehlerquote und die Stellungsfehler in der Abwehr. Die Ansprache zeigte Wirkung. Mit einem 5:1 Zwischenspurt gingen die Schwarz-Gelben nur mit einem 14:15 Rückstand in die Pause und der Spielausgang war wieder komplett offen. Durch das TSG-Team war urplötzlich ein Ruck gegangen und an dieses Momentum sollte nach dem Wiederanpfiff nahtlos angeknüpft werden. Die Dessau-Rosslauer hielten aber ihrerseits dagegen und konnten den knappen Vorsprung zunächst behaupten. Nach vierzig Minuten erzielte Simon Weißkirchen dann erstmals in dieser Partie den Ausgleichstreffer zum 20:20. Die Gäste wollten den Lauf der Wittenberger mit einer Auszeit unterbrechen. Mitnichten. Derselbe Wittenberger legte gleich noch einen Treffer nach und die gut besuchte Stadthalle geriet zunehmend in Partystimmung. Ab diesem Zeitpunkt bestimmten die Wittenberger mit Einsatzwillen und Teamgeist das Spiel. Großen Anteil daran hatten Mohammad Daneshiyar, der in den Angriff mehr Struktur brachte und Marian Knorr, der fünf seiner Tore allein nach der Pause erzielte. Wenn es in dieser Phase einen Vorwurf an das TSG-Team gab, dann war es die Chancenverwertung. Gefühlt hätten die Gastgeber bereits deutlich führen müssen. So jedoch wurden die Gäste wieder ins Spiel gebracht und die Dramatik des Spiels nahm ihren Lauf. Dies zerrte an den Nerven beider Teams. Drei Minuten vor Ultimo hatte der Dessauer Germer mit seinem 12. Treffer den 29:29-Ausgleich erzielt. Beide Seiten wollten nun die Partie für sich entscheiden. Nach der erneuten TSG-Führung war es aber nun der Wittenberger Germer, der mit einem Doppelschlag in der Schlussminute sprichwörtlich den Deckel auf die Partie setzte. Der letzte Punktspieltreffer der Saison durch den Gästespieler Ralf Theumer mit dem Schlusspfiff zum 32:30 Endstand war nur noch Makulatur. Der Abpfiff ging dann im Jubel der TSGer unter. Die Gastgeber haben sich in die Partie hineingekämpft und sich als Team mit diesem Erfolg letztendlich auch belohnt. Den Gästen kann bescheinigt werden, dass sie lange Zeit eine ebenbürtige Mannschaft waren. Sie hatten aber gerade in der Schlussphase nicht mehr die nötigen Kraftreserven und Wechselalternativen, um dem Spiel eine Wende zu geben. Der verletzungsbedingte Ausfall eines Spielers, an dieser Stelle gute Besserung, konnte vor allem in der Abwehr nicht mehr kompensiert werden. Die TSGer hingegen haben sich als Team in die Partie hineingekämpft. Leidenschaftlich unterstützt von den nichtspielenden Teilen der Mannschaft und den Zuschauern wurde das Spiel nach der Pause zugunsten der Gastgeber gedreht. Obwohl es für beide Mannschaften sprichwörtlich um nichts mehr ging, schenkten sie sich nichts in dieser Partie. Mit Saisonabschluss kommen die Schwarz-Gelben nun mit 14:34 Punkten auf Platz 10 unter dreizehn Mannschaften ein. Punktgleich mit der Reserve der HSG Wolfen 2000 wurde nur aufgrund des Torverhältnisses ein einstelliger Tabellenplatz knapp verpasst. Damit hatte zum Saisonbeginn keiner der TSG-Spieler gerechnet. Mit David Kunze stellt die TSG Wittenberg zudem den Torschützenkönig der Liga. In 18 Spielen hatte er 213 Tore erzielt. Die Gäste des DRHV III reihen sich hingegen mit 13:35 Punkten auf Rang 11 ein. Tobias Germer schaffte mit seinen heute erzielten 12 Toren den Sprung auf Rang 3 mit 165 Toren in 22 Spielen hinter Reik Topat (SV Finken Raguhn), der 177 Treffer in 20 Partien erzielt hat. Für die Gäste ist die Saison nun definitiv beendet. Die TSG Wittenberg hingegen darf sich Ende Mai noch im Anhaltpokal beweisen. Nach diesem Erfolg zum Saisonabschluss in der Anhaltliga ein durchaus willkommenes Zubrot.

 

Aufstellung TSG Wittenberg:

Christoph Bock (1); Silvio Knorr (TW); Mohammad Daneshiyar (2); Simon Weißkirchen (4), Hannes Dannenberg (1); Torsten Nikolai, Tom Germer (6); Dirk Frischkemuth-Boecker (4); Rene Schönemann (1), Faraz Sadhegi Faal; Martin Busch; Paul Vogel (TW); Marian Knorr (7); David Kunze (6)

 

Kurt Fuchs, 29.04.2018, 23:13 Uhr

 

Umkämpftes Stadtderby endet mit gerechter Punkteteilung

von Kurt Fuchs

 

In der Anhaltliga der Männer gab es im Stadtderby zwischen der zweiten Vertretung der SG HBC 53 Wittenberg / Jessen und der TSG Wittenberg mit dem Abpfiff ein leistungsgerechtes Remis. 22:22 war auf der Anzeigetafel in der Wittenberger Stadthalle zu lesen. Der Spielplan hatte es mit sich gebracht, dass die letzte Partie der Hinrunde wegen der Frauen-WM erst jetzt zur Austragung kam. Innerhalb einer Woche standen sich damit beide Teams erneut gegenüber. Gegenüber der Vorwoche, als sich der heutige Gastgeber klar durchsetzen konnte, gab es mehrfache Veränderungen im Kader beider Mannschaften.

Während das Heimteam an die Stärken der letzten Partie nahtlos anknüpfen wollte, hatten die TSGer unter der Woche vor allem das Rückzugsverhalten trainiert. Zudem war allen Beteiligten in Schwarz-Gelb klar, dass nur mit Teamgeist eine bessere Leistung als in der Vorwoche erzielt werden könne.

Bereits nach wenigen Minuten war allen Beteiligten klar, dass das heutige Derby einen anderen Verlauf als in der Vorwoche nehmen wird. Von Anbeginn wurde der agile und torgefährliche Marcus Richter durch den TSGer Tom Germer mit einer Manndeckung sprichwörtlich aus dem Spiel genommen. Beide Keeper waren sofort auf Betriebstemperatur und entschärften gleich den ersten Siebenmeter. Nach ausgeglichenem Beginn lag der Gastgeber nach einer Viertelstunde beim 6:4 Zwischenstand erstmals mit zwei Toren in Führung. Bezeichnenderweise war dies überhaupt der erste Gegenstoßtreffer der Partie gewesen. Das Konzept mit dem Rückzugsverhalten der Schwarz-Gelben schien zu greifen. Leider gelang es aber im Angriff nicht, mit Ruhe und Besonnenheit Chancen herauszuarbeiten und zu nutzen. In dieser Phase gelang es dem Gastgeber HBC/Jessen immer wieder über ihre beiden Linkshänder Akzente zu setzen und die Führung bis zur Pause auf 12:9 Tore auszubauen. Die Routiniers auf TSG-Seite sorgten mit ihren Toren dafür, dass der Vorsprung nicht größer wurde. Zudem steigerte sich Paul Vogel im TSG-Tor und bot den nötigen Rückhalt. Daran richtete sich das Gästeteam auf. Die Zweikämpfe auf beiden Seiten wurden nun zunehmend verbissener geführt.It’s derbytime“ merkte ein Zuschauer an. Zur Halbzeit war der Spielausgang der Partie diesmal völlig offen. Dies dürfte auch der Tenor beider Mannschaftsbesprechungen gewesen sein.

Mit dem Anwurf zur zweiten Hälfte kamen die Gastgeber per Doppelschlag zur 14:9-Führung. Dies war nach drei Minuten zugleich der letzte Treffer des besten Saisonschützen des Gastgebers Marcus Richter gewesen. Die aufmerksame und aufopferungsvolle Deckungsarbeit der TSGer trug nun zunehmend Früchte. Immer wieder gelangen Ballgewinne und Tore. Innerhalb von acht Minuten hatten die Schwarz-Gelben mit einem 6:0-Zwischenspurt beim 15:14-Zwischenstand erstmals die Führung in dieser Partie inne. Die TSGer ließen sich in ihrer stärksten Phase der Partie weder von einer Auszeit oder Strafzeiten beirren. Noch war eine Viertelstunde zu absolvieren und das Spiel nahm an Dramatik zu. Hier verpassten es dann aber die Gäste sprichwörtlich nachzulegen. Die Gastgeber des HBC/Jessen brachten wieder ihre erfahrenen Spieler aufs Stadthallenparkett. Die Führung wechselte nun ständig und auf beiden Seiten wurden die letzten Kräfte mobilisiert. Zudem erhöhte die immer geringer werdende Spielzeit den Druck auf die Spieler beider Teams. Jede Aktion konnte in den letzten Minuten nun spielentscheidend sein. Mit mehreren vermeidbaren Zeitstrafen in den Schlussminuten schwächte sich das TSG-Team zudem selber. Der Teamspirit der TSGer machte aber selbst eine doppelte Unterzahl wieder wett. Zudem entschärfte Keeper Paul Vogel in dieser Phase gleich zwei Strafwürfe der Gastgeber, die nun ihrerseits Nerven zeigten. Neunzig Sekunden vor dem Ende wollten beide Mannschaften beim 22:22 noch den entscheidenden Treffer zum Sieg setzen. Die letzte Gelegenheit dazu verpasste der Gastgeber trotz Überzahl, so dass sich beide Mannschaften die Punkte teilten. Angesichts des Spielverlaufs war dies ein leistungsgerechtes Ergebnis gewesen. Für die TSGer war es letztlich ein Punktgewinn der Moral und des Teams gewesen. Sie haben in dieser Partie ein völlig anderes Gesicht als in der Vorwoche gezeigt. Neben dem Torschützenkönig der Anhaltliga David Kunze, aktuell 207 Tore, lieferten Tom Germer und Keeper Paul Vogel eine starke Leistung ab. Bei den Gastgebern überzeugte vor allem das Linkshänderduo Sven Jäger und Daniel Köhler mit je sechs Treffern, die nun mit ihrem Team die Saison 2017/2018 beendet haben. Für die Mannen der TSG Wittenberg steht hingegen noch ein weiteres Nachholespiel gegen den DRHV III am kommenden Sonntag an gleicher Stelle um 17:00 Uhr an.

Höhepunkt der Saison dürfte aber der 26. Mai sein. Dann richtet die TSG Wittenberg die Finalrunde um den Anhaltpokal im Spielbezirk aus. Neben Gastgeber TSG Wittenberg werden dann der Anhaltligameister SV 07 Apollensdorf und der Dritte der Meisterschaft, die Reserve der SG Kühnau erwartet.

 

Aufstellung TSG Wittenberg:

Christoph Bock (2); Mohammad Daneshiyar (3); Martin Busch; David Kunze (11/5), Silvio Knorr, Patrick Gerlach; Simon Weißkirchen (1), Rene Schönemann;
Paul Vogel (TW); Silvio Knorr; Torsten Nikolai; Marian Knorr (1); Tom Germer (4); Faraz Sadheghi Faal;

 

Kurt Fuchs, 21.04.2017, 22:55

 

Ausgekontert

TSG Wittenberg unterliegt im Stadtderby der Reserve SG HBC 53 Wittenberg/Jessen

 

Mit 20:30 Toren unterlag die TSG Wittenberg der zweiten Vertretung der SG HBC 53 Wittenberg/Jessen im Stadtderby. Die Gäste hatten für diese Partie eine Maxime ausgegeben. Konsequente Deckungsarbeit und Tempospiel über die gesamte Spieldauer. Bereits in den Anfangsminuten lief die Gegenstoßwelle an und die Spieler der Spielgemeinschaft starteten wie die Feuerwehr, allen voran Jeremy Engel, der in der ersten Viertelstunde bereits fünfmal einnetzen konnte. Auf Seiten der TSG Wittenberg hingegen blieben gleich mehrere Würfe in der Deckung hängen, landeten am Gebälk oder wurden vom Gästekeeper pariert. Frühzeitig gerieten die Gastgeber in Rückstand und mussten nach einer Viertelstunde beim Zwischenstand von 4:9 Toren die erste Auszeit nehmen. Die angesprochenen Punkte, wie Rückzugsverhalten und konzentrierter im Angriff agieren, mit Geduld auf die Torchance hinarbeiten, wurden nur in Ansätzen berücksichtigt. Obwohl im Wittenberger Kader nun mehrfach gewechselt und rochiert wurde, blieb die Fehler- und Fehlwurfquote bei den Schwarz-Gelben weiterhin hoch. Diese Einladung nahmen die Gäste dankend an und bauten ihre Führung bis zur Pause auf 9:16 Tore aus. Die Ansprache in der Kabine nahm die Ansagen der Auszeit erneut auf und sah zudem eine kurze Deckung für den bis dato auffälligsten Gästespieler vor. Von einem deutlichen Ruck im Team der TSG war auf dem Parkett der Grieboer Mehrzweckhalle nach dem Wiederanpfiff aber wenig zu sehen. Zu oft wechselten Licht und Schatten, sowohl im Angriff als auch in der Abwehr der Wittenberger einander ab. Parallel dazu wurden zu viele Chancen gerade im Angriff immer wieder ausgelassen. Man kann den Wittenbergern nicht den Willen absprechen, eine beherzte Partie abliefern zu wollen. Es gelang aber nur selten, mit Tempo Spielzüge umzusetzen und so verzettelte man sich immer wieder in Einzelaktionen. Zu groß war an diesem Tag außerdem das Leistungsgefälle auf TSG-Seiten. Während Paul Vogel als Keeper eine solide Partie bei den Schwarz-Gelben ablieferte und mit zahlreichen Paraden seinem Gegenüber in nichts nachstand, blieben viele TSG-Spieler unter ihren Möglichkeiten. Vor allem das Teamwork in Abwehr und Angriff, eine Stärke der letzten Partien, war an diesem Tag bei den Gastgebern nur sehr selten zu sehen. Die Gäste waren dementsprechend routiniert genug, die Partie mit Tempospiel über die erste und zweite Welle bis zum Abpfiff über die Runden zu bringen. Für beide Mannschaften verbleibt nun eine Woche Zeit, um das Spiel zu analysieren. Bereits kommenden Samstag treffen sie in der Wittenberger Stadthalle in einem Nachholespiel dann erneut aufeinander. Neues Spiel – neues Glück. Es bleibt abzuwarten, für wen dann diese Maxime letztlich Früchte, sprich Punkte, tragen wird.

 

Aufstellung TSG Wittenberg:

Christoph Bock (TW); Paul Vogel (TW); Mohammad Daneshiyar (2); Simon Weißkirchen, Faraz Sadhegi Faal; David Kunze (14/1); Guido Böttcher; Rene Schönemann, Martin Busch, Tom Germer (3); Patrick Gerlach (1); Marian Knorr; Alexander Schlotbohm;

 

Kurt Fuchs, 15.04.2018, 16:10 Uhr

 

TSG Wittenberg mit wichtigem Auswärtserfolg in Coswig

 

Mit einem 27:24 Erfolg über zweite Vertretung des Gastgebers SV Blau-Rot Coswig sicherten sich die Spieler der TSG Wittenberg erstmals in dieser Saison beide Auswärtspunkte. Die TSG Wittenberg traf dabei im Kreisderby auf ein Team, das sich vor heimischer Kulisse im letzten Saisonspiel vom Publikum mit einem Erfolg verabschieden wollte. Personell konnten dabei beide Mannschaften auf einen kompletten Kader mit zahlreichen Wechseloptionen zurückgreifen. In der Anfangsphase wirkte das Angriffsspiel beider Seiten jedoch noch sehr zerfahren. Ballverluste und Fehlwürfe auf beiden Seiten waren an der Tagesordnung. Etwas ungewöhnlich für ein Handballspiel war der Spielstand nach fünf Minuten. Da stand nur ein 1:0 für die Gäste an der Anzeigetafel. In den nachfolgenden Minuten nahmen dann die Schwarz-Gelben als erstes Team Fahrt auf und zogen auf 4:1 davon. Besonders Tom Germer spielte heute seine Rückraumqualitäten in der Partie aus. Da nun beide Torhüter ebenso auf Betriebstemperatur kamen und auf beiden Seiten eher das Gebälk erzitterte, statt dass der Ball im Netz zappelte blieben Tore zunächst Mangelware. Die Coswiger Gastgeber hatten nun ihre Anfangsnervosität abgelegt und kamen immer wieder über die linke Angriffsseite zu Torerfolgen. Zehn Minuten vor der Pause war die Partie wieder völlig offen. Da beide Abwehrreihen ein konsequentes Pressing an den Tag legten, war es nur eine Frage der Zeit, wann die ersten Zeitstrafen folgten. Ging die erste Unterzahlsituation der Wittenberger noch klar verloren, überstanden die Gäste die nächsten Strafen jedoch unbeschadet. Zudem gelang es den Wittenbergern aus den Überzahlsituationen heraus wieder zunehmend die Initative auf dem Spielfeld zu ergreifen. Unterstützt wurden sie dabei von Torwart Silvio Knorr, der einen Sahnetag erwischt hatte und mit seinen Paraden den nötigen Rückhalt gab, andem sich das Team aufrichtete. Mit einer knappen 11:10-Führung für die TSG Wittenberg ging es in die Pause. Der Ausgang des Spieles war völlig offen und lebte von der Dramatik des Spielverlaufs. In den ersten sieben Minuten nach dem Wechsel starteten die Coswiger wie die Feuerwehr und wollten nun ihrerseits die Regie auf dem Parkett übernehmen. Einige Spielzüge wurden aber überhastet und unkonzentriert abgeschlossen, sehr zum Leidwesen der Zuschauer. Obwohl in diesen wenigen Minuten elf Treffer fielen, zu Beginn des Spiels waren es in derselben Zeit nur ganze zwei gewesen, ließ sich das Wittenberger Team nicht aus der Ruhe bringen. Jede gelungene Abwehr- und Angriffsaktion wurde von den Wechselspielern bejubelt. Zudem wuchsen Spieler, wie Hannes Dannenberg über sich hinaus, der uneigennützig zum besser postierten Mitspieler passte und damit großen Anteil am Torerfolg besaß. Die solide Abwehrarbeit der Gäste brachte immer wieder Ballgewinne. Zudem schwächten sich die Coswiger gerade in dieser entscheidenden Spielphase mit Zeitstrafen, die den Wittenbergern zunehmend Auftrieb in der Partie gaben. Um den 3:0-Lauf der Schwarz-Gelben zur 18:15 Führung zu unterbrechen reagierte das Coswiger Trainergespann sofort mit einer Auszeit. Egal was die Coswiger in der Folgezeit an Umstellungen auch unternahmen, die Wittenberger ließen sich nun nicht mehr von der Siegerstraße abbringen. Mit einer mannschaftsdienlichen Spielweise wurden die individuellen Stärken einzelner TSG-Spieler ausgereizt. Hinzu kam, dass über die gesamte Spielzeit sprichwörtlich ein kühler Kopf bewahrt wurde. Als die Gäste sieben Minuten vor dem Ende zum 26:20 Zwischenstand einnetzten, war die Entscheidung zugunsten der Wittenberger gefallen. Unter dem Jubel der Schwarz-Gelben verblieb den Coswigern nur noch die Ergebniskosmetik zum 24:27 Endstand. Die verdiente Niederlage haben sich die Gastgeber selbst zuzuschreiben. Trotz einer ansehnlichen Spielanlage mangelte es ihnen an diesem Tag im Angriff in erster Linie an Durchschlagskraft durch überhastete Aktionen. In der Abwehr schwächten sie sich wiederholt durch Zeitstrafen. Hier waren die Wittenberger an diesem Tage einfach abgeklärter und abgezockter, sowohl in ihrer Abwehrarbeit als auch im Angriffsverhalten. Der euphorische Jubel auf Wittenberger Seite hatte gleich mehrere Gründe. Zum einen lag es am ersten Auswärtserfolg der Saison. Andererseits wurden damit die selbstgesteckten Ziele, mindestens ein zweistelliger Punktwert und nicht letzter Tabellenplatz zum Abschluss der Mammutsaison der Anhaltliga bereits vorfristig erzielt. Das Faraz Sadhegi Faal beim 5:5 Zwischenstand das 500. Tor der Saison für die TSG-Farben erzielte, hat eher nur statistischen und mannschaftsinternen Wert. Die Coswiger Reserve verbleibt wegen der verloreren Duelle gegen die TSG Wittenberg bei gleicher Punktzahl definitiv hinter den TSGern. Während für sie die Saison beendet ist, haben die Wittenberger TSGer im April noch drei Spiele zu absolvieren und können den Blick durchaus auch nach oben richten. In der unteren Tabellenhälfte der Anhaltliga sind die Punktabstände zwischen den Teams nämlich sehr gering. Hier sind durchaus noch größere Veränderungen möglich, während an der Spitze fast alle Entscheidungen gefallen sind. Offen ist nur die Frage, ob die Holzdorfer oder die Kühnauer Reserve hinter Anhaltligameister SV 07 Apollensdorf den Silberrang belegen werden.

 

Aufstellung TSG Wittenberg:

Christoph Bock (TW); Silvio Knorr (TW); Mohammad Daneshiyar (3); Simon Weißkirchen (2), Faraz Sadhegi Faal (1); David Kunze (13/2); Guido Böttcher (1); Torsten Nikolai, Hannes Dannenberg (1); Rene Schönemann, Martin Busch, Kurt Fuchs; Tom Germer (6); Patrick Gerlach

 

Kurt Fuchs, 08.04.2018, 00:25 Uhr

 

 

TSG gewinnt durch Lucky Punch in der Schlussphase gegen HSG Wolfen 2000 II

 

Mit einem 24:21 Erfolg über die HSG Wolfen 2000 II verbuchte Gastgeber TSG Wittenberg den nächsten Heimerfolg. Damit bleiben die Wittenberger in Sichtweite zum Mittelfeld der Anhaltliga der Männer. Die TSG Wittenberg traf dabei auf ein Team aus Wolfen, das durchaus auch als launische Diva der Liga bezeichnet werden kann. Im letzten Heimspiel überraschten sie das Holzdorfer Spitzenteam mit einem 20:19 Erfolg. Auswärts haben sie bis dato nur ein einziges Mal gepunktet, dies aber ausgerechnet beim Derby in Raguhn, dem aktuellen Tabellenvierten. Deutliche Heimerfolge und klare Niederlagen wechseln immer wieder einander ab. Vieles hängt dabei von der jeweiligen Aufstellung ab. Letzteres gilt gleichermaßen für die TSG Wittenberg, denn in fast jedem Spiel steht eine veränderte Mannschaft auf dem Parkett. Gegenüber dem Spiel in Holzdorf waren die Wittenberger auf sechs Positionen verändert. Insgesamt zeigt aber auf Wittenberger Seite die Formkurve nach oben und der zeitweilig vermisste Teamgeist ist wieder erwacht. Wer nun erwartete, dass in dieser Partie zweier Tabellennachbarn ein hochklasssiges Spiel geboten würde, sah sich zunächst getäuscht. Beide Teams boten zunächst eher Handballschmalkost und das Spiel lebte von der Dramatik. Dabei hatten die ohne Wechselspieler angereisten Gäste gerade im Angriff den konsequenteren Zug zum Tor und lagen bei Halbzeit nicht unverdient mit 12:10 Toren in Führung. Gerade in der Abschlussquote der Schwarz-Gelben zeigten sich Schwächen im Wittenberger Angriff. Nach Rückraumkrachern von Tom Germer und Mohammad Daneshiyar gab es immer wieder Leerlauf. Während einige Chancen gerade über die Mitte somit liegengelassen wurden, konnten sich beide Außen sehr gut in Szene setzen. Besonders Patrick Gerlach erwies sich bei seinem Comeback als sehr treffsicher (vier Tore). Zudem zahlte sich der Wechsel im TSG-Gehäuse aus. Christoph Bock gab dem Team den nötigen Rückhalt, um wieder ins Spiel zu finden. Die Einstellung im TSG-Team stimmte, nur gelang es zu selten, dies auch im Spiel zu zeigen und umzusetzen. Dass kein Ball leichtfertig preisgegeben wurde, zeigte der Treffer von Thomas Wildgrube, der einen Abpraller im Wolfener Gehäuse versenkte. Jedes Tor war in dieser Phase wichtig, um das Selbstbewusstsein zu stärken und in die Partie zu finden. In der Abwehr kamen die Wittenberger zunächst wiederholt den Schritt zu spät und mussten frühzeitig Unterzahlsituationen überstehen. Trotzdem haben es die TSGer im Verbund geschafft, dass auf Wolfener Seite ihr Spritus Rector Jan Busch nicht wie sonst schalten und walten konnte. In der Pause wurden ruhig die Schwächen angesprochen und Umstellungen in Abwehr und Angriff vorgenommen. Es zeigte sich mit Wiederanpfiff, dass die Wittenberger nun mit mehr Tempo und Zug zum Tor agierten. In der nun offensiveren Deckung wurde ausgeholfen und man stand deutlich kompakter. Trotzdem behaupteten und verteidigten die Wolfener ihren knappen Vorsprung bis eine Viertelstunde vor Ultimo. Mehrere Gegenstöße und Einzelaktionen hatten dies den Gästen erleichtert. Trotzdem war auf dem Spielfeld klar zu erkennen, dass nun die Gastgeber das Heft des Handelns übernommen hatten. Dirk Frischkemuth-Boecker und Simon Weißkirchen wirbelten und zogen die Wolfener Deckung immer wieder auseinander. Die Gäste hatten nun ihrerseits mehrere Unterzahlsituationen zu überstehen. Die Wolfener versuchten ihrerseits den Wittenberger Spielfluss bei einer 18:17-Führung mit einer Auszeit zu unterbrechen und die letzten Kräfte zu mobilisieren. Die TSGer hatten jetzt in den Schlussminuten aber deutlich Oberwasser bekommen. Die Deckung stand deutlich kompakter, als noch in der ersten Hälfte. Im Angriff sorgte „Frischi“ mit einem Doppelschlag für die erste Führung der Schwarz-Gelben in dieser Partie. Noch waren zehn Minuten zu absolvieren. Jetzt konnten aber die Wittenberger immer ein Tor vorlegen und die Wolfener gerieten in Zugzwang und die Zeit lief ihnen davon. Dass es noch keine Vorentscheidung gab, lag vor allem am Wolfener Keeper Jack Eckhardt, der sein Team mit mehreren Paraden im Spiel hielt. Vielleicht waren es auch die Wechselalternativen der TSGer, die in den Schlussminuten noch ein paar „Körner“ mehr zuzusetzen hatten. Am Ende kamen mehrere Punkte zusammen. Die letzte Auszeit der Gäste wurde just in dem Moment genommen, als ein Wolfener warf und sogar traf. Doch der Treffer zählte wegen der Auszeit nicht. Im folgenden Angriff gelang dann Hannes Dannenberg in der Abwehr ein entscheidender Ballgewinn. Trotz Handicap eines geschwollenen Fußes aus Hälfte eins, machte dann der unermüdlich spielende „Mo“ mit einem Schlagwurf zum 24:21 Endstand den Deckel in diesem Spiel drauf. Der Schlusspfiff ging dann im Jubel der TSGer unter. Die Gastgeber haben sich in die Partie hineingekämpft und sich als Team mit diesem Erfolg letztendlich auch belohnt. Den Gästen kann bescheinigt werden, dass sie lange Zeit eine gleichwertige Mannschaft waren. Sie hatten aber gerade in der Schlussphase keine Lösungen mehr, dem Lucky punch der Wittenberger etwas entgegen zu setzen. Während die Wolfener in der kommenden Woche das punktgleiche Team aus Coswig erwarten, haben die Wittenberger ein spielfreies Wochenende.

 

Aufstellung TSG Wittenberg:

Christoph Bock (TW); Silvio Knorr (TW); Mohammad Daneshiyar (3); Simon Weißkirchen (4), Hannes Dannenberg (1); Torsten Nikolai, Kurt Fuchs;
Thomas Wildgrube (2/1); Tom Germer (5); Patrick Gerlach (4); Dirk Frischkemuth-Boecker (5)

 

Kurt Fuchs, 18.03.2018, 17:43 Uhr

 

 

TV Frischauf Holzdorf entscheidet Kreisderby gegen TSG Wittenberg

 

Mit einem 36:24 Erfolg über die TSG Wittenberg wurde Gastgeber TV Frischauf Holzdorf ihrer Favoritenrolle gerecht. Die TSG Wittenberg traf dabei auf ein Team, dass nach der Überraschungspleite in der Vorwoche bei der HSG Wolfen 2000 II einerseits „angefressen“ und andererseits auf Wiedergutmachung vor heimischer Kulisse aus war. Vom Anpfiff weg bekamen dies die angereisten Wittenberger mit einem konsequenten Pressing zu spüren. Nach ausgeglichenem Beginn zogen die Holzdorfer innerhalb von wenigen Minuten auf 8:3-Tore davon. Im Unterschied zu anderen Spielen, wo die TSGer gegen Spitzenteams der Anhaltliga abreißen ließen, kämpften sich die Wittenberger zurück ins Spiel. Nach zwanzig Minuten hatte Simon Weißkirchen auf 10:14 verkürzt und damit eine Vorentscheidung des Spielausgangs vertagt. Da auf Wittenberger Seite eine Reihe von Spielern angeschlagen und gesundheitlich gehandicapt waren, die Holzdorfer hatten dies in der Vorwoche gehabt, ist der Auftritt der TSGer auch aus einem anderen Blickwinkel zu sehen. Wiederholt kamen die durchaus engagiert auftretenen Schwarz-Gelben in der Abwehr den sogenannten „entscheidenden“ Schritt zu spät. Die Folge waren Zeitstrafen, die eine solide Deckungsarbeit durchaus erschwerten. In einer derzeit bestechenden Form präsentierte sich erneut Christoph Bock im Wittenberger Gehäuse, der zudem zwei Siebenmeter parierte. Vor der Pause verschärften die Gastgeber das Tempo und hatten besonders mit ihren Gegenstößen Erfolg. Mohammad Daneshiyar blieb es vorbehalten, den zwölften Treffer der Gäste zum 12:19 Pausenstand aus TSG-Sicht zu erzielen. Auffällig auf Seiten der Gäste war, dass sie mit ihrer Abwehr den Holzdorfern im Positionsangriff durchaus Schwierigkeiten bereiten konnten. Andererseits hatten die Wittenberger aber am heutigen Tage im Angriff durchaus limitierte Optionen, was hinsichtlich der Kaderbreite den Spielaufbau und die Durchschlagskraft betraf. Sehr schnell hatten die Holzdorfer die Wittenberger Hauptschützen ausgemacht. Deshalb ist es anerkennenswert, dass David Kunze trotz der offensiven Deckung (auf eine klassische Sonderbewachung verzichteten die Holzdorfer) mit zwölf Treffern erfolgreichster Schütze des gesamten Spiels wurde. Dem stand mit sechs Toren Spiritus rector Mohammad Daneshiyar kaum nach. Bei den Gastgebern hingegen kamen erwartungsgemäß Eric Ziemer (10) und Michael Radunz (7) zu den meisten Torerfolgen in der Partie. Nach dem Seitenwechsel erhöhten die Holzdorfer nochmals das Tempo. Dem dreizehnten Tor durch Marian Knorr folgten acht torlosen Minuten auf TSG-Seite. In dieser Zeit wuchs der Vorsprung der Gastgeber beim 27:13 auf vierzehn Tore an, was einer Spielentscheidung gleich kam. Ab diesem Zeitpunkt erhielten berechtigter Weise die Wechselspieler zunehmend Einsatzzeiten. Zwischenzeitlich dominierte auf dem Spielfeld sogar die „Zahna-Fraktion“. Neben Hannes Dannenberg, „Mo“, steuerte Abteilungsleiter Alexander Schlotbohm drei Tore bei und Torsten Nikolai gab sein Debüt in Schwarz-Gelb. Als für den Wittenberger Aufbauspieler nach drei Zeitstrafen das Spiel beendet war, übernahm Guido Böttcher uneigennützig diesen Part souverän bis zum Abpfiff. Eines kann den Wittenbergern in diesem Spiel bescheinigt werden. Egal wer auf der „Platte“ stand, ob Jens Leschner oder Faraz Sadeghi Faal, alle Spieler brachten sich ins Team ein – ein Beleg dafür, dass die Moral beim Wittenberger Team stimmt. Dies soll aber nicht den Eindruck erwecken, dass der klare Erfolg der Holzdorfer auch in dieser Höhe verdient war.

Für die TSGer sind nun alle Spiele gegen Teams aus der ersten Tabellenhälfte der Anhaltliga vorüber. Die nächsten Wochen werden zeigen, ob der Aufwärtstrend der letzten Spiele bei den TSGern fortgesetzt werden kann.

 

Aufstellung TSG Wittenberg:

Christoph Bock (TW); Mohammad Daneshiyar (6); Simon Weißkirchen (2), Faraz Sadhegi Faal; David Kunze (12); Guido Böttcher; Marian Knorr (1); Jens Leschner; Torsten Nikolai, Alexander Schlotbohm (3); Hannes Dannenberg

 

Kurt Fuchs, 12.03.2018, 14:03 Uhr

 

 

Sonne, Sonntag, Derbysieg!

(für die TSG Wittenberg)

 

Die TSG Wittenberg gewann das Stadtderby in der Anhaltliga der Männer gegen die Reserve des SV Grün-Weiß Wittenberg-Piesteritz. Der 28:23-Erfolg des Gastgebers in Schwarz-Gelb war auch in dieser Höhe verdient.

Sonntagvormittag, 10:00 Uhr, mit der MZH Juristenstraße für beide Mannschaften eine ungewohnte Spielstätte – fast so etwas wie neutrales Terrain. Die Spieler kennen sich. Viele haben die Farben beider Vereine getragen. Shake hands und small talk um der Kälte vor der Halle zu trotzen. Doch irgendwie im Untergrund bereits ein Knistern, irgendwie elektrisierend. Derbyzeit. Bereits beim Einlaufen wird einerseits Präsenz gezeigt und andererseits der Gegner argwöhnisch betrachtet. Wer ist hier, wer fehlt, wie wird die Aufstellung aussehen. Eigentlich ist allen Beteiligten aus gefühlten gespielten hundert Derbys alles bekannt und Überraschungen sind nicht zu erwarten. Eigentlich.

Während sich sonst etwa ein Dutzend Zuschauer zu den Spielen beider Teams im Allgemeinen verirren, beim Derby ist das anders. Fast sechzig Zuschauer drängen sich auf den Bänken und an den Seiten, um diesem Spiel beizuwohnen.

Passend zum Derby, das Schiedsrichtergespann wurde vom dritten Wittenberger Stadtverein gestellt – ein Vater-Sohn-Gespann. An dieser Stelle schonmal ein Vorgriff. Die Schiedsrichter haben die Partie unauffällig und damit souverän geleitet, trotz der emotionalen Spannung in beiden Teams.

Es ist zubereitet. Die Seitenwahl gewinnt der Gastgeber – ein gutes Omen? Abwarten. Der erste Angriff läuft erstmal ins Leere. Gegenzug Grün-Weiß – Parade. Dann ein Doppelschlag der Schwarz-Gelben. Die Grün-Weißen erzielen das Anschlusstor. Die TSGer behaupten in den ersten zehn Minuten eine knappe Führung. Die spielstärksten Spieler in beiden Teams haben von Anbeginn eine Sonderbewachung erhalten, können nicht wie gewohnt schalten und walten. Die erste Zeitstrafe für das Heimteam und 7m – eine erste knifflige Situation ist von den TSGern zu meistern. Der sonst sichere Werfer der Grün-Weißen setzt den Wurf neben das Tor. Derbyzeit – Nervenflattern? Die Strafzeit wird ohne Gegentor überstanden. Die TSGer überraschen die Grün-Weißen mit konzentrierter Spielweise im Angriff und einer konsequent offensiven Abwehr. Dahinter läuft Christoph Bock im Tor zunehmend zur Hochform auf und entscheidet das Torhüterduell auf dem Parkett zugunsten der TSG. Die Stärke der Grün-Weißen in den letzten Spielen, das schnelle Umkehrspiel, verpufft an Überhast und technischen Fehlern. Nach zwanzig Minuten die erste Strafzeit der Gäste. Die TSGer nutzen die Überzahl zum 10:5 Zwischenstand und zwingen die Grün-Weißen zu einer Auszeit. Die Umstellungen bringen nur kurzzeitig Erfolg und lassen den Vorsprung etwas schmelzen. Kurz vor der Halbzeit, ein Doppelschlag, bringt die TSG Wittenberg wieder mit fünf Toren in Führung. Kurios ein Gegenstoßtreffer eines TSGers, der es nicht geschafft hatte, zurückzulaufen, wird mit einem Ballgewinn in der Abwehr zum gefeierten Torschützen. Ein verwandelter Siebenmeter der Grün-Weißen bringt den 15:11-Pausenstand für die TSG-Farben.

Die Kabinenansprachen dürften sich klar unterschieden haben. Die TSGer mahnten weiterhin diszipliniert und konzentriert weiterzuspielen. Vor allem die kraftraubende Abwehr wird der Schlüssel zum Erfolg sein. Ohne es tatsächlich zu wissen, dürfte die Ansprache der Gäste anders verlaufen sein. Getreu dem Motto, jetzt erst recht, wie im Hinspiel drehen wir die Partie, wenn wir weiterhin aufs Tempo drücken und die Chancen mal nutzen. Soweit die Theorie. In der Praxis auf dem Spielfeld sah es in den Anfangsminuten auf beiden Seiten anders aus. Die Gastgeber agierten zunächst überhastet und die Grün-Weißen zogen daraus kein Kapital, weil vor allem Christoph Bock im Tor etwas dagegen hatte. Nach fünf Minuten kassierte ein Grün-Weißer bereits seine zweite Zeitstrafe und die TSGer erhöhten den Vorsprung erstmals auf sechs Tore in diesem Spiel (18:12). Noch waren aber rund 25 Minuten zu bestreiten. Ein richtungsweisender Zwischenstand, aber keine Vorentscheidung in diesem Spiel. Bis eine Viertelstunde vor Schluss änderte sich daran nichts und die Gäste nahmen die nächste Auszeit. Mit weiteren Umstellungen und Wechseln sollten neue Impulse gesetzt werden, um dem Spiel vielleicht doch noch eine Wendung geben zu können. Im Hinspiel hatten dafür zehn Minuten gereicht. Das war aber auch den TSGern bewusst, die auf die Zähne bissen, um mit Zählbarem aus dieser Partie zu gehen. Fünf Minuten später schwächten sich die Gäste durch robustes Einsteigen erneut. In Überzahl wurde der Vorsprung auf acht Tore ausgebaut. Noch zehn Minuten bis zum Ende. Eine Strafe für einen TSGer bot den letzten Funken für die Gäste, die aber nur einen Treffer aufholen konnten. Während auf der Bank der TSGer jetzt jede Parade und jedes Tor bejubelt wurde, resignierten die Grün-Weißen zunehmend. Die Zuschauer hingegen waren bereits lange zuvor verstummt, angesichts des kompakten TSG-Auftritts und der heute gezeigten Spielweise der Gäste. Mit dem Abpfiff entlud sich urplötzlich die Spannung der Partie. Die Schwarz-Gelben bejubelten ihren Erfolg, als hätten sie die Weltmeisterschaft gewonnen. Das der TSG-Coach hierbei die Stimme verloren hatte, ist nur ein Gerücht. Er hatte bereits schon vor dem Spiel keine. Fünf Minuten später, die Gäste haben neidlos den 28:23-Erfolg anerkannt, stand man wie zu Beginn wieder in gemischten Gruppen hielt small talk und verabschiedete sich mit den Worten, na dann bis zum nächtes Mal – zur Derbytime.

 

Aufstellung TSG Wittenberg:

Christoph Bock (TW); Mohammad Daneshiyar (4); Simon Weißkirchen (2), Rene Schönemann; Faraz Sadhegi Faal; Christian Höse; Martin Busch (1); David Kunze (11); Tom Germer (3); Guido Böttcher; Marian Knorr (3); Kurt Fuchs; Dirk Frischkemuth-Boecker (4);

 

Aufstellung Grün-Weiß Wittenberg-Piesteritz

Tobias Bollmann (TW); Steffen Bley (TW); Maximilian Wehner; Patrick Lehmann (2); Paul Grasenack (7); Christian Hohaus (3), Marco Korbien (2/1); Rene Peper; Axel Langner; Patrick Pusch (2); Christian Reinecke (2); Marcus Ringlepp (2); Maik Pannicke; Enrico Auer (3)

 

Kurt Fuchs, 04.03.2018, 15:35

 

TSGer trotz Niederlage mit großer Moral bei der SG ABUS Dessau

 

In der Anhaltliga der Männer mussten die Schwarz-Gelben der TSG Wittenberg in Dessau bei den favorisierten Gastgebern der SG ABUS mit 30:14 Toren eine Niederlage hinnehmen. Dass die Wittenberger angesichts der entstandenen Personalsorgen hier aufliefen, kann gar nicht hoch genug angerechnet werden. Am Abend zuvor bestand noch keine spielfähige Mannschaft, die nun sogar über eine Wechseloption verfügte. Andere Mannschaften haben hier in der Saison schon mal gekniffen und kurzfristig abgesagt. Nicht so die TSG Wittenberg. Das Team der Schwarz-Gelben war zwar vom Aufbauspiel dadurch limitiert, machte dies aber über die gesamt Spielzeit mit großem Engagement und Einsatz wett. Mit ruhigem und besonnenem Angriffsspiel konnte das Spiel in den ersten zwanzig Minuten sogar offen gestaltet werden. Der 11:7 – Zwischenstand vor der Pause bringt dies deutlich zum Ausdruck. Eine Fußnote hierbei ist die Torwartpremiere von Mohammad Daneshiyar in der ersten Hälfte, während sein Pendant sich gleichzeitig als Aufbauspieler auszeichnete. Als das Spiel kurz vor dem Wechsel dann eine zeitlang nicht so flüssig und zwingend lief, konnten sich die ABUS-Spieler mit einem Zwischenspurt deutlicher absetzen und eine Vorentscheidung in der Partie herbeiführen. In der Pause gab es dann auf Wittenberger Seite den Rollentausch der „Torleute“. Dies brachte eine deutlich verbesserte Deckungsleistung, denn nach dem Seitenwechsel ließen die Wittenberger nur noch 13 Abus-Treffer zu. Hier wäre vor allem Christian Kietz zu nennen, der wie ein Fels in der Wittenberger Deckung stand. Im Angriff hingegen trug sogar das zuletzt intensive Training Früchte. Wiederholt gelang es Kombinationen und Laufspiele für die Außenpositionen so umzusetzen, dass sie zu Torerfolgen führten. Hierbei taten sich vor allem Faraz Sadeghi Faal und Hannes Dannenberg hervor. Das macht Mut für die kommenden noch ausstehenden Partien. Insgesamt kann dem gesamten TSG-Team für diesen Auftritt nur Respekt gezollt werden. Sie waren zum Spielende, bis auf Símon Weißkirchen;-) sprichwörtlich platt. Andererseits haben sie sich als eine hochmotivierte Mannschaft präsentiert, die den personellen Widrigkeiten trotzte und so konnten sie erhobenen Hauptes die Heimreise antreten. Ein Dank ergeht an dieser Stelle ebenso an Eileen Leuthold, die kurzfristig als Mannschaftsverantwortliche einsprang.

 

Aufstellung TSG Wittenberg:

Christoph Bock (TW); Hannes Dannenberg (2); Mohammad Daneshiyar (TW/3); Simon Weißkirchen (1), Christian Kietz (2); Rene Schönemann (4/1); Jens Leuschner; Faraz Sadhegi Faal (2)

 

Kurt Fuchs, 25.02.2018, 20:35

 

Paukenschlag zur Pause – danach dreht der Favorit das Spiel

 

In der Anhaltliga der Männer konnte der aktuelle Spitzenreiter, der SV 07 Apollensdorf, in der gutbesuchten MZH Griebo seine Führungsposition behaupten. Mit 42:30 Toren gewann der verlustpunktfreie Titelanwärter auf die Meisterschaft gegen die TSG Wittenberg, gegenwärtig Träger der Roten Laterne, das 17. Spiel in Folge. So könnte die Mitteilung lauten, für alle, die nicht diese Partie vor Ort erlebt haben. Die Schlagzeilen lieferte jedoch der krasse Außenseiter – die TSG Wittenberg.

Von Mohammad Daneshiyar waren die Schwarz-Gelben sowohl in der Abwehr als auch im Angriff hervorragend eingestellt worden. Der erfahrene ehemalige iranische Nationalspieler war im Angriff der Spiritus Rector, der mit seinen Pässen immer wieder die Apollensdorfer Abwehr düpierte. In der Abwehr koordinierte er das Stellungsspiel und deckte selbst den Kreisläufer ab. Mit diesen Maßnahmen lag der haushohe Favorit aus Apollensdorf das erste Mal im bisherigen Saisonverlauf bei Halbzeit nicht in Führung. Mehr noch, der 16:16 Zwischenstand schmeichelte sogar dem Spitzenreiter, denn der krasse Außenseiter TSG Wittenberg bot in Abwehr und Angriff eine sehr beherzte Partie. Nur zwei Mal konnte der Staffelprimus in der ersten Hälfte mit einem Tor in Führung gehen. Von Anbeginn überraschten die Schwarz-Gelben mit einer offensiven Abwehr die Apollos, die immer wieder im Aufbau gestört, Ballverluste hinnehmen mussten. Dabei erhielt der Spielmacher der Apollensdorfer Justin Bender eine Sonderbewachung durch Tom Germer, die er über das gesamte Spiel engagiert umsetzte. Das druckvolle schnelle Umkehrspiel, eine Stärke der Apollos, konnte durch ein sehr gutes Rückzugsverhalten unterbunden werden. Sowohl der Rückraum der Apollensdorfer, als auch das Spiel über den Kreis konnte von den Wittenbergern immer wieder erfolgreich unterbunden werden. So waren die Gäste immer wieder gezwungen, über die Außenpositionen den Torerfolg zu suchen. Hier hatten die TSGer aber in der ersten Spielhälfte mit ihren beiden Keepern Silvio Knorr und Christoph Bock ein deutliches Plus auf ihrer Seite. Im Angriff agierten die TSGer sehr konzentriert und diszipliniert. Über lang vorgetragene Angriffe nahmen sie nicht nur Zeit von der Uhr, sondern schafften es immer wieder ihre wurfgewaltigen Schützen in gute Wurfpositionen zu bringen, die sie dankend annahmen. Als die Abwehr der Apollensdorfer sich besser auf diese Spielweise einstellte und David Kunze gleichfalls in Einzelmanndeckung nahm, dachten alle, dass nun die Partie kippen würde. Mitnichten, denn nun zeigten beide Außenspieler der TSG Wittenberg, Marian Knorr und Martin Busch, dass sie gleichfalls Tore erzielen können. Mit einer Neuausrichtung der Abwehr der Apollensdorfer waren urplötzlich Lücken am Kreis, die Simon Weißkirchen nutzen konnte. Damit war der Überraschungseffekt der TSGer nicht nur in der Abwehr, sondern auch im Angriff vollauf gelungen. Mit Teamgeist, Einsatz und Spielfreude konnte dem Spitzenreiter in der ersten Hälfte Paroli geboten werden. Der Lohn für diese Spielweise war der 16:16-Halbzeitstand.

Die Pausenansprachen in beiden Kabinen dürften sich deutlich unterschieden haben. Auf Wittenberger Seite gab es nur wenig anzumerken, während man auf Seiten der Apollensdorfer dem Anspruch eines Spitzenreiters der Anhaltliga bis dato wenig gerecht wurde. Den Schwarz-Gelben Gastgebern war klar, dass die Apollos nun mit mehr Tempo den Trumpf über ihre komplett besetzte Auswechselbank ausspielen werden. Dazu dürfte die Abwehr der Gäste kompakter zu Werke gehen. Bis fünf Minuten nach dem Wechsel konnten die Wittenberger den Anschluss halten. Als die Apollensdorfer nach vierzig Minuten mit einem 4:0-Lauf auf 25:19 Tore enteilten, reagierten die TSGer sofort mit einer Auszeit. Sie hatten es in dieser Spielphase nicht geschafft, die Leistung aus der ersten Hälfte erneut auf das Parkett der MZH in Griebo zu bringen. Im Angriff wurde zu überhastet agiert und es kam zu mehreren Ballverlusten, die die Apollos zu Gegenstößen dankbar annahmen. Allein Mohammad Daneshiyar konnte sich mit seinen Schlagwürfen immer wieder erfolgreich in Szene setzen. Er war nach dem Wechsel der erfolgreichste Werfer in den Reihen der Schwarz-Gelben. Hinzu kam, dass mit dem Torwartwechsel zu Paul Heise, die Gäste jetzt dieses Momentum auf ihrer Seite hatten. Von den Wechseloptionen her, waren die Wittenberger stark limitiert, während die Apollensdorfer aus dem Vollen schöpfen konnten. Trotz nachlassender Konzentration und Kondition auf Seiten der Schwarz-Gelben, waren sie in dieser Partie gewillt, bis zum Spielende den Gästen möglichst viele Treffer einzuschenken. Sie wollten sich deutlich besser, als im Hinspiel in diesem Derby präsentieren. Beides gelang den Wittenbergern, die als Team gezeigt haben, welches Potenzial in ihnen steckt. Ein Unentschieden zur Pause und 30 Treffer kassiert, (dies gelang bisher nur der SG ABUS), dürften dem Spitzenreiter aus Apollensdorf trotz des verdienten und klaren 42:30-Erfolges über die TSG Wittenberg einige Trainingsaufgaben mit auf den Weg gegeben haben. Die sieben Spiele bis zur Meisterschaftsfeier sind kein Selbstläufer und müssen alle erst gespielt werden. Die Schwarz-Gelben TSGer hingegen können aus dieser Partie gestärkt herausgehen. Wenn es ihnen gelingt, diese Leistung aus der ersten Spielhälfte in den kommenden Spielen erneut abzurufen und über die gesamte Spielzeit an den Tag zu legen, sollten durchaus noch Punktgewinne in der Saison möglich sein. Außerdem kreuzen sich vielleicht die Wege der beiden Teams im Anhaltpokal erneut, der in der kommenden Woche ausgelost werden wird. Bis dahin haben die TSGer aber noch neun Spiele zu bestreiten. Mit der SG ABUS (nächsten Samstag) und dem TV Frischauf Holzdorf sind es jetzt nur noch zwei Teams aus der ersten Tabellenhälfte, denen sich die Wittenberger stellen müssen. Der Auftritt gegen den Primus der Anhaltliga sollte auch für diese Aufgaben Mut machen.

 

 

Aufstellung TSG Wittenberg:

Christoph Bock (TW); Silvio Knorr (TW), Kurt Fuchs; Mohammad Daneshiyar (7); David Kunze (10), Marian Knorr (6), Simon Weißkirchen (2), Tom Germer (3); Martin Busch (2); Sadeghi Faal, Faraz;

 

Kurt Fuchs, 18.02.2018, 22:16

 

Abgeklärte Routiniers wiesen TSGer in die Schranken

 

Im Freitagabendspiel in Rosslau, wie auch immer diese Partie planerisch zustande kam, unterlagen die Schwarz-Gelben am Ende deutlich in einer fairen Partie mit 18:32 Toren den „Oldstars“ des DRHV III. Nur in den ersten zwanzig Minuten konnten die Wittenberger beim Zwischenstand von 9:7 Toren die Partie offen gestalten.

Bis dahin waren drei Akteure auf dem Spielfeld die Hauptdarsteller. Auf der Dessauer Seite erwies sich einmal Thomas Kirschstein als Denker und Lenker seiner Mannschaft mit Vollstreckermentalität. Sieben seiner acht Tore erzielte er in Hälfte eins. Zum anderen konnten die Gastgeber auf Rückraumshooter Volker Preißner zurückgreifen. Dieser hatte 19 Jahre zuvor in der ersten Dessauer Mannschaft in der vierten Runde des DHB-Pokals noch gegen den großen THW Kiel gespielt. Damals war ein gewisser Nicolaj Jacobsen mit 11 Toren erfolgreichster Kieler Werfer. Diesmal netzte der Dessauer zweistellig ein, davon fünf in den ersten dreißig Minuten. Was die Wittenberger in der Abwehr auch unternahmen, sie schafften es nicht, den Aktionsradius dieser beiden Spieler entscheidend einzuengen. Der dritte auffällige Akteur kam aus den Reihen der Wittenberger. Torwart Christoph Bock war gerade in den Anfangsminuten der große Rückhalt seines Teams und glänzte mit zahlreichen Paraden. Danach hatten die Gastgeber ihn sprichwörtlich „ausgeguckt“. Mit verzögerten und verdeckten präzisen Schlagwürfen hatte er immer mehr das Nachsehen. In den letzten zehn Minuten vor der Pause fiel so mit einem 8:1 Zwischenspurt die Vorentscheidung in dieser Partie. Mit einem 17:8 Pausenstand wurden die Seiten gewechselt. Das Bemühen der Wittenberger im Spiel zu bleiben, war deutlich zu erkennen. Es fehlten ihnen aber in der Partie die spielerischen Mittel, um das Dessauer Abwehrbollwerk zu knacken. Allein über die Außenpositionen konnten die Dessauer wiederholt überrascht werden. Nicht unerwähnt bleiben sollte die 100% Quote vom Siebenmeterpunkt. Andererseits haderten die TSGer zunehmend mit der eigenen Chancenverwertung und der technischen Fehlerquote. Positiv herauszustellen ist auf alle Fälle, dass personelle Aufgebot in diesem Auswärtsspiel mit zahlreichen Wechselalternativen. Ein Dank gilt auch an die zahlreich mitgereisten Zuschauer. Auch für sie drückten die Gäste, trotz des schier aussichtslosen Rückstandes, bis zum Schlusspfiff aufs Tempo und wollten das Ergebnis erträglicher gestalten. Hier zeichnete sich gerade nach der Pause Marian Knorr mehrfach erfolgreich aus. Auf der anderen Seite ist jedoch kritisch anzumerken, dass oft eine Kreuzung oder Finte der Dessauer ausreichte, um die Wittenberger Abwehr sprichwörtlich alt aussehen zu lassen. Das abzustellen, sollte der Schwerpunkt in den nächsten Trainingseinheiten bilden, denn mit dem Spitzenduo der Anhaltliga aus Apollensdorf und Holzdorf kommen in den nächsten Spielen noch größere Herausforderungen auf die Wittenberger drauf zu.

 

Aufstellung TSG Wittenberg:

Christoph Bock (TW); Kurt Fuchs; Mohammad Daneshiyar (2); Simon Weißkirchen (1), Faraz Sadeghi Faal; Guido Böttcher; Rene Schönemann (2/2); Tom Germer (3), Marian Knorr (7); Jens Leschner (1); Alexander Schlotbohm (1); Hannes Dannenberg (1); Thomas Wildgrube

 

Kurt Fuchs, 05.02.2018, 18:05 Uhr

 

TSV Griebo, Dessauer Gäste und Schiedsrichter mit großem Sportgeist

Von Kurt Fuchs

Im Anhaltligapunktspiel der Männer setzten sich die favorisierten Gäste der SG Kühnau II bei der TSG Wittenberg mit 39:23 Toren durch.

Dabei ist es aber zunächst erforderlich die Umstände der Partie zu schildern, die hoffentlich die Ausnahme bleiben. Mit der Anreise des Heimteams gab es eine Stunde vor Spielbeginn zunächst allen Orten nur verblüffte Gesichter. Die zugewiesene Sporthalle in Griebo war bereits durch Tischtennis komplett belegt. Nicht nur im Handball, nein auch im Tischtennis war ein Punktspiel in dieser Sportstätte vergeben worden. Angesichts der Doppelbelegung wurde zwischen allen Beteiligten zunächst kurzfristig beraten, wie weiter zu verfahren sei. Die Grieboer Tischtennisspieler erklärten sich bereit, eine weitere Platte herzurichten und umgehend mit den Spielen zu beginnen. Sie schätzten, dass sie somit gegen 11:30 Uhr fertig sein könnten. Sowohl die Kühnauer Gäste als ebenso das Coswiger Schiedsrichtergespann waren wie der Gastgeber bereit, die Partie mit der avisierten Verzögerung noch an diesem Tag auszutragen. Der eng gestrickte Spielplan lässt es kaum zu, dass Spiel zu einem anderen Termin einzutakten, darin waren sich alle Anwesenden einig. Kurz vor High noon war dann alles zum Anpfiff hergerichtet.

Die Anfangsphase gehörte klar den Kühnauern, die immer wieder mit effektivem Gegenstoß und Kreuzbewegungen den TSG-Spielern das Nachsehen gaben. Zudem standen sie kompromisslos und kompakt in der Abwehr, so dass die Schwarz-Gelben kaum Torchancen kreieren konnten. Die 6:1-Führung nach sieben Minuten brachte dies klar zum Ausdruck. Danach pegelte sich das Spiel zunehmend bis zur Halbzeitpause auf beiden Seiten ein. Mit 12:18 Toren aus Gastgebersicht ging es in die Pause. In der TSG-Kabine wurden die Absprachen zu Angriffs- und Abwehraktionen für die zweite Spielhälfte getroffen. Das wurde aber auf dem Spielfeld in den ersten Minuten nach der Pause leider nicht umgesetzt. Die Kühnauer Reserve konnte mit einem 6:0-Lauf eine Vorentscheidung in der Partie beim 25:13 Zwischenstand schaffen. Dass war auch den Gastgebern bewusst. Ihnen muss jedoch ein großes Lob gezollt werden. Trotz des klaren Rückstandes und einigen angeschlagenen Spielern, die auf die Zähne bissen, waren sie bis zum Abpfiff engagiert. Sie wollten sich sowohl im Angriff als auch in der Abwehr besser als im Hinspiel präsentieren. Dies gelang mit Abstrichen durchaus, wenn in der Endabrechnung 23 Tore zu Buche standen. Vor allem Simon Weißkirchen, Mohammad Daneshiyar und David Kunze setzten hier Akzente. Die 39 Gegentore hingegen, davon über ein Dutzend Gegenstöße, sind hingegen ein deutlicher Fingerzeig, wo die Reserven bei den Schwarz-Gelben zu suchen sind. Trotz der aufopferungsvollen Spielweise von Guido Böttcher, Rene Schönemann und Simon Weißkirchen in der Abwehr, zogen die Gäste konsequent in sich bietende Lücken und schufen so Freiräume, die von ihren Mitspielern meist erfolgreich genutzt wurden. Auf die Abwehrarbeit und das Rückzugsverhalten in den Reihen der TSG Wittenberg muss in den nächsten Wochen ein größeres Augenmerk gerichtet werden. Die nächste Gelegenheit gibt es dazu bereits am kommenden Freitagabend, wenn der DRHV III die Wittenberger erwartet.

 

Aufstellung TSG Wittenberg:

Christoph Bock (TW); Kurt Fuchs (TW); Mohammad Daneshiyar (5); David Kunze (10/2), Patrick Gerlach; Simon Weißkirchen (4), Faraz Sadeghi Faal (1); Martin Busch; Guido Böttcher (1); Rene Schönemann (2/1)

 

Kurt Fuchs, 28.01.2018, 17:05

 

 

Big point der Schwarz Gelben bei der TuS Reserve in Gräfenhainichen

von Kurt Fuchs

 

In der der Anhaltliga der Männer gelang der TSG Wittenberg gegen die favorisierten Gastgeber des TuS 1947 Radis II ein überraschender Punktgewinn. Nach 60 umkämpften Minuten in einem fairen Kreisderby bejubelten die TSGer ihren ersten Auswärtspunkt der Saison beim 28:28 Endstand.

Kurios sind in dieser Partie einige Umstände, die dem Hinspiel in mehrfacher Hinsicht gleichen. Für die TSGer war es im September der erste Punktgewinn der laufenden Saison gewesen. Der Spielverlauf war lange Zeit von den Gästen aus Radis bestimmt worden und erst in der 40 Minute gingen damals die Gastgeber der TSG nach dem Anwurf erstmals in Führung. Diesmal bestimmten überraschenderweise die Lutherstädter über lange Zeit das Spielgeschehen und die Radiser gingen ihrerseits in der 42 min wieder in Führung. In der Schlussphase hatten die Radiser damals wie heute scheinbar die Nase vorn. Sie verpassten es aber in beiden Partien, eine Vorentscheidung mit einem Wirkungstreffer zu erzielen. Im Hinspiel drehten die Wittenberger in den letzten fünf Minuten einen 24:26 Rückstand zum 28:27-Erfolg. In diesem Spiel lagen die Schwarz-Gelben zum selben Zeitpunkt mit 28:25 Toren im Hintertreffen. Ein 3:0-Lauf brachte den umjubelten 28:28-Ausgleich. Sowohl im Hinspiel war der Teamgeist der Wittenberger mit ihrem Shooter David Kunze am Ende der Schlüssel zum Erfolg. Gleiches galt auch in dieser Partie, obwohl die Wittenberger auf fünf Positionen verändert aufliefen. Damals hatte aber auf Radiser Seite deren Shooter Christian Rupprecht einen rabenschwarzen Tag erwischt. Diesmal war er ein ebenbürtiges Pendant für den TSG-Shooter. Souverän als 7m-Schütze und aus dem Rückraum erzielte er 13 Tore für sein Radiser Team. Sein Gegenüber David Kunze konnte gegenüber dem Hinspiel sogar zweimal mehr einnetzen. 17 Tore standen am Ende zu Buche. Diese wären aber ohne den aufopferungsvollen Fight seiner Mitspieler, beginnend bei den Torleuten, der soliden Abwehrarbeit und dem variablen dynamischen Spiel im Angriff nicht möglich gewesen. Getreu dem Motto der Musketiere „Einer für alle – alle für einen“ spielten die Schwarz-Gelben an diesem Tag wie aus einem Guss. Zeigte schon das Brehna-Spiel in der ersten Hälfte welches Potential die Wittenberger als Mannschaft besitzen, als sie mehrere Rückschläge kompensierten, so stellten sie es in dieser Auswärtspartie nachdrücklich unter Beweis, dass sie mit kontinuierlicher Leistung über die gesamte Spieldauer durchaus in der Lage sind, etablierten Teams ebenbürtig zu sein. Besonders hervorzuheben ist dabei Tom Germer, der unermüdlich im Angriff aufs Tempo drückte und mit seinem Rückzugsverhalten zahlreiche Gegenstöße der Radiser verhinderte. Ohne den letzten Einsatz von Jens Leschner und Simon Weiskirchen im letzten Angriff der Gastgeber hätten die Schwarz-Gelben am Ende ohne Punkt die Heimreise antreten müssen. So war dieser verdiente erste Auswärtspunkt der Saison im Kreisderby ein Punkt der Moral und des Teamgeistes zugleich. Wenn es gelingt, diesen Spirit in den nächsten Spielen gleichermaßen abzurufen, sollte es nicht der letzte Punktgewinn gewesen sein. Ob dies bereits in der kommenden Partie gegen die Kühnauer Reserve gelingt, wäre vermessen, aber jedes Spiel beginnt bei Null und nach sechzig Minuten kann dann auf die Anzeigetafel geschaut werden.

 

Aufstellung TSG Wittenberg:

Christoph Bock (TW); Silvio Knorr (TW); Jens Leschner; Mohammad Daneshiyar (4); David Kunze (17/2), Patrick Gerlach; Tom Germer (1); Simon Weißkirchen (3), Faraz Sadeghi Faal; Dirk Frischkemuth-Boecker (3); Alexander Schlotbohm; Christian Kietz;

 

Kurt Fuchs, 20.01.2018, 23:55

 

Brehnaer Routine setzt sich nach der Halbzeit durch

von Kurt Fuchs

 

In der Anhaltliga erzielten die Männer des TSV Blau-Weiß Brehna einen klaren 36:24 Erfolg über die TSG Wittenberg. Dass dieser Spielausgang den Spielverlauf nur bedingt widerspiegelt, zeigt sich deutlich anhand der ersten Spielhälfte. Die Wittenberger konnten auf einen breiten Kader zurückgreifen und besaßen zudem zahlreiche Wechseloptionen. Im Unterschied zur letzten Partie fanden die Gastgeber einen Zugriff auf die Partie. Die Deckung stand deutlich solider und im Angriff führte Mittelmann Simon Weißkirchen klug Regie. Davon profitierten seine Mitspieler und nach acht Minuten lag der Außenseiter TSG Wittenberg erstmals mit 5:4 Toren in Führung. Leider musste nach diesem Tor der Wittenberger Shooter David Kunze verletzungsbedingt passen, so dass das Brehnaer Pendant Peter Ackermann sich zum Alleinvollstrecker der Partie entwickelte. Ihm gelang es mit 12 Treffern seine Scorerwerte auszubauen. Trotzdem gab es angesichts des vorhandenen Spielerkaders durchaus die leise Hoffnung, die Partie in erträglichem Rahmen zu gestalten. Den ersten Schock kompensierten die Wittenberger fast mühelos, verpassten es aber im Angriff klare Torchancen für eine deutlichere Führung zu nutzen. Bis zehn Minuten vor der Pause hatte die knappe Führung der Schwarz-Gelben bestand (11:10). Eine Zeitstrafe gegen den Spiritus Rector Simon Weißkirchen in dieser Partie, brachte die Gäste aus Brehna in Vorhand. Mit einem 3:0-Lauf gingen sie in Führung und behaupteten diese bis zum Seitenwechsel mit 15:12 Toren. Die Wittenberger hatten es gerade in dieser Phase durch sieben torlose Minuten versäumt, sich für die aufopferungsvolle Deckungsarbeit mit mehreren Ballgewinnen zu belohnen. So blieb der Treffer Nummer 12 vom deutlich formverbesserten Marian Knorr nach einem Gegenstoß vor der Pause das letzte TSG-Tor. Nach Wiederanpfiff erhöhten die Gäste innerhalb weniger Minuten ihren Vorsprung auf sechs Tore und der Wittenberger Coach reagierte mit einer Auszeit. Zwar pegelte sich die Partie in den kommenden Minuten ein, doch die Wittenberger konnten keine neuen Impulse im Spiel mehr setzen, um den Vorsprung der Gäste zu minimieren. Wenn ein Team Chance um Chance zunehmend liegen lässt, ist dass natürlich eine Einladung, die Brehna dankend annahm. Begünstigt durch wiederholte Deckungsunstimmigkeiten auf Wittenberger Seite kamen die Gäste in der Schlussviertelstunde noch zu einem deutlichen Auswärterfolg.

Das Resümee der Partie ist zum einen gegenüber der letzten Partie eine spielerisch deutlich aufsteigende Formkurve. Der Teamgeist bei den Schwarz-Gelben ist intakt. Woran gearbeit werden muss, sind die gegenwärtig aufgezeigten Schwachstellen im Deckungsverbund und Spiel. Ob dies ausgerechnet bei der heimstarken Radiser Reserve gelingt, wird sich zeigen.

 

Aufstellung TSG Wittenberg:

Christoph Bock (TW); Kurt Fuchs, Simon Weißkirchen (7); Marian Knorr (5); Silvio Knorr (TW); Guido Böttcher (1); Mohammad Daneshiyar (5); Martin Busch; Faraz Sadeghi Faal; Rene Schönemann (1/1); Hannes Dannenberg (1), Christian Kietz (1); Thomas Wildgrube; David Kunze (3)

 

Kurt Fuchs, 14.01.2018, 23:06

 

SV Finken Raguhn wurde Favoritenrolle gerecht

von Kurt Fuchs

 

In der Anhaltliga erzielten die Männer des SV Finken Raguhn einen klaren 39:18 Erfolg über die TSG Wittenberg. Den Wittenbergern war von Anbeginn klar, dass diese Partie gegen einen Meisterschaftsfavoriten nicht zu den Spielen gehört, wo am Ende Punkte gewonnen werden können. Trotzdem gab es angesichts des angereisten Spielerkaders durchaus die leise Hoffnung, die Partie in erträglichem Rahmen zu gestalten. Im Hinspiel hatte man den Gastgebern bis in die Schlussphase, aber mit einem anderen Spielerkader Paroli bieten können und eine Überraschung beim 32:34 knapp verpasst. Die große Unbekannte auf beiden Seiten war aber die wochenlange Spielpause. Während die Wittenberger noch in der Findungsphase waren, überzeugten die Raguhner vom Anpfiff weg mit temporeichem Spiel und energischem Zug zum Tor. Immer wieder wurden die entscheidenden Lücken in der TSG-Deckung gefunden und Ballverluste zu schnellen Gegenstößen dankend angenommen. Dass es nach zehn Minuten nur eine 7:2-Führung der Raguhner gab, lag vor allem an TSG-Torwart Silvio Knorr, der zu diesem Zeitpunkt bereits mehrere Großchancen der Gastgeber zu nichte machte. Ersatzcoach Tom Germer hatte genug gesehen und nahm die erste Auszeit. Vorsätze sind das eine, Umsetzung hingegen das andere. So könnte man das TSG-Spiel in Angriff und Abwehr an diesem Tag bezeichnen. Die Maßnahmen griffen alle nur wie ein Strohfeuer und kurze Zeit später hatten sich die Raguhner auf die veränderte Spielsituation eingestellt. Mit 8:18 Toren, eine Vorentscheidung in dieser Partie, ging es in die Pause. Dort wurden für die verbleibende Spielzeit zwei Ziele ausgegeben, sich besser als in der ersten Spielhälfte zu präsentieren und mehr Emotionen an den Tag zu legen. Letzteres gelang durchaus, aber die Achterbahnfahrt der ersten Spielhälfte setzte sich weiter fort. Einerseits konnte TSG-Neuzugang Faraz Sadeghi Faaz seinen ersten Treffer in einem Punktspiel erzielen. Andererseits verhinderte ein Kreisübertritt die Krönung eines genialen No-Lock-Passes. Licht und Schatten lagen in dieser Partie auf Wittenberger Seite zu eng und häufig beieinander. Den TSGern gelang sprichwörtlich kein Zugriff auf und in der Partie. Der klare Erfolg der Raguhner in einer fairen Partie war somit auch in dieser Höhe verdient. Auf Wittenberger Seite hielt sich die Enttäuschung in Grenzen. Die Verletztenliste wuchs nicht weiter an und es gab eine durchaus breit vertreilte Trefferquote. Die nun noch folgenden Auswärtspartien liegen in deutlich kürzerer Entfernung und zu früheren Zeitpunkten, als dieses Samstagabendspiel in Bitterfeld. Mit dem nächsten Spiel gegen den TSV Brehna könnte es zu einem Aufeinandertreffen der beiden aktuellen Topscorer der Anhaltliga kommen. Aktuell trennt den nun seit dem heutigen Spieltag Führenden Peter Ackermann (Brehna) 107 Tore, nur ein Treffer vom Zweitplatzierten David Kunze (TSG), der heute pausierte.

 

Aufstellung TSG Wittenberg:

Christoph Bock; Kurt Fuchs, Simon Weißkirchen (3); Marian Knorr (3); Silvio Knorr (TW); Guido Böttcher (1); Mohammad Daneshiyar (2); Martin Busch (3); Faraz Sadeghi Faal (1); Jens Leuschner; Patrick Gerlach (1); Rene Schönemann (3/2)

 

Kurt Fuchs, 06.01.2018, 23:06

 

TSG Wittenberg beschenkt sich mit Erfolg über Coswiger Reserve

von Kurt Fuchs

 

In der der Anhaltliga der Männer gelang der TSG Wittenberg gegen die favorisierten Gäste des SV Blau-Rot Coswig II mit 28:21 Toren erneut ein nicht zu erwartender Erfolg. Die Coswiger Reserve hatte am letzten Wochenende in der Anhaltliga die Wolfener Reserve mit einem Kantersieg auf die Heimreise geschickt. Zudem hatten sich die Gäste im bisherigen Saisonverlauf gerade bei den Spitzenteams sehr achtbar aus der Affäre gezogen und mussten oft erst in den Schlussminuten eine Niederlage quittieren. Ein positives Torverhältnis und eine Platzierung im Mittelfeld der Anhaltliga, sollten nun mit einem Auswärtserfolg bei der TSG Wittenberg zu einem ausgeglichenen Punktverhältnis führen. Die Schwarz-Gelben hingegen hatten am vergangenen Spieltag die Zerbster Reserve überrascht. Es trafen also zwei Teams aufeinander, die beide mental gestärkt waren. Auf der anderen Seite war es aber auch ein Aufeinandertreffen von Spielern, die bereits in beiden Vereinen aktiv gewesen waren. In der statistischen Gegenüberstellung gab es gleich mehrere Gemeinsamkeiten. Beide Teams hatten bisher nur zwei Drittel der Siebenmeter verwandeln können und hinsichtlich der Zeitstrafen gab es vor der Partie eine Übereinstimmung.

Die Partie begann aus Sicht der TSG Wittenberger mit einem Traumstart. Nach einer Viertelstunde lagen die Gastgeber bereits mit 9:3 Toren in Führung und zwangen die Gäste in eine Auszeit. Die Coswiger hatten bis dato kaum Lücken im Wittenberger Abwehrverbund gefunden, der von Dirk Frischkemuth-Boecker ausgezeichnet koordiniert wurde. Eine solide Torwartleistung und ein mannschaftsdienliches Spiel der Schwarz-Gelben mit geringer Fehlerquote trugen zu diesem Zwischenstand bei. Die vorgenommenen Umstellungen griffen in der Folgezeit nur bedingt, weil sie mit einer aggressiveren Abwehrarbeit verbunden wurde, die Zeitstrafen nach sich zog. Trotzdem konnten die Gäste die Partie ausgeglichener gestalten und den Rückstand bis zur Pause auf 10:14 Tore verkürzen.

In der Halbzeitansprache machte „Ersatz-Coach“ Simon Weißkirchen allen Beteiligten klar, dass weiterhin konsequent in der Abwehr und im Angriff gespielt werden muss. Ruhe und Besonnenheit im Spielaufbau und keine Tempohatz gegen die Youngsters aus Coswig waren die angesagten Prämissen.

Die Wittenberger beherzigten diese Worte, ließen jedoch in der Anfangsphase die eine oder andere Torgelegenheit aus. Da die Coswiger nahtlos an ihrer Spielweise festhielten, konnten sie Tor um Tor verkürzen und erzielten zwanzig Minuten vor dem Ende das Anschlusstor zum 17:16. Der Wittenberger Coach reagierte sofort mit einer Auszeit, um den Lauf der Gäste zu unterbrechen. Das gelang mit einem 5:0-Zwischenspurt sehr überzeugend und wurde zudem durch Undiszipliniertheiten von Coswiger Spielern begünstigt. Die Schwarz-Gelben hielten sich konsequent bis zum Abpfiff an den ausgegebenen Matchplan und gewannen das Spiel verdient. Die Coswiger hingegen fanden keine Mittel, um im Spiel neue Impulse zu setzen und mussten mit einer 21:28 Niederlage den kurzen Heimweg antreten. Der Jubel auf Wittenberger Seite hingegen kannte keine Grenzen. Erneut sind trotz aller personellen Widrigkeiten alle Spieler über sich hinausgewachsen und haben mit Teamspirit den Erfolg gesucht und gefunden. Dass damit die sich anschließende Weihnachtsfeier mit Spielern, Frauen und Kindern in sehr gelockerter Atmosphäre verlief, versteht sich von selbst. Mit 6:16 Punkten liegen die Schwarz-Gelben mit ihrem selbstgesteckten Saisonspiel voll im Soll und haben den Anschluss an das Mittelfeld der Anhaltliga mit Rang 11 hergestellt. Die sportlich verordnete Pause kommt trotz der letzten Erfolge zur rechten Zeit, dass die angeschlagenen Spieler ihre Blessuren und Verletzungen auskurieren können.

 

 

Aufstellung TSG Wittenberg:

Christoph Bock (TW); Mohammad Daneshiyar (4); David Kunze (18/2), Marian Knorr, Dirk Frischkemuth-Boecker (2); Rene Schönemann (1); Guido Böttcher; Tom Germer; Christian Höse; Martin Busch (3); Thomas Wildgrube; Jens Leschner

 

Kurt Fuchs, 26.11.2017, 11:55

 

TSG Wittenberg überrascht die Zerbster Reserve

von Kurt Fuchs

 

In der der Anhaltliga der Männer gelang der TSG Wittenberg gegen die klar favorisierten Gäste des HSV 2000 Zerbst II mit 39:34 Toren ein nicht zu erwartender Erfolg. Die Gäste aus Zerbst waren nach einem etwas holprigen Saisonauftakt spätestens mit dem Paukenschlag beim Verbandsligaabsteiger SG Kühnau II am letzten Wochenende in der Anhaltliga der Männer angekommen. Mit einem jungen dynamischen Team gepaart mit der Cleverness und Erfahrung oberligagestählter Spieler wie Markus Natho sollten heute in Wittenberg die nächsten Pluspunkte verbucht werden. Damit hätten sie dann ein ausgeglichenes Punktekonto und sich gleichzeitig im Mittelfeld der Tabelle festgesetzt. Für das letzte Aufgebot der Wittenberger Gastgeber galt es möglichst lange die Partie offen gestalten und ohne weitere Ausfälle das Spiel über die Runden zu bringen. Immerhin hatten sich unter der Woche noch mehrere Spieler krankheits- und arbeitsbedingt abgemeldet.

Die Wittenberger waren jedoch vom Anwurf weg hellwach und konnten trotz der Sonderbewachung für ihren Shooter David Kunze mit variablen Kreuzungen die Zerbster düpieren. Zum anderen war die Abwehr im Vergleich zum Spiel in Wolfen deutlich variabler. Ein verwandelter Freiwurf durch David Kunze brachte die Gastgeber mit 3:1 in Führung, was zeitgleich der 200. Saisontreffer für die Schwarz-Gelben war. Die Wittenberger behaupteten auch weiterhin ihre knappe Führung. Mehrfach konnte sich TSG-Keeper Christoph Bock glänzend in Szene setzen und im Angriff wurden immer wieder gute Torchancen kreiert. Kleines Manko war die Verwertung klarer Torgelegenheiten und punktuell das Rückzugsverhalten. Die Zerbster verfügten über ein rasantes und effektives Umkehrspiel ihrer Youngsters wie Maximilian Lemke oder Tino Tiepelmann. Damit hielten sie immer wieder den Anschluss, ohne jedoch auszugleichen oder selbst in Führung gehen zu können. Neben der mannschaftsdienlichen Spielweise, die zuletzt berechtigt in der Kritik stand, konnten die Wittenberger sich heute in Unterzahlsituationen schadlos halten. Mit diesem Momentum und fortschreitender Spielzeit konnten die Schwarz-Gelben ihre Führung zunehmend ausbauen. Dabei konnten sich alle Spieler immer wieder erfolgreich in Szene setzen und strahlten von allen Positionen Torgefahr aus. Zehn Minuten vor dem Ende betrug der Vorsprung der TSG Wittenberg beim 35:27 Zwischenstand bereits acht Tore. Vielleicht glaubte so mancher in den Reihen der Wittenberger nun, der Rest wird ein Selbstläufer oder hatte Angst vor der eigenen Courage tatsächlich dieses Spiel gewinnen zu können. Mehrere leichtfertige Ballverluste luden die Zerbster zu Gegenstößen ein und eröffneten ihnen nach einem 4:0-Lauf innerhalb von drei Minuten ursplötzlich die Chance, doch noch was Zählbares aus der Lutherstadt mitzunehmen. In einer Auszeit der TSG Wittenberg wurden die Aktionen der nächsten Minuten abgestimmt und die letzten Kräfte mobilisiert. Die Zerbster ihrerseits intensivierten ihre Abwehrarbeit, konnten aber das Momentum für ihre gefährlichen Gegenstöße nicht mehr nutzen. Damit wurde es zugleich ein Spiel gegen die Uhr. Parallel dazu hatten sie mit ihrem lauf- und kräfteintensiven Spiel jetzt mehrfach in der Abwehr das Nachsehen und kassierten zudem noch Strafzeiten. In diesem Überzahlspiel ließen die TSGer sprichwörtlich nichts mehr anbrennen. Mit 39:34 Toren wurde ein Erfolg verbucht, den vorab keiner auf der Rechnung hatte. Der Sieg war auch in dieser Höhe vollauf verdient und war ein Sieg der Moral. Er basierte auf einer Mannschaftsleistung, die in Abwehr und Angriff das Potenzial des Wittenberger Teams offengelegt hatte. Nun kommt es darauf an, dies ebenso in den nächsten Spielen unter Beweis zu stellen. Das Kreisderby gegen Coswigs Reserve vor der Frauen-WM-Pause bietet dafür die nächste Gelegenheit.

 

Aufstellung TSG Wittenberg:

Christoph Bock (TW); Kurt Fuchs; Mohammad Daneshiyar (4); David Kunze (17), Marian Knorr (2), Dirk Frischkemuth-Boecker (2); Rene Schönemann (4); Guido Böttcher; Tom Germer (10)

 

Kurt Fuchs, 18.11.2017, 17:55

 

Wolfener Reserve nutzt Heimvorteil gegen TSG

 

Zum Auftakt der Karnevalssaison standen sich in Wolfen die Teams der HSG 2000 Wolfen II und TSG Wittenberg im Spielbetrieb der Anhaltliga der Männer gegenüber. Beide Mannschaften trennte vor der Partie ein einziger Punkt. Nach der 28:18-Niederlage der Wittenberger, war dies immer noch der Fall. Es wurden aber die Plätze getauscht und nun liegen die Wolfener einen Punkt vor den Wittenbergern. Angesichts der frühen Anwurfzeit am Samstag stand den Schwarz-Gelben arbeits- und verletzungsbedingt nicht der komplette Kader zur Verfügung. Trotzdem gab es in den Reihen der Wittenberger verhaltenen Optimismus in diesem Spiel nicht chancenlos zu sein. Die umfänglicher besetzte Bank der Gastgeber beeindruckte da weniger. In den Anfangsminuten konnten die Wittenberger in Führung gehen. Mehrere Ballverluste, Pfostenwürfe und Paraden des Wolfener Keepers ließen dann jedoch das Spiel zugunsten der Gastgeber kippen. Als nach einer Viertelstunde die Wolfener auf 8:4 davongezogen waren, nahmen die Elbestädter ihre erste Auszeit. Die vorgenommenen Umstellungen brachten kurzfristig Erfolg und beim 7:9 Zwischenstand waren die Gäste wieder im Spiel. Wie nach dem Auftakt wurde jedoch im Angriff zu statisch agiert und nicht konsequent in der Abwehr gearbeitet. Infolge dessen gerieten die Wittenberger bis zur Pause wieder mit 9:13 Toren in Rückstand.

In der Pause wurden die Dinge angesprochen, die verbessert werden könnten, um wieder ins Spiel zu finden. Vier Tore im Handball sind nichts und die Partie war noch nicht entschieden. Die Theorie ist das eine, die Praxis hingegen das andere. Wenn zudem Siebenmeter und klare Torgelegenheiten durch zahlreiche Pfostenwürfe ausgelassen werden, wird das Vorhaben zum schier unmöglichen Unterfangen. Trotz der Schwächen im TSG-Spiel blieb die Partie beim 18:14 Zwischenstand eine Viertelstunde vor Spielende noch völlig offen. Mehrere Gegenstöße der Gastgeber ließen den Vorsprung jedoch innerhalb von drei Minuten wieder anwachsen. Der Versuch mit einer Auszeit hier noch gegen zu steuern, trug keine Früchte. Die Gastgeber spielten sich nun in einen regelrechten Rausch, dem die Wittenberger nichts mehr entgegenzusetzen hatten. Den Gästen kann bescheinigt werden, dass jeder Einzelne bis zum Spielende um eine Resultatsverbesserung bemüht war. Zudem war eine Ausgeglichenheit bei den Torschützen gegeben, wie lange nicht mehr. Andererseits lag die Krux des Spiels der TSGer an diesem Tage darin begründet, das sowohl im Angriff als auch in der Abwehr die Spieler oftmals auf sich alleingestellt waren und weniger als Team agiert wurde. Daran gilt es vor allem im Training intensiv zu arbeiten, um dies in den kommenden Spielen abstellen zu können. Hier kommt die Spielpause im Dezember durch die Frauen-WM bedingt vielleicht gerade zur rechten Zeit.

 

Aufstellung TSG Wittenberg:

Christoph Bock (TW 2); Kurt Fuchs (TW), Hannes Dannenberg; Simon Weißkirchen (3); Marian Knorr (3); Guido Böttcher (3); Christian Kietz (1) Mohammad Daneshiyar (3); Tom Germer (3);

 

Kurt Fuchs, 12.11.2017, 11:17 Uhr

 

Klare Rollenverteilung im Kreisderby TSG Wittenberg gegen TV Frischauf Holzdorf

von Kurt Fuchs

 

In der Anhaltliga erzielten die Männer des TV Frischauf Holzdorf einen klaren 39:22 Auswärtserfolg bei der TSG Wittenberg. Den Wittenbergern war von Anbeginn klar, dass diese Partie gegen einen Meisterschaftsfavoriten nicht zu den Spielen gehört, wo am Ende Punkte gewonnen werden können. Verschärft wurde diese Situation durch zahlreiche Verletzungen und Absagen im Vorfeld, so dass die Mannschaft auf mehrere Leistungsträger verzichten musste. Dankenswerterweise schnürten jedoch einige TSG-Oldstars ihre Schuhe und stellten sich in den Dienst des TSG-Teams. Angesichts dieser Ausgangslage war es nicht verwunderlich, dass der umfänglich besetzte Kader der Holzdorfer von Anbeginn seiner Favoritenrolle gerecht wurde. Mit temporeichem Spiel und energischem Zug zum Tor wurden immer wieder die entscheidenden Lücken in der TSG-Deckung gefunden. Bereits nach zehn Minuten hatten die Gäste eine komfortable 9:2-Führung herausgeworfen. Hochgerechnet auf die gesamte Spielzeit hätte dies einen 54:12-Erfolg für die Holzdorfer bedeutet. Zum Glück kamen beide Teams hier von ihrer Marschroute ab. Die restliche Spielzeit bis zur Pause separat gesehen gestalteten die Schwarz-Gelben nur noch 7:11. Vor allem der Deckungsverband der TSGer agierte nun etwas umsichtiger und ihr Keeper Silvio Knorr konnte sich mehrfach auszeichnen. So parierte in der Partie alle drei Siebenmeter der Holzdorfer. Mit 9:20, eine Vorentscheidung in dieser Partie, ging es in die Pause. Dort wurden für die verbleibende Spielzeit zwei Ziele ausgegeben, unter 40 und über 20. Angesichts des bisherigen Spielverlaufes war dies schon eine große sportliche Herausforderung für den krassen Außenseiter.

Die Wittenberger mühten sich mit ihren Möglichkeiten nach Kräften und schafften es sogar mehr Tore als in der ersten Spielhälfte zu erzielen. Mit 13:19 ging auch die zweite Spielhälfte an die Holzdorfer und beide Vorgaben waren am Ende erfüllt. Vor allem Mohammad Daneshiyar erwies sich mit seinen ansatzlosen Schlagwürfen als treffsicherer TSG-Schütze. Zudem schafften es die Schwarz-Gelben auch mal eine Überzahlsituation erfolgreich auszuspielen. Man muss aber hierzu anmerken, dass die Holzdorfer angesichts der klaren Führung zunehmend Spielzüge ausprobierten und in ihrer Konzentration etwas nachließen, was den Gastgebern zu gute kam. Trotzdem liefen die Holzdorfer Gäste über ihr spielgestaltendes Dreigestirn Eric Ziemer, Mathias Radunz und Werner Florian (alle 8 Tore) konsequent bis in die Schlusssekunden ihre Gegenstöße. Der klare Erfolg der Holzdorfer in einer fairen Partie war auch in dieser Höhe verdient. Auf Wittenberger Seite hielt sich die Enttäuschung in Grenzen und die Verletztenliste wuchs nicht weiter an. Die Top 7 der Liga haben die Schwarz-Gelben nach diesem Spiel in der Hinrunde hinter sich. Nun wird sich zeigen, ob der aktuell ausgedünnte Kader in der Lage ist, gegen die anderen Teams mitzuhalten und zu punkten. Die erste Option dazu gibt es kommende Woche Samstag beim Auswärtsspiel in Wolfen.

 

Aufstellung TSG Wittenberg:

Christoph Bock (1); Kurt Fuchs, Hannes Dannenberg (1); Simon Weißkirchen (2); Marian Knorr (6); Silvio Knorr (TW); Guido Böttcher (1); Thomas Wildgrube (3/1); Mohammad Daneshiyar (8)

 

Kurt Fuchs, 05.11.2017, 17:00

 

 

TSG Wittenberg gibt Stadtderby in der Schlussphase noch aus der Hand

von Kurt Fuchs

In der der Anhaltliga der Männer unterlag die TSG Wittenberg beim Lokalrivalen SV Grün-Weiß Wittenberg-Piesteritz mit 20:23 Toren. Trotz personeller Ausfälle auf beiden Seiten beeindruckten die Gastgeber zunächst mit einem 10köpfigen Kader, darunter einige Akteure, die schon im ersten Team Verbandsligaluft geschnuppert hatten. Davon war aber in der Anfangsphase zunächst wenig zu verspüren. Nach nervösem Beginn auf beiden Seiten entwickelte sich zunächst ein ausgeglichenes Spiel zwischen beiden Teams. Die Akzente, die die Grün-Weißen immer wieder über den Rückraum setzen wollten, wurden von der aufmerksamen Deckung der Schwarz-Gelben zu nichte gemacht. Was dennoch aufs Tor kam, war eine sichere Beute des TSG-Keepers Silvio Knorr, der eine ganz starke Partie ablieferte. Obwohl TSG-Shooter David Kunze von Anbeginn eine Sonderbewachung erhielt, war er bei Freiwürfen immer wieder präsent und erfolgreich. Vor diesem Hintergrund kamen die Spieler der TSG Wittenberg immer besser zum Zuge und bestimmten ab der 10. Minute das Geschehen auf dem Parkett. Das es zur Pause nur 8:12 aus Sicht der Grün-Weißen stand, hatte zwei Gründe. Zum einen stand Steffen Bley als Grün-Weißer Keeper seinem Gegenüber im nichts nach und konnte sich wiederholt gläzend in Szene setzen. Zum anderen hatten die TSGer Probleme in der Ballkontrolle und verwerteten zahlreiche klare Wurfchancen nicht. Nach dem Seitenwechsel gelang es keinem Team sich einen spielentscheidenden Vorteil zu verschaffen. Während die Gastgeber mit ihren Toren den Anschluss hielten, schafften es die TSGer nicht, den Vorsprung auszubauen. Bei einer 20:18-Führung verpassten es aber die Gäste, mit einem möglichen Treffer eine kleine Vorentscheidung zu erzielen. Im Gegenteil, in dieser spielentscheidenden Phase kassierten die TSGer zwei Zeitstrafen und es unterliefen ihnen mehrere leichtfertige Ballverluste. Diese Einladung ließen sich die Grün-Weißen nicht nehmen. In den letzten fünf Spielminuten kamen sie zu einem spielentscheidenden 5:0-Zwischenspurt, der am Ende zur 20:23-Niederlage aus TSG-Sicht führte. Angesichts einer über 50 Minuten währenden Führung der TSGer in dieser Partie, war der Spielausgang eine Enttäuschung. Gerade in der Schlussphase fehlte eine „ordnende Hand“ und Struktur in den Reihen der Schwarz-Gelben gepaart mit einer Portion Cleverness, um am Ende etwas Zählbares mitzunehmen. Was die Partie aber gezeigt hat, dass man gegen Teams der zweiten Tabellenhälfte durchaus auf Augenhöhe mitspielen kann. Letztendlich waren es nur Kleinigkeiten, die das Spiel zugunsten der Grün-Weißen entschieden. Das sollte Mut für die kommenden Partien der Hinrunde bis zur verordneten Frauen-WM-Pause im Dezember machen.

 

Aufstellung SV Grün-Weiß Wittenberg-Piesteritz II

Robin Hentze (6); Marcus Ringlepp (3); Thomas Noack; Tim Wegener (7); Rene Peper, Patrick Lehmann (2); Paul Grasenack (3); Fabian Hoese; Steffen Bley (TW), Marco Korbien (2);

 

Aufstellung TSG Wittenberg:

Christoph Bock (2); Martin Busch; Thomas Wildgrube, Guido Böttcher; Tom Germer (4); Silvio Knorr (TW); Marian Knorr (4); David Kunze (9)

Alexander Schlotbohm (1); Hannes Dannenberg; Mohammad Daneshiyar; Christian Kietz

 

Kurt Fuchs, 05.11.2017, 17:35

 

TSGer unterliegen der SG ABUS

 

In der Anhaltliga der Männer mussten die Schwarz-Gelben der TSG Wittenberg in der MZH Griebo die nächste Niederlage in der laufenden Saison hinnehmen. Gegen die SG ABUS Dessau, aktuell Tabellenfünfter, unterlagen sie mit 27:37 Toren. Der Erfolg der Gäste war auch in dieser Höhe verdient, denn die Wittenberger fanden nur sehr schwer in die Partie. In der Abwehr kam man den „berühmten Schritt“ zu spät und im Angriff agierte man zu statisch und leistete sich zu viele technische Fehler. Mit ihrem konsequenten Pressing und einem schnellen Umkehrspiel zogen die Dessauer bereits in der Anfangsphase auf 4:1 Tore davon. Als die Wittenberger zwischenzeitlich auf 4:6 verkürzten, hatten sie es gerade in diesem Spielabschnitt durch das Auslassen mehrerer Großchancen versäumt, den Druck auf die Gäste weiter zu erhöhen. Der verletzungsbedingte Ausfall eines TSG-Spielers und die Paraden des Dessauer Keepers Marco Droth schienen die Wittenberger Mannschaft regelrecht zu lähmen. Eine siebenminütige Torflaute ließ die ABUS-Spieler nun auf 4:11 Tore davonziehen. Mit ihrem schnellen Kombinationsspiel fanden die Gäste immer wieder die Lücken am Kreis oder den Halbpositionen, die sie erfolgreich nutzten. Gerade das Duo Enrico Saack und Ronny Matthey, die gemeinsam in der ersten Spielhälfte dreizehn Treffer markierten, waren kaum zu bremsen. Mit 11:21 Toren ging es aus Wittenberger Sicht in die Pause, was einer Vorentscheidung in dieser Partie gleich kam. Nach dem Wechsel ging es aus Wittenberger Sicht darum, das Spiel „ordentlich“ über die Bühne zu bringen und die eigenen Fehler zu minimieren. Dies gelang nur mit Abstrichen, denn die Dessauer hielten das Tempo hoch und lagen zehn Minuten vor Ultimo beim 18:33 Toren klar in Führung. Angesichts des sicheren Erfolges ließ auf der Gäste-Seite die Konzentration im Spiel ein wenig nach. Andererseits waren aber die TSGer bis zum Schlusspfiff bemüht Tore zu erzielen, allen voran Shooter David Kunze, dem allein neunzehn Tore in der Partie gelangen. Ein 9:4-Lauf in den letzten Minuten der Partie zeugt davon, dass die Moral im Wittenberger Team intakt ist. Das Spiel gilt es schnell abzuhaken, die positiven Dinge mitzunehmen und an der Minimierung der Fehler zu arbeiten. In den nächsten Wochen stehen nun bis auf den TV Frischauf Holzdorf Mannschaften aus der zweiten Tabellenhälfte auf dem Programm der TSGer. Danach wird man erst sehen, wo die Schwarz-Gelben in dieser Saison in der Anhaltliga einzuordnen sind.

 

Aufstellung TSG Wittenberg:

Silvio Knorr (TW); Christoph Bock (1); Martin Busch; David Kunze (19), Tom Germer (3); Hannes Dannenberg; Guido Böttcher (1), Mohammad Daneshiyar (1); Simon Weißkirchen (1), Marian Knorr, Christian Kietz (1); Kurt Fuchs; Gerlach Patrick

 

 

 

Primus Apollensdorf wird Favoritenrolle gerecht

 

In der Anhaltliga der Männer konnte der aktuelle Spitzenreiter, der SV 07 Apollensdorf, in der gutbesuchten MZH Griebo seine Führungsposition behaupten. Mit 41:20 Toren gewann einer der Titelanwärter auf die Meisterschaft gegen die TSG Wittenberg souverän und auch in dieser Höhe verdient. Von Anbeginn zogen die Apollensdorfer aus ihrer kompakten Abwehr heraus ein druckvolles schnelles Umkehrspiel auf, dem die TSGer kaum etwas entgegenzusetzen hatten. Immer wieder waren sie den entscheidenen Moment zu spät am Mann oder konnten entstandene Lücken in der Abwehr nicht rechtzeitig schließen. Im Angriff agierte man zu statisch, verzettelte sich wiederholt in Einzelaktionen oder konnte die sich bietenden Chancen nicht verwerten. Hinzu kamen mehrere unnötige Ballverluste, die die Apollensdorfer dankbar zu erfolgreichen Gegenstößen einluden. Bereits nach einer Viertelstunde war beim 11:3-Zwischenstand eine Vorentscheidung in dieser Partie gefallen. Als die Schwarz-Gelben-TSGer innerhalb weniger Minuten mehrere Treffer erzielen konnten, wurde der bis dato gefährlichste Schütze, David Kunze, für den Rest des Spiels in Einzelmanndeckung genommen. Bis zur Pause konnten die Apollensdorfer ihren Vorsprung auf 19:7 ausbauen. Nach dem Wechsel drehte vor allem der Apollensdorfer Justin Bender, mit 13 Toren erfolgreichster Schütze seines Teams, auf. Die ersten fünf Treffer nach der Pause gingen alle auf sein Konto. Zudem markierte er beim 31:14 den 200. Treffer der Saison für seine Mannschaft. Sein Gegenpart auf TSG-Seite war David Kunze, dem 7 Treffer im Spiel gelangen, darunter war das 10:25 gleichzeitig der 100. Saisontreffer für die Schwarz-Gelben. Nach sieben gespielten Minuten in der zweiten Spielhälfte gab es jedoch einen Bruch im Spiel. Während die Gastgeber nun mit ihren Chancen sündigten und sich der Wittenberger Torwart Christoph Bock gleich mehrfach glänzend in Szene setzen konnte, ging auf TSG-Seiten gleichermaßen ein Ruck durchs Team. Sie verschafften sich nun ihrerseits immer wieder gute Wurfsituationen und nutzten sie wiederholt. Zwölf Minuten vor Spielende war der zwischenzeitlich klare Vorsprung nach der Pause beim 32:15 nur um ein mageres Tor angewachsen. Angesichts der Spielstärke der Spitzenteams in der Liga wollten die Apollensdorfer unbedingt ihr Torkonto in dieser Partie weiter ausbauen. So wechselten sie in ihre Anfangsformation zurück und verschärften nochmals das Tempo. Mit einem 9:5-Schlussspurt gelang es ihnen zwar die 40-Tore-Marke zu knacken, andererseits gingen die TSGer mit 20 erzielten Toren trotz der klaren Niederlage versöhnlich und erhobenen Hauptes aus der sehr fair geführten Partie heraus. Mit seinen vier Toren gab Marien Knorr zudem einen erfolgreichen Wiedereinstieg in die Reihen der TSG Wittenberg.

Immerhin haben die Schwarz-Gelben in ihrem Auftaktprogramm nun bereits gegen fünf der ersten sieben Teams der Anhaltliga gespielt. Mit der SG ABUS erwarten sie am kommenden Sonntag an gleicher Stelle ein weiteres Team aus dem Vorderfeld. Die Dessauer belegen aktuell Rang 5, während die TSGer auf Platz 11 liegen. Erst danach folgen Mannschaften, die gegenwärtig in der zweiten Tabellenhälfte zu finden sind.

 

Aufstellung TSG Wittenberg:

Christoph Bock (TW); Kurt Fuchs; Mohammad Daneshiyar (5); David Kunze (7), Marian Knorr (4), Thomas Wildgrube, Simon Weißkirchen, Alexander Schlotbohm, Guido Böttcher, Christian Kietz; Tom Germer (4)

 

Kurt Fuchs, 14.10.2017, 22:36

 

TSGer mit gebrauchtem Tag beim Staffelprimus

 

Die Schwarz-Gelben aus der Lutherstadt Wittenberg erwischten am späten Sonntagnachmittag im Berufsschulzentrum in Dessau gegen den aktuellen Spitzenreiter der Anhaltliga und Verbandsligaabsteiger, die SG Kühnau II einen regelrechten „gebrauchten“ Tag. Sie unterlagen, auch in dieser Höhe verdient, mit 38:18-Toren. Ob hier die kurzfristigen entstandenen Trainingsabsagen eine Rolle gespielt haben, lässt sich nicht sagen. Trotz eines für Auswärtsspiele ungewöhnlich starken personellen Aufgebotes, fanden die Wittenberger von Anbeginn nicht ins Spiel. Gehandicapt durch noch nicht ausgestandene Blessuren aus der Partie gegen Radis II aus der Vorwoche und mit einem rigorosen Verbot jeglicher Klebemittel konfrontiert, wurde der Ball in den Reihen der Schwarz-Gelben bei einigen Spielern wie zu einem Spiel mit „heißen Kartoffeln“ oder „rohen Eiern“. Jeder Fehlwurf und Ballverlust der Wittenberger führte auf Seiten der Kühnauer zu einem konsequent vorgetragenen Tempospiel. Nach einer Viertelstunde war beim Zwischenstand von 12:2 für die SG die Partie bereits vorentschieden. Dies schien auch die örtliche Zeitmessung so gesehen zu haben, die kurz darauf ihren Dienst versagte. Das bis zum Pausenstand der Kühnauer Sturmlauf anhielt, geriet angesichts des verletzungsbedingten Ausscheidens eines Kühnauer Spielers nach einer Angriffsaktion zur Nebensache. Dem Sportfreund sei an dieser Stelle eine baldige Genesung gewünscht. Mit 24:6-Toren für die SG Kühnau ging es in die Halbzeitpause. In einer ruhigen Atmosphäre wurden die Umstellungen für die zweite Spielhälfte besprochen, um das Spiel verletzungsfrei und mit Anstand über die Runden zu bringen. Dieses Vorhaben gelang den Wittenbergern durchaus. Im Angriff wurden die Chancen, die nun herausgearbeitet worden, weitgehend genutzt. Die Deckung stand konsequenter und dahinter konnte sich Torwart Christoph Bock gleich mehrfach hervorragend in Szene setzen. In die Karten spielte dabei den Gästen, dass die Kühnauer nun verstärkt den Spielern aus der „zweiten Reihe“ Spielanteile einräumten. Die Gastgeber blieben zwar ihrem dynamisch vorgetragenem Tempospiel und der resoluten Deckungsarbeit treu, dem aber wiederholt nun die Präzision im Abschluss fehlte. Das konnten die TSGer nutzen, die in der zweiten Spielhälfte nur mit 14:12 Toren das Nachsehen hatten. Zudem dürfte es den Gastgebern mit dem 40. Treffer vor Augen gar nicht geschmeckt haben, in den letzten dreißig Sekunden des Spiels bei doppelter Überzahl noch zwei Gegentreffer zum 38:18 Endstand kassiert zu haben. Trotz der „Klatsche“ gegen den Spitzenreiter, die SG Kühnau II, stimmen Moral und Einsatzwillen auf Wittenberger Seite zuversichtlich für die künftigen Spiele.

 

Aufstellung TSG Wittenberg:

Christoph Bock (TW); Paul Vogel (TW); Kurt Fuchs; Mohammad Daneshiyar; David Kunze (13), Silvio Knorr; Simon Weißkirchen (1), Tom Germer (3); Hannes Dannenberg (1); Patrick Gerlach, Martin Busch

 

Kurt Fuchs, 17.09., 23:56

 

David gegen Radis – ein Gleichnis

von Kurt Fuchs

In der der Anhaltliga der Männer gelang der TSG Wittenberg gegen die klar favorisierten Gäste des TuS 1947 Radis II ein überraschender Erfolg mit 28:27 Toren.

Dieses Spiel David gegen Goliath besaß eine Dramaturgie, wie sie nur der Sport hervorbringen kann. Die Wittenberger Gastgeber gingen zwar in diesem Kreisderby durch David Kunze mit 1:0 in Führung, doch dann bestimmte der letztjährige Vierte der Verbandsliga, das Radiser Reserveteam, das Spielgeschehen auf dem Parkett der Mehrzweckhalle in Griebo. Bereits nach zwei Spielminuten waren sie per Gegenstöße auf 4:1 enteilt und lagen beim 12:7 in der 21 Minute bereits deutlich in Führung. In dieser ersten Halbzeit war es vor allem David Kunzes Treffsicherheit zu verdanken, dass das Spiel zur Pause wieder offen war. Beim Zwischenstand von 12:14 aus Wittenberger Sicht hatte er allein 9 Tore erzielt. Weitere Gründe waren eine zunehmend verbesserte Deckungsarbeit der Gastgeber, die die Radiser immer wieder in den Positionsangriff zwangen. Davon profitierte vor allem TSG-Torwart Paul Vogel, der sich zunehmend steigern konnte und dem Team damit Rückhalt bot. Die Radiser hatten nach dem Wechsel in dieser Partie nun deutlich mehr Mühen mit dem TSG-Team, als es im Vorfeld zu erwarten gewesen wäre. Daran änderte auch die vorgenommene Einzelmanndeckung gegen David Kunze nichts. Nun zogen Mohammad Daneshiyar und Simon Weißkirchen geschickt die Fäden in den Reihen der Wittenberger. Zudem verschafften sie ihrem torgefährlichen Shooter David Kunze immer wieder Lücken, die er konsequent mit seinen Torwürfen nutzen konnte. Nach 40 Minuten war das Spiel wieder völlig offen und die TSGer hatten erstmals beim 20:19 Zwischenstand wieder die Führung in dieser Partie übernommen. Getroffen hatte: David Kunze. Eine dramatische spannende Schlussphase zeichnete sich ab. Beide Teams schenkten sich sprichwörtlich nichts, um jeden Zentimeter und Ball auf dem Spielfeld wurde gerungen. Zudem konnten sich die Keeper beider Teams immer wieder glänzend in Szene setzen und hochkaratige Torgelegenheiten zunichte machen. Als nach einem Doppelschlag neun Minuten vor Ultimo die Gäste aus Radis mit 26:24 Tore wieder in Führung gingen, schien sich das Momentum zu ihren Gunsten zu neigen. Mit unbändigen Teamgeist und einem schier unüberwindbaren Paul Vogel im Wittenberger Gehäuse schafften die Schwarz-Gelben einen 4:1-Lauf, der zum umjubelten Heimerfolg der TSG Wittenberg führte. Wie nicht anders zu erwarten, hatte David Kunzes 15. Treffer der Partie eine Minute vor dem Abpfiff den Sieg beschert. Sicher kann man ihn als „Man of the Match“ küren, doch in diesem Spiel greift dies zu kurz. Auf Seiten der Gastgeber gab es eine Mannschaftsleistung, die zunächst über die Abwehr sich in die Partie zurückkämpfte und dann zunehmend spielerische Lösungen für die neuen Deckungsvarianten der Radiser fand. Großen Anteil daran hatte Torwart Paul Vogel, der in den letzten Minuten nicht nur seinen Kasten regelrecht vernagelte, sondern damit bei den Gästewerfern regelrechtes Nervenflattern verursachte. Deren torgefährlichste Option, der schnelle Gegenstoß, kam in der zweiten Hälfte ebenso wenig zum Tragen, wie erfolgreiche Abschlüsse über die Außenpositionen. Zudem müssen sich die Radiser die Frage stellen, warum sie trotz der vollen Wechselbank nicht durchgehend auf schnelles Tempo- und Umkehrspiel gedrückt haben. Im Positionsangriff verzettelten sie sich regelrecht und schafften es nach der Pause kaum noch für ihre torgefährlichen Rückraumschützen Marcus Aßmann, Markus Verner je 8 Tore sowie Christian Rupprecht (2) Lücken im Wittenberger Deckungsverbund zu kreieren. Am Ende waren es nur Nuancen und Kleinigkeiten, die den Sieg der TSG Wittenberg gegen einen Mitfavoriten auf den Staffelsieg in dieser Saison, den TuS 1947 Radis II, geführt haben. Es kommt nun darauf an, diese Leistung kontinuierlicher, als in der Vorsaison abzurufen. Die nächste Gelegenheit dafür gibt es für die Schwarz-Gelben am kommenden Sonntag, 17.09.2017 um 16:30 Uhr in der Sporthalle Berufsschulzentrum in Dessau gegen den gastgebende SG Kühnau II. Der zweite Verbandsligaabsteiger in die Anhaltliga ist nach drei Spieltagen noch ohne Punktverlust und hat in eigener Halle mit dem TV Frischauf Holzdorf bereits einen Mitkonkurrenten um die Spitzenplätze der Anhaltliga in die Schranken verwiesen.

 

Aufstellung TSG Wittenberg:

Christoph Bock (1); Kurt Fuchs; Jens Leschner; Mohammad Daneshiyar (2); Martin Busch; Hannes Dannenberg; David Kunze (15), Silvio Knorr (1), Patrick Gerlach (3); Thomas Wildgrube (2), Simon Weißkirchen (2), Rene Schönemann (2); Paul Vogel (TW)

 

Kurt Fuchs, 10.09.2017, 23:55

 

TSV Blau-Weiß Brehna bezwingt TSG Wittenberg deutlich

Von Kurt Fuchs

 

In der Auswärtspartie der TSG Wittenberg in Brehna hingen vorab die Trauben auf einen Punktgewinn sehr hoch. Mit nur einem Wechselspieler und in völlig ungewohnter Konstellation auflaufend, konnte es eigentlich nur heißen, „Augen zu und durch“. Vorallem keine Verletzungsausfälle in der kräftezehrenden langen Saison einhandeln. Die kleine Halle in Brehna spielte dem Spielverlauf von Anbeginn in die Karten, denn jeder zentrale Ballverlust war praktisch ein Gegenstoß mit Torgarantie. Ein Spiel über die Außen fand hingegen auf beiden Seiten kaum statt. Zudem bissen sich die Schwarz-Gelben am Brehnaer Torwart sprichwörtlich die Zähne aus. So konnte er alle vier Strafwürfe der Gäste parieren. Damit ist der Spielverlauf praktisch schon erzählt. Das eingespielte Brehnaer Team mit einem Regionalligaerfahrenen Silvio Blechschmidt startete mit einem „Feuerwerk“ und lag bereits nach fünf Minuten mit 5:0-Toren in Führung. Mit den ersten Torerfolgen der Wittenberger kehrte zwischenzeitlich etwas Ruhe ein und der Abstand wuchs bis zum 10:5 in der 18. Minute nicht weiter an. Eine Auszeit der Brehnaer mit Deckungsumstellungen brachte neuen Schwung in das Gastgeberteam. Vor allem das Duo Peter Ackermann und Mario Scholz narrte die Schwarz-Gelben mit ihren Finten und Würfen „Ein-ums andere Mal“. Sie verbuchten am Ende gemeinsam mit 25 Treffern doppelt soviele Tore wie das gesamte Wittenberger Team zusammen. Spätestens mit dem 18:6 Halbzeitstand war die Partie bereits zugunsten der Gastgeber entschieden. In Hälfte zwei änderte sich am Spielverlauf nicht mehr fiel. Die aufopferungsvoll spielenden Wittenberger mobilisierten ihre letzten Kraftreserven. Es gelang ihnen den 40. Treffer zu verhindern und ihrerseits zweistellig zu werden. Beide Debütanten auf TSG-Seite, Christian Kietz (2) und Mohammad Daneshiyar (3), trugen sich in die Torschützenliste ein, bei denen Simon Weißkirchen mit 6 Toren die Hälfte aller Wittenberger Treffer erzielte. Weiterhin steuerte Christoph Bock noch ein Tor zum 39:12 Endstand bei. Wenn die Blessuren unter der Woche auskuriert werden, entspannt sich für die kommenden Partien auch die personelle Situation etwas. Dies ist auch unbedingt nötig, denn im nächsten Spiel, ein Kreisderby, erwarten die Wittenberger keinen geringeren als den ehemaligen Verbandsligisten TuS 1947 Radis II. Das hammerharte Auftaktprogramm der Schwarz-Gelben im September wird dann beim zweiten Ex-Verbandsligisten der SG Kühnau II fortgesetzt, ehe die beiden Dessauer Teams und Geheimfavorit auf die Meisterschaft, der SV 07 Apollensdorf folgen.

 

Aufstellung TSG Wittenberg:

Christoph Bock (1); Hannes Dannenberg, Christian Kietz (2); Jens Leschner, Patrick Gerlach, Mohammad Daneshiyar (3); Simon Weißkirchen (6), Paul Vogel (TW)

 

Kurt Fuchs, 04.09.2017, 22:15

 

 

Außenseiter TSG forderte favorisierte Raguhner bis zum Schlusspfiff

von Kurt Fuchs

In der der Anhaltliga der Männer unterlag die TSG Wittenberg dem SV Finken Raguhn mit 32:34 Toren.

Vom Ergebnis her hat das langjährige Spitzenteam der Anhaltliga aus Raguhn gewonnen. Sie hatten aber in dieser Partie deutlich mehr Mühen mit dem TSG-Team gehabt, als es im Vorfeld zu erwarten gewesen wäre. Bis in die Schlussminute hatte die gastgebende TSG Wittenberg beim 32:33 Zwischenstand sogar noch an einer Überraschung geschnuppert und den Spielausgang völlig offen gestalten können. Mit fast zwanzig Paraden erwies sich Paul Vogel im Tor der Wittenberger als ein wichtiger Rückhalt. Die Gäste kamen von Anbeginn gut in die Partie, gaben sich anfänglich weder in der Abwehr, noch im Angriff eine Blöße. Zudem verstanden sie es diesmal, ihre Trumpfkarte, das Spiel über die Außenpositionen, auszureizen. Nach zwölf Minuten hatten die Schwarz-Gelben erstmals in der Partie durch David Kunze die Führung beim Zwischenstand von 6:5 übernommen. Diese konnte in den darauffolgenden Minuten zwischenzeitlich sogar auf 13:8 Tore ausgebaut werden. Mit einer Auszeit und zahlreichen Umstellungen verkürzten die Raguhner bis zum Seitenwechsel auf 13:15 Tore. Nach dem Wiederanpfiff konnten die Wittenberger in der ersten Viertelstunde die knappe Führung behaupten. Im letzten Viertel der Partie kippte das Spiel zugunsten der favorisierten Gäste, die neun Minuten vor Ultimo auf 28:24 Tore davonzogen. Eine Vorentscheidung war dies jedoch nicht. Die Wittenberger fanden Lösungen und verkürzten Tor um Tor. Ein gehaltener Strafwurf durch Paul Vogel mobilisierte die letzten Kraftreserven bei den Schwarz-Gelben. Trotz Unterzahl gelang es den Gastgebern in der letzten Spielminute per Doppelschlag den 32:33 Anschlusstreffer zu erzielen. Noch waren 39 Sekunden auf der Uhr zu spielen, um mit einem Ballgewinn vielleicht doch noch einen überraschenden Punktgewinn zu erzielen. Diese Hoffnungen machte der herausragende Torschütze und Spiritus Rector der Raguhner, Reik Topat mit seinem 11. Treffer in der Partie zu nichte. War unmittelbar nach dem Spiel die Enttäuschung auf Wittenberger Seite noch groß, so kann mit etwas Abstand der Auftaktpartie viel Positives abgerungen werden. Während die sportlichen Herausforderungen seitens der Wittenberger zum Auftakt gut gemeistert worden sind, gab es auf der organisatorischen Seite durchaus noch die eine oder andere Baustelle, die es umgehend abzustellen gilt. Dass nicht nur im Fußball (hawk eye) die Technik so ihre Tücken hat, zeigte sich ebenso beim erstmaligen Einsatz des nuscore-Programms u.a. in Form von „Eigentoren“ oder einem nicht verbuchten Treffer durch David Kunze, das kein Phantomtor war.

Am Ende waren es nur Nuancen und Kleinigkeiten, die zu dieser Niederlage der TSG Wittenberg gegen einen Mitfavoriten auf den Staffelsieg in dieser Saison, den SV Finken Raguhn, geführt haben. Es kommt nun darauf an, diese Leistung kontinuierlicher, als in der Vorsaison abzurufen. Die nächste Gelegenheit dafür gibt es für die Schwarz-Gelben am kommenden Samstag, 02.09.2017 um 15:30 Uhr im Kultur- und Kongresszentrum in Brehna gegen den gastgebenden TSV Blau-Weiß. Deren Auftaktspiel bei der HSG Wolfen 2000 II war kurzfristig noch verlegt worden. Für die Wittenberger dürfte neben den heimstarken Gastgebern als zusätzliche Herausforderung die eher unübliche kleine Spielfläche der Spielstätte hinzukommen. Der SV Finken Raguhn hingegen erwartet den ersten Tabellenführer, die Verbandsligareserve des SV Blau-Rot Coswig.

 

Aufstellung TSG Wittenberg:

Christoph Bock (4); Martin Busch; Hannes Dannenberg (1); David Kunze (9), Tom Germer (3), Silvio Knorr (3), Patrick Gerlach (4); Thomas Wildgrube (3/3), Simon Weißkirchen (5), Paul Vogel (TW)

 

Kurt Fuchs, 27.08.2017, 22:15

Vorschau Handball Anhaltliga Männer

Abenteuer Anhaltliga: TSG Wittenberg Handball

Am 27.08. um 11:00 Uhr erfolgt in der Stadthalle Wittenberg der Startpfiff für die TSG Wittenberg in der Anhaltliga der Männer. Zum Auftakt einer kräftezehrenden langen Saison mit 26 Spielen erwarten die Schwarz-Gelben den favorisierten SV Finken Raguhn.

Geplant war dies von Wittenberger Seite so nicht. Nach einer mehrjährigen Pause im Spielbetrieb startete man im vergangenen Jahr mit einem Team in einer von zwei Staffeln der Anhaltliga. Zwei Siege und viel Lehrgeld standen nach 12 Spielen zu Buche. Auf der anderen Seite hatte man aber am Handballsport viel Spaß und brachte dies auch auf das Parkett zur Geltung. Die Überlegung und gemeinsame Entscheidung, eine Spielklasse darunter, in der Anhaltklasse zu starten, scheiterte an den geringen Meldungen von Teams für die neue Saison. Der Spielausschuss des Spielbezirkes Anhalt verzichtete jedoch auf die erneute Zweiteilung. Einige Teams hatten hier den Wunsch nach mehr Spielen geäußert. Noch vor Saisonstart zogen zwei Mannschaften, Apollensdorf II und Radis III die Reißleine und verzichteten. Der DRHV III hingegen wählte zur Entschärfung des Spielplanes mehrfach den Freitagabend als Spieltag. Die TSGer hingegen wagen den Start und hoffen von verletzungsbedingten Ausfällen verschont zu bleiben. Der Kader blieb gegenüber dem Vorjahr bis auf zwei Rückkehrer, weitgehend unverändert.

Ein Novum hingegen dürfte jedoch die Zusammensetzung sein. Viele junge Familienväter, deren Sprösslinge nun sprichwörtlich aus dem "Gröbsten" raus sind und zwei in die Jahre gekommene Übungsleiter, die nun mit ihren "Ex-Schützlingen" gemeinsam auf dem Parkett stehen. Trotz der Altersunterschiede stimmt die Chemie im Team. Unterstützt werden die Spieler von ihren Familien und einer kleinen Schar junger Fans. So ist jedes Spiel und manches Training in der Vorsaison ein kleines Familienfest geworden. Das soll auch bei Heimspielen in dieser Saison erneut der Fall sein. Dies mag als kleiner Baustein zur Zertifizierung der TSG Wittenberg als familienfreundlicher Sportverein beigetragen haben, die dann zum Familiensportfest am 2. September ab 14:00 Uhr im Arthur-Lambert-Stadion offiziell verkündet wird. Die Handballer werden dann leider nicht dabei sein, weil sie zeitgleich eine Auswärtspartie in Brehna bestreiten werden. Stellvertretend werden aber die anderen Familienmitglieder vor Ort sein.

Wer sich von diesem Spirit überzeugen möchte, sollte einfach mal vorbeischauen, entweder als Zuschauer, beim Training oder auf der "Platte".

Kurt Fuchs, 24.08.2017, 17:00

 

Spielplan Anhaltliga Männer 2016/2017 Staffel 1 (aktuell Stand 22.02.2017):

 

Datum

Halle

Uhrzeit

Klasse

Heimverein

Gastverein

Heim

Gast

Sonntag 18.09.16

Stadthalle Wittenberg

11:00

ALM

TSG Wittenberg e.V.

SG ABUS Dessau

24

38

Samstag

24.09.16

Wolfen Krondorf

18:00

ALM

HSG Wolfen 2000 II

TSG Wittenberg e.V.

33

18

Sonntag

23.10.16

MZH Griebo

11:00

ALM

TSG Wittenberg e.V.

TV Frischauf Holzdorf

25

30

Sonntag

30.10.16

Elbe-Rossel-Halle Roßlau

16:00

ALM

Dessau-Rosslauer HV III

TSG Wittenberg e.V.

30

22

Sonntag

27.11.16

MZH Griebo

11:00

ALM

TSG Wittenberg e.V.

HSV 2000 Zerbst e.V.

15

40

Samstag

03.12.16

Stadthalle Wittenberg

13:00

ALM

SV Grün-Weiß Wittenberg-Piesteritz II

TSG Wittenberg e.V.

27

20

Samstag

10.12.16

Elbe-Rossel-Halle Roßlau

16:00

ALM

SG ABUS Dessau

TSG Wittenberg e.V.

45

18

Sonntag

15.01.17

MZH Griebo

11:00

ALM

TSG Wittenberg e.V.

HSG Wolfen 2000 II

37

32

Samstag

21.01.17

MZH Holzdorf

17:00

ALM

TV Frischauf Holzdorf

TSG Wittenberg e.V.

47

14

Samstag

28.01.17

Stadthalle

Wittenberg

11:00

ALM

TSG Wittenberg e.V.

Dessau-Rosslauer HV III

21

27

Samstag

25.02.17

SH Jannowitzbrücke Zerbst

16:30

ALM

HSV 2000 Zerbst e.V.

TSG Wittenberg e.V.

49

12

Sonntag

05.03.17

Stadthalle

Wittenberg

11:00

ALM

TSG Wittenberg e.V.

SV Grün-Weiß Wittenberg-Piesteritz II

19

18

 

Farbig unterlegt: Heimspiele der TSG Wittenberg in der Stadthalle sowie in der MZH in Griebo. Zeitnehmer; Sekretär und Ordner sind vom Heimverein zu stellen.

 

Tabelle Endstand: 12.03.2017

 

Rang

Mannschaft

Begegnungen

S

U

N

Tore

+/-

Punkte

1

12

11

0

1

411:234

+177

22:2

2

12

11

0

1

428:272

+156

22:2

3

12

8

0

4

372:300

+72

16:8

4

12

4

0

8

322:381

-59

8:16

5

12

3

0

9

268:349

-81

6:18

6

12

3

0

9

261:355

-94

6:18

7

12

2

0

10

245:416

-171

4:20

 

http://hvsa-handball.liga.nu/cgi-bin/WebObjects/nuLigaHBDE.woa/wa/groupPage?championship=Anhalt+16%2F17&group=205897, 12.03.2017

TSG-Handballer überraschten Gastgeber TuS Leipzig-Mockau

Die Handballer der TSG Wittenberg kehrten vom Mixed-Turnier der TuS Leipzig-Mockau mit einem vierten Platz zurück. Bei diesem Modus werden per Losentscheid je ein Frauenteam und ein Männerteam zu einer gemeinsamen Mannschaft geformt. Diese spielen dann 2x15 min geschlechtsgetrennt je eine Halbzeit gegen ein anderes ausgelostes Team. Per Los wurde gleichfalls entschieden, welches Geschlecht das Spiel beginnt. Während die Spieler bzw. Spielerinnen zur Halbzeit hierbei komplett ausgetauscht werden, wird andererseits aber das Spielergebnis der ersten Spielhälfte übernommen. In die Turnierwertung fließt nur das gemeinsam erzielte Endergebnis ein.

Insgesamt traten in diesem Turnier in Leipzig acht Mannschaften an, die im Modus jeder gegen jeden eine Hin- und Rückrunde absolvierten, ehe der Turniersieger gekürt werden konnte. Das zweite Frauenteam des Gastgebers TuS Leipzig-Mockau hatte per Los die Männer der TSG Wittenberg als Spielpartner gezogen. Die Elbestädter überraschten bei ihrer dritten Turnierteilnahme dabei den ausrichtenden Verein mit ihren Spielshirts, auf denen die Logos beider Vereine prangten.

Sportlich gesehen zahlte das Mix-Team TSG Wittenberg/TuS Leipzig-Mockau II im Turnierverlauf Lehrgeld. Dies lag in erster Linie am Niveau und der Leistungsdichte der teilnehmenden Mannschaften aus dem Leipziger Großraum, sowohl im Frauen- wie im Männerbereich. Mit dem SV Lok Leipzig-Mitte ging ein sächsischer Verbandsligist bei den Männern und bei den Frauen mit dem SV Anhalt Bernburg sogar ein Sachsen-Anhalt-Ligist mit an den Start. Gegen diesen Leipziger Auftaktgegner, gepaart mit den Tussis Leipzig (HSV Mölkau), unterlag man in beiden Partien (18:10 Tore/18:09 Tore) deutlich. Besser gestalteten sich dabei die Auftritte gegen das Gastgeber-Mix-Team Männer TuS II/Frauen TuS I (13:10/7:11). Hier gingen beide Mannschaften je einmal als Sieger vom Platz. Gegen das Mix-Team Männer TuS I/ Frauen SV Anhalt Bernburg hatte die Wittenberg-Leipziger Kombination erneut in beiden Spielen (16:8/15:8) das Nachsehen. Schlussendlich entschied hier am Ende das Torverhältnis über die Platzierung auf Rang 3 oder 4. Der Turniersieger musste bei Punkt- und Torgleichheit hingegen über ein Siebenmeterwerfen ermittelt werden. Hier hatten die Bernburger Damen mit dem gastgebenden ersten Männerteam das nötige Wurfglück. Sie verwiesen die Kombination der Stadtrivalen Lok Leipzig/Tussis (HSV Mölkau) auf Rang 2.

Angesichts der erzielten Platzierung gab es aber auf Wittenberger Seite keine enttäuschten Gesichter. Die Spieler wiesen ihre im Saisonverlauf gewachsene Leistungsstärke und den entwickelten Teamgeist nach. Vor allem das Kombinationsspiel, die Chancenverwertung und die Abwehrarbeit überzeugten im Turnierverlauf. Das Sport und Spaß zusammengehören, war auf Wittenberger Seite ebenso zu spüren gewesen, als Betreuer Patrick Gerlach zum 7m antrat und diesen sicher verwandelte. So erhielten die TSGer bereits mit Turnierende vom Gastgeber TuS Leipzig-Mockau die Einladung für das nächste Jahr, die sie dankend annahmen.

So trat die TSG Wittenberg an:

Chr. Bock (12 Tore/TW); P. Vogel (3/TW), T. Germer (9), S. Weißkirchen (12); R. Schönemann (4); J. Leschner (1); H. Dannenberg (1); M. Busch (5); P. Gerlach (1); H. Jan (8)

K. Fuchs, 16.05.2017, 16:52

 

Handballer der TSG Wittenberg beginnen mit Turnier in Leipzig die Saisonvorbereitung

 

Die Handballer der TSG Wittenberg nehmen am Sonnabend, 13.05., am Mixed-Turnier des TuS Leipzig-Mockau teil. Die große Leistungsdichte an Teams im Leipziger Großraum bietet den Wittenbergern eine erste Standortbestimmung unter Wettkampfbedingungen. Hier können Spielzüge und Fitnesszustand einem Praxistest unterzogen werden. Zudem bietet das Turnier in Leipzig drei Monate vor Saisonstart eine willkommene erste Gelegenheit zur Teambildung für die TSG-Handballer.

 

Kurt Fuchs, 11.05.2017, 8:25

 

Spiel, Spaß und Spannung –16. TSG-Treffen der Handballer

 

Handball                                                                                                                                                                                                                von K. Fuchs

 

Die TSG Wittenberg e. V. Abteilung Handball hatte zum 16. Traditionsturnier und Ehemaligentreffen geladen. Mehr als 50 Teilnehmer waren in die Stadthalle gekommen, um auf und neben dem Parkett dem Handballsport zu frönen. Während das Gros der Ehemaligen TSGer aus der Region mit kurzer Anreise kam, hatten einige mehrere 100 km Fahrt in Kauf genommen, um hier dabei zu sein.

Unter den Augen des Vizepräsidenten des Landessportbundes Sachsen-Anhalt für Bildung und Personalentwicklung, Winfried Melzer, begrüßten der Vorstandsvorsitzende der TSG Wittenberg Michael Horn und der Abteilungsleiter Handball Kurt Fuchs die Teilnehmer. Aktiv auf dem Stadthallenparkett wollten sich ca. 20 Sportfreunde der Anwesenden betätigen. Nach kurzer Beratung wurde entschieden nur zwei Teams zu bilden, die sich in einem Hin- und Rückspiel messen wollten. Alle anderen, darunter derzeit ein komplettes Team an „Versehrten“ und „In-die Jahre-Gekommenen“, nahmen die Zuschauerrolle ein und erwiesen sich als fachsimpelndes Publikum.

Auf das vorgesehene „Siebenmetercasting“, dabei wird die erzielte Trefferzahl gegen die anwesenden Torhüter mit dem Alterskoeffizienten multipliziert, wurde diesmal verzichtet. Vielleicht gab hier Leo Preuschoff (85) als ältester Anwesender dieses Treffens den Ausschlag. Immerhin hatte er mit über 60 Jahren 1993/1994 noch aktiv in der zweiten Männermannschaft der TSG Wittenberg gespielt und sogar Tore erzielt.

Nach einer kurzen Aufwärmphase begann dann der sportliche Teil dieses Treffens. Das aktuelle TSG-Team der Anhaltliga traf dabei auf eine „TSG All- und Oldstarauswahl“. Im Alter von 17 bis 59 Jahren tummelten sich nun die ehemaligen und aktuellen TSGer auf dem Parkett der Wittenberger Stadthalle.

Den symbolischen Anpfiff vollzog Klaus Alich, ehemaliger Schiedsrichter in der ersten Bundesliga, der in diesem Jahr auf der Sportgala des KSB Wittenberg mit dem Sportring für sein Lebenswerk geehrt worden war. Sein Gespannpartner aus Oberligazeiten, Michael Falkenthal, gleichfalls ehemaliger Bundesligaschiedsrichter, hatte die Spielleitung an diesem Tage inne. Die erschienenen Ex-Spieler und deren Angehörige feuerten die Mannschaften frenetisch an oder schwelgten in Erinnerungen an die vergangenen Zeiten.

Die Auftaktbegegnung über 2 x 20 min Minuten Spielzeit hatte es bereits in sich. Von Anbeginn drehte das „TSG All- und Oldstarauswahl“ gegen das neugebildete Anhaltligateam auf. Während die Abwehr solide stand und dahinter Torwart Ronny Klauser sich immer wieder glänzend in Szene setzen konnte, ließen die Spieler aber im Angriff zahlreiche sogenannte „freie Bälle“ liegen. Dies ermöglichte es dem Anhaltligisten den Anschluss zu wahren und zur Halbzeit den schmeichelhaften Ausgleich zum 9:9 zu erzielen. Nach der Pause gab es ein umgedrehtes Bild. Nun setzten David Kunze und Simon Weißkirchen vom Anhaltligisten die Akzente. Die „TSG All- und Oldstarauswahl“ ließ sich aber nicht abschütteln. Trotz weiterhin teilweiser desolater Chancenverwertung bei Tempogegenstößen kamen sie ihrerseits angetrieben von Marcus Richter und Mirko Schmidt zum verdienten 17:17 Endstand. Das Ergebnis ließ für das Rückspiel nach einer längeren Pause zum Verschnaufen für beide Seiten noch alles offen.

Die zweite Partie schloss nahtlos an die erste Begegnung an. Mit hohem Einsatz wurde um jeden Ball in Abwehr und Angriff gerungen. Bis zur Pause beim 7:7 Zwischenstand blieb es erneut ein Spiel zwischen zwei ausgeglichenen Teams. Neben ansehenswerten Kombinationen gab es andererseits zahlreiche Einzelaktionen, die das Spiel prägten. Auf Seiten des Anhaltligisten narrte nun Tom Germer immer wieder die gegnerische Abwehr. Seiner Explosivität und dem Wurfrepertoire von David Kunze hatten die Männer der „TSG All- und Oldstarauswahl“ in der Schlussphase des Spiels nichts mehr entgegenzusetzen. Mit 18:13 Toren hatte sich die aktuelle TSG-Mannschaft den Sieg im 16. Ehemaligentreffen gesichert.

Beteiligte und Zuschauer ließen in zahlreichen Gesprächen über Aktuelles und Vergangenes das Treffen ausklingen. Sie bekundeten, dass dies eine gelungene Veranstaltung in familiärer Atmosphäre war und sie sich bereits auf die nächste, dann 17.Auflage in zwei Jahren am Ostersamstag freuen.

 

Kurt Fuchs, 16.04.2017

 

16. Ehemaligen-Turnier der TSG Männer

Handball                                                                                                                                                                                                                 von K. Fuchs

 

Die TSG Wittenberg veranstaltet in der Wittenberger Stadthalle am Ostersamstag, den 15.04.2017 bereits zum sechzehnten Mal ein Ehemaligenturnier für alle, die irgendwann einmal für diesen Verein gespielt haben oder derzeit spielen. Beginn der Veranstaltung ist um 13:00 Uhr.

Handball gehört mit zu den Sportarten, die seit Anbeginn in dem Multispartenverein der TSG Wittenberg betrieben werden. Bis Mitte der 90ziger Jahre bestimmten vor allem die Nachwuchshandballer das Spielniveau im ehemaligen Bezirk Halle sowie dann in den höchsten Spielklassen des Landes Sachsen-Anhalt mit. Unter den Augen des kürzlich verstorbenen Übungsleiters Udo Wrobel reiften so zahlreiche Talente, die aktuell immer noch aktiv mit dem Handballsport verbunden sind.

Andre Möller (SG Herbrechtingen/Bohlheim - Württembergliga), Ronny Klauser (HBC Wittenberg - Verbandsliga Sachsen-Anhalt) oder Matthias Fuchs (ASV Dachau - Landesliga Bayern) haben bei der TSG Wittenberg ihre ersten Ballkontakte gehabt und dort das Handball-ABC erlernt. Zur „TSG-Talenteschmiede“ gehörten neben den Genannten u.a. Maik Haase, der Oberbürgermeister Torsten Zugehör, David Kunze oder Alexander Giebner (Nachwuchscoach bei den Reinickendorfer Füchsen).

Arbeitsbedingter Wegzug, die Suche nach sportlichen Herausforderungen und der demografische Wandel haben in den letzten Jahren zu einem nicht unerheblichen Aderlass geführt. In der zurückliegenden Saison haben die Männer der TSG Wittenberg nach mehrjähriger Pause vom Spielbetrieb einen erfolgversprechenden Neuanfang in der Anhaltliga gestartet. Parallel dazu unterhält der Verein eine Handball-AG Schule und Verein am Lucas-Cranach-Gymnasium für die Klassenstufe 5/6 m/w. Unter Federführung des TSG-Übungsleiters waren in den letzten drei Jahren immer wieder Schulteams des LCG beim Landesfinale „Jugend trainiert für Olympia“ am Start gewesen.

Auf dem Gebiet des Schiedsrichterwesens bestimmten Sportsfreunde wie Klaus Alich oder Michael Falkenthal das Niveau nicht nur in den höchsten Spielklassen des Landes. Über ein Jahrzehnt waren beide Sportfreunde in Bundes- und Regionalligen aktiv und vertraten die schwarz-gelben Farben des Vereins. Klaus Alich wurde dabei in diesem Jahr eine große Ehre zuteil. Auf der Sportgala des KSB Wittenberg erhielt er für sein Lebenswerk den „Wittenberger Sportring“, die höchste Auszeichnung auf Landkreisebene überreicht.

Nach der großen Beteiligung der letzten Auflagen zum Ehemaligentreffen ist es selbstverständlich, diese ins Leben gerufene Tradition in regelmäßigen Abständen weiterzuführen. Zusagen aus allen Landesteilen und verschiedenen Bundesländern liegen bereits vor. Alle Aktiven werden dabei aus einem Lostopf per Zufall verschiedenen Teams zugeordnet, die dann in Turnierform gegeneinander antreten. Für die Ü 60 ist hingegen ein 7m-Casting angesetzt. Für die anderen Ehemaligen dürften die Fachsimpelei und das Auffrischen von Erinnerungen im Mittelpunkt der Zuschauerrolle stehen.

Wer Lust hat, dem Treiben der „Alten“ oder „Ehemaligen“ neben den derzeit „Aktiven“ TSGern zuzuschauen oder selbst ins Geschehen eingreifen möchte, sollte es nicht versäumen, am Ostersamstag ab 13.00 Uhr in der Wittenberger Stadthalle vorbeizuschauen. Sportzeug dann nicht vergessen.

 

Kurt Fuchs, 08.04.2017, 22:55

 

Die Handballer und Sportfreunde der TSG Wittenberg trauern um Udo Wrobel.

 

Als Trainer, Schiedsrichter und Vorstandsmitglied hatte er in vorbildlicher Art und Weise Generationen für den Handballsport in Wittenberg begeistert und geprägt. Nach der Verlagerung seines Lebensmittelpunktes riss der Kontakt zur TSG Wittenberg nie ab.

In dieser schweren Stunde sind unsere Gedanken bei seiner Frau und den Kindern. In unserer Erinnerung wird Udo Wrobel einen festen Platz einnehmen und weiterleben.

 

Kurt Fuchs

Abteilungsleiter Handball, 23.02.2017

 

TSG Wittenberg gewinnt Stadtderby

von Kurt Fuchs

In der der Anhaltliga der Männer gewann die TSG Wittenberg gegen den SV Grün-Weiß Wittenberg-Piesteritz II mit 19:18 Toren.

Im Rahmen des Lokalderbys wurden zunächst zwei Sportfreunde auf Seiten der TSG Wittenberg für ihre 20jährige Vereinszugehörigkeit geehrt. Nach den obligatorischen Shake Hands wurde die Partie angepfiffen. Von Anbeginn wurde allen Anwesenden schnell klar, dass kein Team gewillt war, dass Stadthallenparkett als Verlierer zu verlassen. Es entwickelte sich eine von beiden Seiten sehr intensiv körperbetont geführte Partie, die vom Dessauer Schiedsrichtergespann aber souverän geleitet wurde. Zunächst konnten die Schwarz-Gelben die ersten Akzente setzen und zogen auf 3:1 Tore davon. Die Grün-Weißen mit ihrer gefährlichen Rückraumachse ließen sich nicht lange bitten und glichen postwendend aus. Ein kurzer 3:0-Zwischenspurt der Gastgeber brachte die TSGer wieder in Vorhand. Diesen Abstand konnten die Schwarz-Gelben bis zum Seitenwechsel, beim Stand von 11:8, behaupten. Auf beiden Seiten dominierten vor allem die Deckungsreihen. Zudem fanden beide Torhüter gut in das Spiel und boten ihrem Team mit ihren Paraden den nötigen Rückhalt.

Nach Wiederanpfiff gelang es dem Gastgeber sich weiter abzusetzen. Neben einer deutlichen Steigerung des Wittenberger Keepers Paul Vogel, der nach dem Abpfiff 22 Paraden verbuchen konnte, war es vor allem Johannes Kohn, der mit seinen Toren den Vorsprung bis auf 18:12 anwachsen ließ. Gerade in der Phase, als die TSGer das Spiel für sich hätten vorentscheiden können und die Grün-Weißen schon untereinander  Wortgefechte lieferten, zog der sprichwörtliche Schlendrian ein. Mit einer Pressdeckung gegen Shooter Tom Germer wollten die Grün-Weißen dem Spiel eine Wende geben. Noch war eine Viertelstunde Spielzeit zu bestreiten. Unnötige Ballverluste überhastete Würfe der TSGer  luden die Grün-Weißen nun zu Gegenstößen ein, die sie dankbar annahmen. Vor allem Patrick Lehmann narrte immer wieder die Abwehr der Schwarz-Gelben. Vier Minuten vor dem Abpfiff hatten die Gäste mit einem 6:0-Lauf ausgeglichen und das Momentum schien sich wie im Hinspiel in Richtung Grün-Weiß zu neigen. Beide Teams mobilisierten ihre letzten Kräfte und wollten ihre Mannschaft zum Sieg werfen. Die Spiel nahm an Dramatik zu und war nichts mehr für schwache Nerven. Wenige Sekunden vor dem Abpfiff gelang es Christian Höse mit einem Nachwurf vom Kreis die TSG Wittenberg wieder mit 19:18 in Führung zu werfen. Ein letzter Wurf der Grün-Weißen wurde von der TSG-Abwehr  geblockt und der Erfolg in der letzten Partie der Saison war perfekt. Dieser Erfolg der TSG Wittenberg war nicht unverdient, denn die Gäste konnten ihrerseits im gesamten Spielverlauf nicht einmal in Führung gehen. Zudem hatten die Schwarz-Gelben ein Plus auf der Torhüterposition und überzeugten mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung, die vor allem in der Abwehr letztlich das Spiel zu ihren Gunsten entschied.

 

 Aufstellung TSG Wittenberg:

Paul Vogel (TW); Christoph Bock (1); Martin Busch (1); Kurt Fuchs, Johannes Kohn (5); Rene Schönemann (1), Thomas Wildgrube (2/2), Guido Böttcher; Tom Germer (5); Simon Weißkirchen (2); Christian Höse (2); Hannes Dannenberg

 

Aufstellung SV Grün-Weiß Wittenberg-Piesteritz II

Tobias Bollmann (TW); Patrick Lehmann (5); Alexander Barz, Enrico Auer (2/1); Robin Hentze (2); Marcus Ringlepp (4); Tim Wegener (4); Rene Peper (1), Patrick Pusch; Axel Langner

  

Kurt Fuchs; 05.03.2017, 15:35

 

Stadtderby zum Saisonausklang

 

Am Sonntag, 05.03. um 11:00 Uhr, treffen die TSG Wittenberg der SV Grün-Weiß Wittenberg-Piesteritz II in der Wittenberger Stadthalle zum Saisonabschluss in der Vorrunde der Anhaltliga der Männer aufeinander. Sportlich sind in der Staffel 1 bereits alle Entscheidungen gefallen. Die Teams aus Zerbst und Holzdorf haben sich für die Play offs um die Anhaltmeisterschaft qualifiziert. Bei fast allen Teams stehen zudem die Platzierungen bereits vor dem Anpfiff des letzten Spieltages fest. Allein die Reserve des SV Grün-Weiß könnte noch einen Platz in diesem Kellerduell gutmachen, ist dabei aber auf die Schützenhilfe der SG ABUS angewiesen. Damit ist das Stadtderby sprichwörtlich ein Spiel „um die goldene Ananas“, indem es sportlich um nichts mehr geht. Trotz der personellen Engpässe auf Seiten der Schwarz-Gelben werden die TSGer versuchen den favorisierten Gästen Paroli zu bieten und damit die Partie so lange wie möglich offen zu halten. Inwieweit dies gelingt, wird das Spiel zeigen.

 

Kurt Fuchs, 02.03.2017, 22:42

 

 

Primus Zerbst wird der Favoritenrolle gerecht

von Kurt Fuchs

In der Anhaltliga gewann der Staffelerste, der HSV 2000 Zerbst, mit 49:12 über die TSG Wittenberg.Zunächst war in dieser Partie der Sport in den Hintergrund gerückt, denn beide Vereine gedachten zu Beginn in einer Schweigeminute ihren kürzlich verstorbenen verdienstvollen Mitgliedern.

Den Wittenbergern war von Anbeginn klar, dass beim Gastgeber sprichwörtlich die Trauben sehr hoch hängen. Verschärft wurde diese Situation durch krankheitsbedingte Ausfälle, so dass die Mannschaft zunächst ohne Wechselspieler auskommen musste.

In der neuen Aufstellungsvariante gab es gerade in der Anfangsphase zahlreiche Abstimmungsprobleme. Diese konnte der Gastgeber nach Ballgewinnen oder Torwartparaden für erfolgreiche schnelle Gegenstöße nutzen, die dem Wittenberger Keeper kaum eine Chance ließen. Nach sechs Minuten waren die Zerbster bereits auf 6:0 enteilt, ehe es Martin Busch gelang den ersten Treffer auf Seiten der Gäste zu setzen. Der Primus hielt das Tempo hoch und konnte zudem auf eine prall gefüllte Wechselbank zurückgreifen. Bereits zur Pause war die Partie mit 26:4 Tore entschieden.

In der Halbzeit gab es zunächst personellen Zuwachs bei den Schwarz-Gelben. Mit Hannes Dannenberg stieß ein weiterer Spieler zu den Wittenbergern. Er hatte anderenorts noch kurze Zeit vorher als Schiedsrichter agiert. Zudem hatten sich die Wittenberger zwei minimale Ziele gesetzt. Zum einen sollte mindestens eine zweistellige Torquote erzielt werden und zum anderen wollte man einen 50. Treffer der Zerbster möglichst verhindern.

Diese Ziele zu erreichen, war nach acht Minuten in der zweiten Hälfte in weite Ferne gerückt. Mit einem 9:0-Lauf hatten die Zerbster ihr Torpolster deutlich ausgebaut. Als sie Mitte der zweiten Spielhälfte bereits ihren 40.Treffer erzielt hatten, standen auf der Gästeseite gerademal sechs Tore auf der Anzeige. Die Wittenberger mobilisierten ihre letzten Kräfte, allen voran Keeper Paul Vogel, der gleich mehrere freie Bälle parierte. Dies schien eine Initialzündung für das Gästeteam zu sein. Ausgerechnet dem Oldie des TSG-Teams, Kurt Fuchs (56), gelang es sechs Minuten vor Ultimo vor den Augen seines ehemaligen Zerbster Übungsleiters Ernst Schimpf den zehnten Treffer der Schwarz-Gelben zu erzielen. Mit vereinten Kräften gelang es den Elbestädtern in den verbleibenden Minuten erfolgreich den 50.Treffer für die Gastgeber zu verhindern. Am klaren und auch in dieser Höhe verdienten Erfolg der Zerbster, änderte dies aber nichts mehr.

Dass die Wittenberger in einer fairen Partie bis zum Abpfiff um Torerfolge mitspielten, dem zollten auch die Zuschauer und das Zerbster Team Respekt. Die Wittenberger wünschten ihrerseits den Gastgebern viel Erfolg in den nun anstehenden Playoff-Spielen um die Anhaltmeisterschaft. Zum Saisonabschluss erwarten die TSGer am kommenden Sonntag dann im Stadtderby den SV Grün-Weiß Wittenberg-Piesteritz II.

 

Aufstellung TSG Wittenberg:

Paul Vogel (TW); Christoph Bock (4); Martin Busch (3); Kurt Fuchs (1); Jens Leschner; Rene Schönemann (4/2), Hannes Dannenberg; Johannes Kohn;

 

K. Fuchs, 25.02.2017, 22:45

 

TSG Wittenberg reist zum Aufstiegsaspiranten HSV 2000 Zerbst

 

Am 25.02. um 16:30 Uhr wird in Zerbst die Partie zwischen HSV 2000 Zerbst und der TSG Wittenberg angepfiffen. Die Gastgeber bestreiten als Staffelerster bereits ihre letzte Vorrundenpartie, während die Wittenberger dann zum Saisonabschluss noch einmal aufs Parkett dürfen. In dieser Paarung sind die Fronten ganz klar abgesteckt. Die Zerbster haben sich bereits vorfristig mit ihrem Erfolg beim DRHV III für die Play off-Partien um die Anhaltmeisterschaft qualifiziert. Die Männer der TSG Wittenberg haben als krasser Außenseiter nichts zu verlieren. Vor allem möchte man sich besser als im Hinspiel präsentieren, als man den Zerbstern in allen Belangen klar unterlegen war. Dafür müssen aber die verbliebenen Schwarz-Gelben über die gesamte Spielzeit ihr Leistungsvermögen abrufen. Gegen die kompakte Abwehr und den variablen Angriff der Gastgeber stellt dies eine wahre Herkulesaufgabe dar.Ob dies den Elbestädtern gelingt, wird das Spiel zeigen.

 

Kurt Fuchs, 21.02.2017, 22:49

 

DRHV III überwindet bei der TSG den Auswärtsfluch

von Kurt Fuchs

 

In der der Anhaltliga der Männer unterlag die TSG Wittenberg dem DRHV III mit 21:27 Toren.

Nach dem couragierten Auftritt gegen die HSG Wolfen 2000 II hatten sich die Wittenberger in diesem Spiel gegen den DRHV III durchaus nicht chancenlos gesehen. Dies schien auch das DRHV-Team vernommen zu haben. Sie wollten unbedingt in dieser Saison erstmals auswärts punkten und reisten mit einem 13-köpfigen Aufgebot in die Lutherstadt. Diese Kaderbreite hatte es selbst in Heimspielen des DRHV III bisher kaum gegeben. Auswärts war dies ein Novum.

Die Wittenberger konnten aber in der Anfangsphase die Akzente auf dem Spielfeld setzen. Aufbauend auf einer soliden Torwartleistung gelang es im Angriff die sich bietenden Lücken im DRHV-Verbund zu nutzen. Bis Mitte der ersten Hälfte konnte das Team der Schwarz-Gelben, angetrieben von David Kunze, so eine knappe 5:4-Führung behaupten. Dann „explodierten“ die Gäste des DRHV III förmlich. Mit einem 8:0-Lauf drehten sie das Spiel und bogen auf die Siegerstraße ein. Während bei den Dessauern vom Gegenstoß bis zum Absetzen am Kreis alles klappte, entpuppte sich die Abwehr für die Wittenberger als schier unüberwindlich. Gelang es einmal, sich eine gute Wurfposition zu erarbeiten, scheiterte man am Gebälk oder Dessauer Keeper. Selbst Siebenmeter konnten in dieser Spielphase nicht verwertet werden. Ein TSG-Doppelschlag kurz vor dem Seitenwechsel zum 7:12 Pausenstand, ließ die Hoffnung auf einen Punktgewinn wieder glimmen.

Nach Wiederanpfiff verschärften die Gäste das Tempo und erhöhten ihre körperliche Präsenz. Sie wollten frühzeitig eine Vorentscheidung in dieser Partie erzielen. Mitte der zweiten Spielhälfte hatten sich die Dessauer damit auf 20:11 Tore absetzen können. Dies kam einer Spielentscheidung gleich. Den Schwarz-Gelben kann jedoch Engagement nicht abgesprochen werden. Sie rangen bis zum Abpfiff um jedes einzelne Tor und konnten den Abstand bis auf 21:27-Tore verringern. Während die Wittenberger Abwehr über weite Strecken zu überzeugen wusste, mangelte es im Angriffsverhalten wiederholt an Variabilität und Durchschlagskraft. Dies zeigte sich letztendlich auch in der Chancenverwertung. Daran gilt es in den kommenden Wochen zu arbeiten, bevor die letzten beiden Spiele der Saison anstehen.

 

Aufstellung TSG Wittenberg:

Paul Vogel (TW), Tom Germer (4); Christoph Bock; Martin Busch; Hannes Dannenberg (1); Christian Höse (2), David Kunze (11), Rene Schönemann (2/1), Simon Weißkirchen (1);

 

Kurt Fuchs; 28.01.2017, 23:05

 

TSG Wittenberg erwartet "Oldstars" des DRHV III

 

In der Anhaltliga der Männer trifft am 28.01. um 11:00 Uhr die TSG Wittenberg in der Stadthalle auf den DRHV III.

Beide Teams haben mehr gemeinsam, als es auf den ersten Blick erscheint. Neben der langjährigen Handballtradition in beiden Vereinen, gibt es fast in jedem Spiel eine andere personelle Besetzung. Bei Heimspielen haben beide Mannschaften im Prinzip eine volle Wechselbank, während zu den Auswärtsspielen immer wieder mal Personalnot anstand. Die bisherigen Punkte im Saisonverlauf konnten bis dato nur daheim erspielt werden, während man in der Fremde ohne Erfolgserlebnis blieb. Das zeigte auch das Hinspiel, wo die Wittenberger vierzig Minuten die Partie offen gestalteten, ehe sie dann in der Schlussphase noch unterlagen. Beide Teams sind in der Anhaltliga mit Spielfreude dabei, ohne jedoch ernsthafte Ambitionen auf den Aufstieg zu hegen. Zudem hatte mit Johannes Kohn bei der Dritten aus Dessau ein Wittenberger die Turnschuhe geschnürt, ehe er zu Saisonbeginn mit dem Neustart zur TSG Wittenberg zurückkehrte. Aktuell trennen beide Teams nur zwei Punkte voneinander, sodass man ein Spiel auf Augenhöhe vermuten könnte.

Die größten Unterschiede zwischen beiden Teams sind jedoch Erfahrung und einstudierte Spielzüge. Die Dessauer Spieler verfügen über sehr viel Routine auch aus höheren Spielklassen heraus. Dies zeigt sich sowohl in ihrem Abwehrverhalten als ebenso in den Spielabläufen im Angriff. Zudem verstehen sie es sehr effizient ihre Chancen zu verwerten. Vor diesem Hintergrund müssen die Wittenberger von Anbeginn hellwach sein und nahtlos an die letzte Heimpartie gegen die HSG Wolfen 2000 II anknüpfen, wenn sie in dieser Partie bestehen wollen.

 

Kurt Fuchs, 26.01.2017, 13:58

 

Klaus Alich erhält auf der Sportgala des KSB Wittenberg den Wittenberger Sportring („Sport-Oscar“) für sein Lebenswerk

 

Klaus Alich kann er heute auf eine mehr als 50 jährige ehrenamtliche Tätigkeit im Handballsport zurückblicken.

Klaus Alich’s sportliche Laufbahn in Sachen Handball begann 1952 als Zehnjähriger beim SV Reinsdorf. 1956 wechselte er zum heutigen SV Grün-Weiß Wittenberg-Piesteritz, damals noch unter anderen Namensbezeichnungen. Seit 1994 ist er Mitglied der TSG Wittenberg.

Nach seiner Spielerlaufbahn als Handballer auf dem Großfeld und in der Halle begann er 1974 auf der Schiedsrichterebene aktiv tätig zu werden. Über die Stationen DDR-Liga (1977) Oberliga (1979) gehörte er mit Dr. Peter Conrad bis 1992 zu den Bundesligaschiedsrichtern der Leistungsklasse 1, heute werden sie als Eliteschiedsrichter bezeichnet. In diesem, aus Altersgründen, letztem Bundesligajahr wurden durch Klaus Alich / Dr. Peter Conrad mehrere Playoff-Halbfinalspiele der ersten Bundesliga u.a. TUSEM Essen gegen Bayer Dormagen bei den Männern und am 2. Juni 1992 das Frauenendspiel SG Walle Bremen gegen TV Lützellinden geleitet.

Aus regionalen Gründen heraus bildete sich danach das Wittenberger Schiedsrichtergespann Klaus Alich/Michael Falkenthal. Ihr Einsatzgebiet erstreckte sich vor allem auf die höchste Spielklasse des Landes Sachsen-Anhalt, die Oberliga. Dort zählten sie zu den Spitzengespannen, die vor allem in meisterschaftsentscheidenden Partien und brisanten Derbys zum Einsatz kamen. In ihrem letzten gemeinsamen Einsatz mit Oberligateams, der Pokalendrunde 2000 des HVSA in Halle, erhielten Klaus Alich die Schiedsrichternadel des HVSA in Gold und Michael Falkenthal in Silber.

Mit dem Ausscheiden als aktiver Schiedsrichter aus dem Bundesligakader war Klaus Alich bis 1994 noch als Schiedsrichterbeobachter in der höchsten Spielklasse zwischen Flensburg und Milbertshofen unterwegs. Ab 1994 gehörte er dann fast zwei Jahrzehnte zu den Schiedsrichterbeobachtern in der Regionalliga bis hin zu der neugeschaffenen Mitteldeutschen Oberliga.

Klaus Alich hatte neben seiner Schiedsrichtertätigkeit über Jahrzehnte hinweg neben der Vereinsebene in verschiedenen Funktionen den Handballsport, speziell das Schiedsrichterwesen, in der Region und im Land Sachsen-Anhalt mitgeprägt. So gehörte er in diesem Aufgabenfeld dem Kreisfachverbandes Handball (KFA/KFV Wittenberg) bis zu seiner Auflösung und dem Schiedsrichterausschuss auf Landesebene im HVSA an. In diesem Rahmen entwickelte er ab 1996 das Schiedsrichterbeobachtungswesen, dem er vorstand und die Beobachtungsansetzungen organisierte und koordinierte. Damit legte er den Grundstein für die Entwicklung zahlreicher Schiedsrichtergespanne aus unserem Bundesland, deren Weg bis hin zur internationalen Ebene führte. Für das heute bekannteste internationale Handballschiedsrichtergespann Lars Geipel/Marcus Helbig stand er als Pate in den Anfangsjahren mit Rat und Tat zur Seite. Bis heute pflegt er zu beiden Sportfreunden einen engen Kontakt. Nach der Teilnahme an der Europameisterschaft, der Olympiade hat sich das Gespann erneut für die WM 2017 qualifizieren können.

Zahlreiche Aus- und Fortbildungen von Schiedsrichtern wurden durch ihn mit initiiert und durchgeführt. Für dieses Engagement erhielt 1996 Klaus Alich die Ehrennadel des HVSA in Silber verliehen.

Darüber hinaus übernahm Klaus Alich zahlreiche organisatorische Aufgaben im Spielausschuss des ehemaligen Bezirkes Halle, im heutigen Spielbezirkes Anhalt bzw. auf Landesebene. So agierte er über mehrere Jahre als Staffelleiter der Landesliga Männer. Er war als Vorsitzender des Sportgerichts im Spielbezirk Anhalt sowie als Beisitzer im HVSA und im Norddeutschen Handballverband tätig.

Für sein jahrzehntelanges Engagement und Wirken für den Handballsport in der Region und im Land erhielt Klaus Alich 2008 die Ehrennadel des HVSA in Gold und 2011 die Ehrenmedaille des HVSA verliehen.

Mit dem Wittenberger Sportring des KSB Wittenberg, auch „Sport-Oscar“ genannt, wurde nun sein jahrzehntelanges Engagement für den Sport gewürdigt. Dies ist auf Landkreisebene die höchste Anerkennung, die man als Sportler erhalten kann.

 

Wir als Handballer der TSG Wittenberg sagen Dir, Klaus, Danke für dein Engagament in Sachen Sport und sind stolz, dich in unseren Reihen zu wissen.

 

Kurt Fuchs, 22.01.2017, 13:00

 

 

TV Frischauf Holzdorf zeigt im Kreisderby der TSG Wittenberg die Grenzen auf

von Kurt Fuchs

In der Anhaltliga erzielten die Männer des TV Frischauf Holzdorf einen klaren 47:14 Erfolg über die TSG Wittenberg.

Den Wittenbergern war von Anbeginn klar, dass beim Gastgeber sprichwörtlich die Trauben sehr hoch hängen. Verschärft wurde diese Situation durch zahlreiche Absagen im Vorfeld, so dass die Mannschaft ohne Wechselspieler auskommen musste. Trotz dieser Ausgangslage konnten die Schwarz-Gelben die erste Viertelstunde mit einem 8:4 Zwischenstand für Holzdorf durchaus erträglich gestalten. Vor allem Hannes Dannenberg überraschte hier die Holzdorfer Deckung mit seinen Treffern.  Danach brachen aber auf Holzdorfer Seite mit einem 14:1-Lauf alle Dämme. Immer wieder konnten die Gastgeber nach Ballgewinnen oder Torwartparaden erfolgreiche schnelle Gegenstöße laufen, die dem Wittenberger Keeper kaum eine Chance ließen.

Nach dem Wechsel spitzte sich die personelle Situation auf Seiten der Wittenberger weiter zu. Hannes Dannenberg, der sich eine Halbzeit in den Dienst der Mannschaft gestellt hatte, musste dann zur Spielleitung der Spitzenpaarung der Anhaltliga Frauen nach Jessen abreisen. Dies bedeutete für die Schwarz-Gelben diese Hälfte komplett in Unterzahl zu bestreiten.

Die Wittenberger mühten sich nach Kräften und schafften es sogar mehr Tore als in der ersten Spielhälfte zu erzielen. Selbst in doppelter Unterzahl gelang Rene Schönemann ein Treffer. Dem zollten sowohl Zuschauer und die Holzdorfer Spieler Respekt. Die Gastgeber hielten das Tempo hoch. Zudem nutzten sie die Überzahl im Positionsangriff für konsequent vorgetragene und über Eric Ziemer (14 Tore) und Christoph Schwager (15 Tore) abgeschlossene Spielzüge aus. Der klare Heimerfolg der Holzdorfer in einer fairen Partie war auch in dieser Höhe verdient. Auf Wittenberger Seite hielt sich die Enttäuschung in Grenzen. Immerhin blieb man unter der 50-Tore-Marke.  Dann sickerte die Nachricht durch, dass Mitspieler David Kunze als Coach des Verbandsligisten SV Blau-Rot Coswig das Kellerduell gegen die Reserve der SG Kühnau gewinnen konnte. Zudem wurde am Abend auf der Sportgala des KSB Wittenberg mit Klaus Alich ein Mitglied der Abteilung Handball für seine jahrzehntelange ehrenamtliche Tätigkeit mit dem Sport-Oscar geehrt. Dies nur mal am Rande angemerkt, besserte die Stimmung deutlich.

Nun gilt es für beide Teams sich auf die nächsten Partien vorzubereiten. Die Holzdorfer haben dabei das Spitzenspiel in Zerbst vor Augen, die Schwarz-Gelben treffen in der Stadthalle  auf den DRHV III.

 

Aufstellung TSG Wittenberg:

Christoph Bock (TW 2); Martin Busch (4/1); Kurt Fuchs (1); Rene Schönemann (3), Hannes Dannenberg (2); Simon Weißkirchen (2); Paul Vogel (TW)

 

Kurt Fuchs, 22.01.2017, 13:00

 

Klare Rollenverteilung im Kreisderby TV Frischauf Holzdorf gegen TSG Wittenberg

 

Von K. Fuchs

 

Am Samstag, 21.01. um 17:00 Uhr wird in der Holzdorfer Sporthalle die Partie zwischen dem TV Frischauf Holzdorf und der TSG Wittenberg angepfiffen. In dieser Paarung sind die Rollen ganz klar verteilt. Die Wittenberger haben als Außenseiter nichts gegen den verlustpunktfreien Spitzenreiter der Staffel 1 zu verlieren. Dafür ist das Team des TV zu ausgeglichen besetzt und kann zudem mit dem Trumpf einer eingespielten Mannschaft aufwarten. In einer Vorbereitungspartie gegen den Wittenberger Verbandsligaspitzenreiter der Staffel Süd vor dem Punktspielstart in der Anhaltliga haben die Holzdorfer schon mal einen Härtetest vor dem Gipfeltreffen in Zerbst absolviert. Davor liegt nun die Pflichtaufgabe TSG Wittenberg. Die Schwarz-Gelben haben, im Unterschied zum Gastgeber, ihr Saisonziel mit dem Erfolg gegen die HSG Wolfen 2000 II bereits erreicht. Alles weitere in ihrer ersten Saison ist Zubrot.

 

Kurt Fuchs, 18.01.2017, 22:18

 

 

TSG Wittenberg gewinnt gegen HSG Wolfen 2000 II

Kurt Fuchs

Mit einem 37:32 Erfolg über die HSG Wolfen 2000 II holte sich die TSG Wittenberg die ersten Punkte der Saison.

Beide Teams hatten an diesem Tag aber zunächst mit personellen Problemen zu kämpfen. Das angesetzte Schiedsrichtergespann war nicht angereist. Die Mannschaften einigten sich auf ein Gespann zur Spielleitung, wobei mit Hannes Dannenberg ein TSGer dabei sogar auf seinen Einsatz als Spieler verzichtete.

Gegenüber dem Hinspiel hatte sich zudem der Kader in beiden Mannschaften deutlich verändert. So entwickelte sich von Anbeginn eine ausgeglichene Partie mit wechselnden Führungen in der die Spieler engagiert zu Werke gingen und sich nichts schenkten. Dies bekamen vor allem die beiden Spielgestalter Jan Busch auf Wolfener und David Kunze auf Wittenberger Seite zu spüren. Erst in der Schlussphase der ersten Spielhälfte konnten sich die Gastgeber einen Vorsprung erspielen, der bis zur Pause auf 18:13 Tore ausgebaut werden konnte. Eine verbesserte Deckungs- und Torhüterleistung und die zunehmende Treffsicherheit des Wittenberger Schützen vom Dienst David Kunze (18 Tore), gaben hier den Ausschlag. Genau in dieser Phase kassierte zudem ein Wolfener eine doppelte Zeitstrafe, weil er mit einer Schiedsrichterentscheidung haderte.

In der Pause wurden beim Gastgeber klare Worte gefunden. Die Führung ist nur eine Momentaufnahme. Die Wolfener werden bis zum Abpfiff fighten, um dem Spiel eine Wende zu geben. Zudem wurden Spielzüge angesichts der Einzelmanndeckung gegen den TSG-Spielmacher abgesprochen.

Die Wolfener starteten dabei mit rasantem Umkehrspiel in die zweite Spielhälfte. Bereits nach drei Minuten betrug der Vorsprung der TSGer nur noch drei Tore (19:16). Es entwickelte sich in der Folgezeit aber ein eigenartiges Spiel. Jedes Mal, wenn man glaubte, jetzt könnte das Spiel an Dramatik zulegen, patzten entweder die Wolfener mit ihren Abschlüssen oder den Gastgebern gelang ein Zwischenspurt. Hier setzte vor allem Christian Höse (TSG) mehrere Treffer und entlastete den Rückraum. Aber acht Minuten vor dem Spielende hatten die Wolfener den 29:30-Anschlusstreffer erzielt. Der Spielausgang war urplötzlich wieder völlig offen. Beide Teams mobilisierten noch mal ihre letzten physischen Reserven. Zudem wuchs jetzt die nervliche Anspannung auf beiden Seiten. Mr. Zuverlässig, David Kunze, übernahm erneut die Verantwortung und leitete mit seinem Treffer einen 5:1-Zwischenspurt ein, der das Spiel zugunsten der Gastgeber entschied. Mit 37:32 Toren hatten die Wittenberger die ersten Punkte der Saison verbuchen können. Der Jubel darüber fiel aber eher sehr verhalten aus, zu kräftezehrend war diese Partie gewesen. Die Wolfener hingegen hatten gerade in der spielentscheidenden Schlussphase zu überhastet agiert. Mehrere unnötige Ballverluste ohne Bedrängnis, überhastete ungenaue Würfe sowie Undiszipliniertheiten kosteten ein besseres Resultat in diesem Spiel.

Was diese Momentaufnahme Wert ist, werden die nächsten Spiele zeigen. Die Wittenberger bleiben am Tabellenende und haben am nächsten Wochenende im Kreisderby dann den Meisterschaftsfavoriten aus Holzdorf vor der Brust. Für das zweite Team aus Wolfen wird es keinen Deut leichter. Sie genießen gegen den Tabellenzweiten Zerbst Heimrecht.

 

Aufstellung TSG Wittenberg:

Christoph Bock (4); Martin Busch (2); Kurt Fuchs; Christian Höse (3); Tom Germer (5); Simon Weißkirchen (2); Rene Schönemann (3/2); David Kunze (18/3); Paul Vogel (TW )

 

Kurt Fuchs, 15.01.2017, 17:34

 

Anhaltliga Männer Handball

TSG Wittenberg gegen HSG Wolfen 2000 II

 

Am Sonntag, 15.01.2017 um 11:00 Uhr treffen in der Mehrzweckhalle Griebo die TSG Wittenberg und die zweite Vertretung der HSG Wolfen 2000 aufeinander.

Das Hinspiel war eine klare Angelegenheit für das Reserveteam aus Wolfen. Bedingt durch eine Reihe von Absagen standen damals nur sieben Spieler auf Wittenberger Seite zur Verfügung. Diesmal sollte jedoch die TSG-Wechselbank besetzt sein und damit auch ein völlig anders zusammengesetztes Team auflaufen, als es noch vor Monaten der Fall war.

Von der Tabellenkonstellation befinden sich die Schwarz-Gelben erneut in einer Außenseiterrolle. Sollten sie diese Karte konsequent ausspielen, sind sie aber nicht chancenlos. Immerhin hatten auch klar favorisierte Mannschaften, wie der Spitzenreiter TV Frischauf Holzdorf, ihre Schwierigkeiten mit den TSGern. Ob dies am Sonntag für das  Wolfener Team ebenso gelten kann, wird das Spiel zeigen.

 

Kurt Fuchs, 12.01.2017, 13:10

 

TSG Wittenberg unterliegt der  SG ABUS deutlich

von Kurt Fuchs

 

Zum Auftakt der Rückrunde der Anhaltliga der Männer kehrte die TSG Wittenberg mit einer 18:45 Tore-Niederlage von der SG ABUS Dessau heim.

Der Absteiger aus der Verbandsliga war von Anbeginn gewillt, einen ganz klaren Erfolg über die TSG Wittenberg zu erzielen. Damit sollte der  Druck auf die führenden Teams Holzdorf und Zerbst erhöht werden und die Minimalchance auf die Playoffteilnahme um die Meisterschaft gewahrt bleiben. Vom Anpfiff weg wurde seitens der ABUS-Spieler mit einer offensiven und aggressiven Abwehr dem Wittenberger Angriffsspiel jeglicher Schwung genommen. Jeder Fehlwurf und Ballverlust der Gäste wurde mit schnellem Umkehrspiel beantwortet. Nach zwölf Minuten waren die Gastgeber mit einer 9:3-Führung bereits schon klar auf die Siegerspur eingebogen. Bei den zahlreichen Gegenstößen war der Wittenberger Keeper sprichwörtlich chancenlos. Dieser Vorsprung wurde mit fortgesetztem Pressing und wiederholten Ballverlusten der TSGer bis zur Pause bereits auf 24:8-Tore ausgebaut. Nach dem Wechsel setzte sich auf beiden Seiten die bisherige Spielweise fort. Für die Wittenberger war die Partie sprichwörtlich ein gebrauchter Tag und sie mussten die bis dato höchste Niederlage im Saisonverlauf in Kauf nehmen. Was man ihnen aber nicht absprechen konnte, dass sie trotz der hohen Fehler- und Fehlwurfquote sich nie aufgaben und bis in die Schlusssekunden Moral bewiesen um Torerfolge zu erzielen. Das kann angesichts der dünnen Personaldecke in dieser Partie durchaus als Erfolg bezeichnet werden.

 

Aufstellung TSG Wittenberg:

Christoph Bock (1); Martin Busch; Kurt Fuchs (1); Rene Schönemann (6/4), Tom Germer (3); Simon Weißkirchen (3); Guido Böttcher (4); Paul Vogel (TW)

 

Kurt Fuchs, 10.12.2016, 21:36

 

TSGer reisen zum Rückrundenauftakt zur SG ABUS Dessau

von K. Fuchs

 

Am Samstag, 10.12., um 16:00 Uhr wird in der Elbe-Rossel-Halle in Roßlau  mit der Partie SG ABUS Dessau gegen TSG Wittenberg die zweite Halbserie in der Anhaltliga der Männer eingeläutet.

Die Wittenberger befinden sich aktuell nach ihrem Neustart im Spielbetrieb in der Staffel 1 der Anhaltliga am Tabellenende. Die SG ABUS Dessau hingegen liegt auf dem dritten Rang und hat es selbst noch in der Hand, sich für die Playoffs um die Anhaltmeisterschaft zu qualifizieren. Dafür müssen einerseits gegen die sogenannten "Kleinen" alle Partien gewonnen werden. Andererseits ist es zudem notwendig "Big Points" gegen die beiden Spitzenteams aus Holzdorf und Zerbst zu holen. Das Potenzial und die Erfahrungen besitzt das Dessauer Team um Marcel Kerner allemal aus der Zeit der Verbandsliga und dem Gewinn der Anhaltmeisterschaft vor zwei Jahren.

Solcherlei Ambitionen hegen die Wittenberger nicht. Sie wollen diese Saison nutzen, um nach der mehrjährigen Pause Spielpraxis und Erfahrung zu sammeln. Sollte sich die Gelegenheit zu einem Punktgewinn ergeben, wollen sie diese Chance beim Schopfe packen. Dafür dürfte die SG ABUS jedoch realistisch betrachtet, eine Hausnummer zu groß sein. Wenn es den Wittenbergern gelingt, eine ähnliche Partie wie im Hinspiel abzuliefern, dabei die Fehlerquote und die Anzahl der Gegenstöße zu minimieren, wäre dies schon ein Erfolg. Inwieweit die Schwarz-Gelben das im Spiel beherzigen können, wird sich zeigen.

 

Kurt Fuchs, 08.12.2016, 13:42

 

TSG Wittenberg verliert Stadtderby in der Schlussphase

von Kurt Fuchs

In der der Anhaltliga der Männer unterlag die TSG Wittenberg beim Lokalrivalen SV Grün-Weiß Wittenberg-Piesteritz mit 20:27 Toren.

Trotz der klaren Niederlage gegen Zerbst hatten sich die Wittenberger TSGer in diesem Spiel der bisher punktlosen Teams der Anhaltliga der Männer durchaus nicht chancenlos gesehen. Dies schien auch das Grün-Weiß-Team vernommen zu haben. Trotz personelle Ausfälle auf beiden Seiten beeindruckten die Gastgeber zunächst mit einem 12köpfigen Kader, darunter einige Akteure, die schon im ersten Team Verbandsligaluft geschnuppert hatten. Davon war aber in der Anfangsphase zunächst wenig zu verspüren. Nach nervösem Beginn auf beiden Seiten entwickelte sich zunächst ein ausgeglichenes Spiel zwischen beiden Teams. Die Akzente, die der Grün-Weiße immer wieder über den Rückraum setzen konnte, kompensierten die Schwarz-Gelben mit erfolgreichen Durchbrüchen zum Kreis. So stand es Mitte der ersten Spielhälfte folgerichtig 6:6. Bis zur Pause erhöhten die Gastgeber das Tempo, wobei ihnen Ballverluste der TSGer in die Karten spielten. Diese konnten sie zu erfolgreichen Gegenstößen nutzen und mit dem Pausenpfiff eine knappe 12:9 Führung erzielen. Trotz dieses Zwischenstandes war beiden Teams klar, dass der Spielausgang noch völlig offen war. Nach Wiederanpfiff rührten die Gastgeber in der Abwehr sprichwörtlich Beton an und zwangen die Wittenberger zu unvorbereiteten Würfen. Obwohl die Grün-Weißen nun einen regelrechten Angriffswirbel entfachten, stand die TSG-Abwehr einschließlich Torwart Paul Vogel solide. Mehr als einen Vier-Tore-Abstand ließen die Gäste nicht zu. Die TSGer schafften es vor allem immer wieder über den Kreis neue Akzente zu setzen und Tore zu erzielen. Zehn Minuten vor Spielende war der Vorsprung der Grün-Weißen auf zwei Tore geschmolzen. Beim 20:18-Zwischenstand verpassten es aber die Gäste, den Druck mit dem möglichen Anschlusstreffer noch weiter zu erhöhen. Im Gegenteil, in dieser spielentscheidenden Phase unterliefen ihnen mehrere leichtfertige Ballverluste, die die Grün-Weißen zu einem spielentscheidenden 5:1-Zwischenspurt nutzen konnten. Die letzten Tore bedeuteten nur noch Ergebniskosmetik. Trotz unterschiedlicher Spielanlagen beider Mannschaften, war es lange Zeit eine offene Partie zwischen beiden Teams gewesen. Ausschlaggebend für den am Ende klaren und verdienten Erfolg der Grün-Weißen waren das effektivere und strukturiertere Angriffsspiel in der Breite sowie das konsequente Umkehrspiel nach Ballverlusten. Auf TSG-Seiten wussten die Abwehr zu überzeugen sowie das variable Kreisspiel. Dahingehend konnten aber über den Rückraum und die Außenpositionen in dieser Partie keine spielprägenden Impulse gesetzt werden. Hier waren die Grün-Weißen an diesem Tag besser aufgestellt.

Für die TSGer steht zum Auftakt der Rückrunde die Partie bei der SG ABUS Dessau an, während die Grün-Weißen das Spitzenteam aus Zerbst erwarten.

 

Aufstellung SV Grün-Weiß Wittenberg-Piesteritz II

Rene Renke (6); Alexander Barz, Enrico Auer (4); Robin Hentze (2); Marcus Ringlepp (8); Axel Langner; Thomas Noack; Tim Wegener (6); Rene Peper, Patrick Pusch (1); Olaf Rodewald ; Tobias Bollmann

 

 

Aufstellung TSG Wittenberg:

Christoph Bock (6); Martin Busch (1); Kurt Fuchs, Johannes Kohn; Rene Schönemann (3/2), Thomas Wildgrube (2/2), Guido Böttcher (2); Tom Germer (3); Simon Weißkirchen (3); Paul Vogel (TW)

 

Kurt Fuchs, 03.12.2016, 17:35

 

Vorschau Handball Anhaltliga Männer

Von K. Fuchs

"Kellerduell" im Stadtderby der Anhaltliga

 

Am 03.12. um 13:00 Uhr treffen das Reserveteam des SV Grün-Weiß Wittenberg-Piesteritz und die TSG Wittenberg in der Wittenberger Stadthalle zum Abschluss der Hinrunde in der Anhaltliga der Männer aufeinander. Beide Teams haben derzeit noch keine Punkte erspielen können. Nur ein einziger Treffer trennt nach fünf Spielen die beiden Mannschaften voneinander. Nach diesem gegenwärtigen Kellerduell wird es definitiv mindestens ein Team geben, das Punkte auf der Habenseite verbuchen kann, wenn es nicht zu einer Punkteteilung kommt.

Die Grün-Weißen setzten sich aus einem Mix von erfahrenen Spielern mit einigen jugendlichen Eleven zusammen und sind gegenüber der letzten Saison eigentlich ein völlig neuformiertes Team.

Ähnliches kann für die TSG Wittenberg gesagt werden, die nach mehrjähriger Spielpause nun wieder auf dem Parkett auflaufen. In beiden Mannschaften klappen die Spielabläufe noch nicht optimal und zudem müssen immer wieder personelle Umstellungen vorgenommen werden. Vor diesem Hintergrund ist es schon positiv, dass auf Seiten der Schwarz-Gelben nach dem letzten Spiel gegen Zerbst die Ausfälle von Spielern nicht weiter angewachsen sind. Hier wird die anstehende Pause zum Jahreswechsel für das Auskurieren von Blessuren schon sehnsüchtig erwartet. Bei den Grün-Weißen hingegen gab es in den zurückliegenden Partien nach starkem Beginn immer wieder einen Leistungsabfall nach der Pause, wie zuletzt beim DRHV III. Eine Prognose für den Spielausgang des Derbys zu geben, ist deshalb kaum möglich. Ausschlaggebend dürften für den Ausgang der Partie die Tagesform, die geringere Fehlerquote und eine Portion Nervenstärke sein. Welchem Team es gelingt dies zu beherzigen und hier die entscheidenden Akzente zu setzen, wird sich aber erst im Spielverlauf und nach dem Schlusspfiff zeigen.

 

Kurt Fuchs, 29.11.2016, 22:42

 

 

Keine weiteren Ausfälle bei TSG-Niederlage gegen Zerbst

von Kurt Fuchs

 

In der Anhaltliga der Männer unterlag die TSG Wittenberg erwartungsgemäß dem Titelaspiranten HSV 2000 Zerbst mit 15:40 Toren.

Die Gäste wurden von Anbeginn ihrer Favoritenrolle gerecht. Die Gastgeber der TSG Wittenberg mussten vorab auf mehrere Spieler verzichten. Eine Reihe von Umstellungen war die Folge, die den Spielfluss zu Beginn hemmten und die Fehlerquote anwachsen ließen. Diese Unsicherheit der Gastgeber spürten die Zerbster und drückten sofort aufs Tempo. Nach fünf Minuten waren sie bereits auf 5:1 Tore enteilt. Da es ihnen in der Folgezeit immer wieder gelang, über Gegenstöße zu einfachen Toren zu kommen, wuchs der Vorsprung bereits zur Pause spielentscheidend auf 5:22 Tore an. Den Wittenbergern war das Bemühen Torerfolge zu erzielen nicht abzusprechen, doch einerseits kam es selten zu druckvollen Aktionen und andererseits blieben die sich dann bietenden Chancen oft ungenutzt. Irgendwie wirkte es wie ein Spiel mit angezogener Handbremse. Hier waren die Zerbster deutlich konsequenter, kombinationssicherer und kompromissloser sowohl in der Abwehr, als auch im Angriff.

Für die zweite Spielhälfte hatten sich die Schwarz-Gelben vorgenommen, sich besser als in der ersten Spielhälfte zu präsentieren. Dies gelang durchaus, auch weil die Gäste nun zunehmend begannen der zweiten Garnitur Spielanteile zu verschaffen. Per Siebenmeter zum 11:32 gelang dabei Rene Schönemann der 100. Saisontreffer auf Seiten der TSG Wittenberg. Zudem lieferte Simon Weißkirchen am Kreis mit drei Toren ein vielversprechendes Debüt ab. Hier waren die Zerbster aber als Team deutlich besser und ausgeglichener besetzt. Vor allem die zahlreichen Dubletten zwischen Florian Dobritz (8 Tore), Dennis Franz (7 Tore) und dem Linksaußen Fabian Schwenger (12 Tore) konnten nur selten erfolgreich von der TSG-Abwehr gestört werden. Der Sieg der Zerbster war in dieser Höhe verdient.

Für die TSG-Spieler gilt es nun unter der Woche gesund zu bleiben und sich dann auf das Kellerduell mit dem SV Grün-Weiß Wittenberg-Piesteritz vorzubereiten. Die Zerbster haben die Hinrunde bereits beendet und spielfrei. Sie müssen erst in vierzehn Tagen spielen. Dann reisen sie erneut nach Wittenberg und treffen auf die Reserve des SV Grün-Weiß Wittenberg-Piesteritz.

 

Aufstellung TSG Wittenberg:

Paul Vogel (TW), Christoph Bock (1); Martin Busch (1); Kurt Fuchs, Johannes Kohn (1); Rene Schönemann (6/3), Simon Weißkirchen (3), Tom Germer (3)

 

Kurt Fuchs, 27.11.2016, 14:12

 

TSG Wittenberg trifft auf Titelfavorit HSV 2000 Zerbst

 

Am 27.11. um 11:00 Uhr wird in der MZH in Griebo die Partie zwischen der TSG Wittenberg und dem HSV 2000 Zerbst angepfiffen. In dieser Paarung gibt es erneut eine klare Rollenverteilung aus TSG-Sicht. Die Wittenberger haben als Außenseiter nichts zu verlieren und wollen eine beherzte Partie gegen den Staffelsiegaspiranten aus Zerbst abliefern. Das Zerbster Team verfügt über eine gute Mischung von erfahrenen Spielern und jugendlichem Elan. Dazu ist die Mannschaft aus allen Positionen torgefährlich und kann über die gesamte Spielzeit ein hohes Tempo gehen. Die kompakte und variable Abwehr der Gäste lässt nur wenige Lücken zu. Zudem müssen sich die Wittenberger auf die besondere Stärke der Zerbster, das schnelle Umkehrspiel, einstellen. Gegenüber den Auftaktspielen der Wittenberger wird es personelle Veränderungen geben, denn verletzungsbedingt stehen nicht alle Spieler zur Verfügung.

Obwohl die Gäste derzeit bereits mit einer Niederlage in Holzdorf belastet sind, haben sie alle Chancen auf den Staffelsieg noch selbst in der Hand. In der Rückrunde müssen die beiden Mitkonkurrenten TV Frischauf Holzdorf und SG ABUS Dessau noch in Zerbst antreten. Um mit diesem Trumpf letztlich Erfolg zu haben, ist es für die Gäste unerlässlich, die sogenannten „Hausaufgaben“ bei den schwächer eingestuften Teams ohne Punktverluste zu meistern. Ob ihnen dies in Wittenberg gelingt, wird das Spiel zeigen.

 

Kurt Fuchs, 23.11.2016, 21:42

 

 

TSG Wittenberg verliert nach der Pause in Roßlau den Anschluss

von Kurt Fuchs

In der der Anhaltliga der Männer unterlag die TSG Wittenberg beim DRHV III mit 22:30 Toren.

Vom couragierten Auftritt der Vorwoche her hatten sich die Wittenberger in diesem Spiel der bisher punktlosen Teams der Anhaltliga der Männer durchaus nicht chancenlos gesehen. Dies schien auch das DRHV-Team vernommen zu haben. Die Gastgeber beeindruckten zunächst mit einem mehr als 14köpfigen Kader, darunter einigen Akteure, wie Steffen Tiede oder Thomas Kirschstein, die schon Bundesligaluft geschnuppert hatten. Davon war aber in der Anfangsphase zunächst wenig zu verspüren. Nach nervösem Beginn waren es zunächst die Gäste aus Wittenberg, die die Akzente auf dem Spielfeld setzen konnten. Aufbauend auf einer soliden Torwartleistung gelang es im Angriff die sich bietenden Lücken im DRHV-Verbund zu nutzen. Bis Mitte der ersten Hälfte konnte das Team der Schwarz-Gelben, angetrieben von David Kunze, so eine knappe 7:5-Führung behaupten. Der Coach der Gastgeber hatte zu diesem Zeitpunkt bereits genug gesehen und beorderte seine Spieler in einer Auszeit zu sich. Ab diesem Zeitpunkt wurde David Kunze mit einer kurzen Deckung aus dem Spiel genommen. Zudem agierten die Gastgeber in der Abwehr aggressiver und verschärften das Umkehrspiel. Diese Maßnahmen trugen zunehmend Früchte. Bis zur Pause konnten sie so das Spiel zunehmend zu ihren Gunsten drehen. Mit einem knappen 14:12-Zwischenstand für den DRHV III  wurden die Seiten gewechselt.

Nach Wiederanpfiff rührten die Gastgeber in der Abwehr sprichwörtlich Beton an und zwangen die Wittenberger zu unvorbereiteten Würfen. Nur acht Tore auf TSG-Seite nach der Pause sprechen hier eine deutliche Sprache. Auf der Seite der Gastgeber kam nun die Angriffsmaschinerie um Kirschstein und Tiede zunehmend zum Tragen. Immer wieder schafften sie es mit ihrer agilen Spielweise Lücken im Wittenberger Deckungsverbund zu erzeugen, glänzten als Passgeber oder Vollstrecker. Allein zwölf Tore verbuchte das erfahrene Duo auf Seiten der Gastgeber.

Dem hatten die Schwarz-Gelben aus der Lutherstadt nichts Adäquates entgegenzusetzen. Sie waren zwar bis zum Abpfiff um eine Resultatverbesserung bemüht, gefährden konnten sie aber den verdienten Gastgebererfolg nicht mehr. Nachlassende Konzentration und damit verbunden vor allem eine hohe Fehlwurfquote verhinderten am Ende ein besseres Resultat. Nun gilt es die kommende Pause zu nutzen, um dies abzustellen und sich auf die nächste Partie gegen den Staffelmitfavoriten HSV 2000 Zerbst vorzubereiten.

 

Aufstellung TSG Wittenberg:

Christoph Bock (6); Martin Busch (2); Hannes Dannenberg; Kurt Fuchs, Christian Höse (2), Johannes Kohn (1); David Kunze (10), Rene Schönemann (1), Paul Vogel (TW)

 

Kurt Fuchs, 30.10.2016, 22:25

 

TSG Wittenberg muss zu den "Oldstars" des DRHV III

 

Am 30.10. um 16:00 Uhr trifft die TSG Wittenberg in Roßlau auf den DRHV III. Beide Teams haben derzeit noch keine Punkte in der Anhaltliga erspielen können, wobei die Gastgeber noch ein Spiel weniger ausgetragen haben. Nach diesem gegenwärtigen Kellerduell wird es definitiv mindestens ein Team geben, das Punkte auf der Habenseite verbuchen kann, wenn es nicht zu einer Punkteteilung kommt.

Die Dessauer setzten sich aus einem Mix von erfahrenen Spielern mit einigen jugendlichen Eleven zusammen. Sie verfügen über sehr viel Routine, sowohl in der Abwehr und in den Spielabläufen im Angriff. Zudem verstehen sie es sehr effizient ihre Chancen zu verwerten. Vor diesem Hintergrund müssen die Wittenberger von Anbeginn an die letzte Partie gegen den TV Frischauf Holzdorf anknüpfen, wenn sie in dieser Partie bestehen wollen.

Vor dem Saisonstart konnte das dritte Dessau-Rosslauer Team das Turnier der TSG Wittenberg für sich entscheiden. Gegenüber dem Punktspielauftakt ist jedoch mit mehreren personellen Veränderungen auf Dessauer Seite und Wittenberger Seite zu rechnen. Ob die Zeitumstellung hier auch noch einen Faktor darstellt, wird sich dann im Spiel zeigen.

 

Kurt Fuchs, 27.10.2016, 23:08

 

 

Außenseiter TSG fordert favorisierte Holzdorfer bis zum Ende

von Kurt Fuchs

In der der Anhaltliga der Männer unterlag die TSG Wittenberg dem TV Frischauf Holzdorf mit 25:30 Toren.

Vom Ergebnis her hat der Aufstiegsaspirant aus Holzdorf gewonnen. Er hat aber in dieser Partie deutlich mehr Mühen mit dem neuformierten TSG-Team gehabt, als es im Vorfeld zu erwarten gewesen wäre. Bis fünf Minuten vor dem Spielende hatte die gastgebende TSG Wittenberg beim 23:26 Zwischenstand sogar noch an einer Überraschung geschnuppert und den Spielausgang offen gestalten können. Mit fast zwanzig Paraden erwies sich Paul Vogel im Tor der Wittenberger als ein wichtiger Rückhalt. Seine Mitspieler kamen von Anbeginn gut in die Partie, gaben sich anfänglich weder in der Abwehr, noch im Angriff eine Blöße. Zudem verstanden sie es diesmal, die Trumpfkarte der Holzdorfer, den schnellen Gegenstoß, deutlich zu begrenzen. Nach zwölf Minuten hatten die Schwarz-Gelben eine 7:4-Führung herausgeworfen und Gästecoach Reimo Ziemer bat seine Mannen zur Auszeit. Mit einer Deckungsumstellung sollten dabei vor allem die Kreise des Wittenberger Spiritus Rector David Kunze (13 Tore) durch eine Manndeckung eingeschränkt werden. Dieser hatte mit kurzen Ansagen seinerseits bereits die passenden Lösungen für das TSG-Team verkündet. Die Holzdorfer kamen ihrerseits zwar stärker auf, mussten sich aber ihre Tore hart erarbeiten und verzettelten sich zudem immer wieder in Einzelaktionen. So entwickelte sich ein ausgeglichenes Spiel, mit einer knappen 13:12-Gästeführung zur Halbzeit.

In der Pause wurde in den Reihen der Schwarz-Gelben an die Konzentration appelliert, bis zum Schlusspfiff sich weiter so engagiert zu präsentieren. Vor allem die Ballverluste sollten minimiert und die Chancenverwertung verbessert werden. Zudem sei eine Tempoverschärfung und resolutere Abwehrarbeit der Holzdorfer zu erwarten.

Zwar waren auf Seiten der Holzdorfer genau diese Veränderungen auf dem Spielfeld sichtbar, nur schlug sich dies nicht im Zwischenergebnis nieder, weil sie ihrerseits bei der Chancenverwertung sündigten. Zur Überraschung aller konnten die Spieler der TSG Wittenberg in der 42. Minute ihrerseits mit 17:16 in Führung gehen. Vor allem der junge Tom Germer, der sein erstes Spiel bestritt, narrte in dieser Phase immer wieder die gegnerische Deckung. Danach klappte aber acht Minuten bei den Schwarz-Gelben überhaupt nichts mehr. Pfostenwürfe, Ballverluste und Zeitstrafen brachten den Favoriten mit einem 8:1-Lauf auf die Siegerstraße. Beim 18:24 Zwischenstand für Holzdorf waren die letzten zehn Minuten angebrochen und einigen TSG-Spielern war der Kräfteverschleiß deutlich anzusehen. In einer Auszeit galt es nun, nochmal alles zu mobilisieren und das gute Spiel nicht durch eine desolate Schlussphase ausklingen zu lassen.

Die Worte fanden Gehör und fünf Minuten vor dem Ende war der Vorsprung der Gäste völlig überraschend auf nur noch drei Tore geschmolzen. Damit war ein offener Spielausgang für das TSG-Team wieder in Reichweite geraten. Die Routiniers Eric Ziemer (9 Tore) und Michael Radunz (6/2) auf Holzdorfer Seite nahmen nun ihrerseits das Heft des Handels in die Hand und entschieden nach einem Doppelschlag das Spiel zu ihren Gunsten. Mit dem Abpfiff gab es auf dem Parkett der Grieboer Mehrzweckhalle allerorten nur zufriedene Gesichter. Die Holzdorfer, weil sie am Ende die Partie für sich entschieden haben und die Wittenberger, weil sie bis zum Schluss gezeigt haben, dass sie durchaus Potenzial für diese Liga nach mehrjähriger Abstinenz besitzen.

Die Holzdorfer bestreiten am kommenden Wochenende das erste Spitzenspiel gegen Zerbst. Für die Wittenberger geht es auswärts bei der DRHV III im Kellerduell darum, eine ähnliche Leistung wie im heutigen Spiel abzuliefern. Chancenlos, so attestierten es die Holzdorfer den Wittenbergern, wären sie dort mit einem solch couragierten Spielauftritt jedenfalls nicht.

 

Aufstellung TSG Wittenberg:

Christoph Bock (2); Martin Busch (2); Hannes Dannenberg; Kurt Fuchs (2);Johannes Kohn (1); David Kunze (13), Rene Schönemann (2), Tom Germer (3), Guido Böttcher; Paul Vogel (TW)

 

Kurt Fuchs, 23.10.2016, 16:05

 

 

TSG Wittenberg gegen TV Frischauf Holzdorf - ein Spiel wie David gegen Goliath

 

Am 23.10. um 11:00 Uhr wird in der MZH in Griebo die Partie zwischen der TSG Wittenberg und dem TV Frischauf Holzdorf angepfiffen. In dieser Paarung gibt es eine klare Rollenverteilung. Die Wittenberger haben als Außenseiter nichts zu verlieren und wollen eine beherzte Partie wie zum Auftakt gegen den Absteiger aus der Verbandsliga aus Dessau abliefern. Chancen rechnet man sich gegen den Staffelfavoriten aus Holzdorf jedenfalls nicht ernsthaft aus. Dafür ist das Team des TV zu ausgeglichen besetzt und kann zudem mit dem Trumpf einer eingespielten Mannschaft aufwarten. Die kompakte und variable Abwehr der Gäste lässt nur wenige Lücken zu. Zudem müssen die Wittenberger auf die besondere Stärke der Holzdorfer, das schnelle Umkehrspiel, Lösungen finden, um nicht frühzeitig klar ins Hintertreffen zu geraten. Ob dies den Schwarz Gelben in diesem Kreisderby gelingt, wird sich jedoch erst mit dem Abpfiff herausgestellt haben.

Gegenüber den Auftaktspielen der Wittenberger wird es personelle Veränderungen geben, denn verletzungsbedingt stehen nicht alle Spieler zur Verfügung. So wird die neue Zusammensetzung des TSG-Teams die Partie zum Einspielen auf die folgenden Begegnungen nutzen, wenn Mannschaften kommen, die eher auf Augenhöhe einzuordnen wären.

 

Kurt Fuchs, 19.10.2016, 17:36

 

 

Fairplay stand bei TSG-Niederlage hoch im Kurs

von Kurt Fuchs

In der Auswärtspartie der Anhaltliga der Männer unterlag die TSG Wittenberg der HSG Wolfen 2000 mit 18:33 Toren.

Beide Teams hatten an diesem Tag mit personellen Problemen zu kämpfen. Das Wittenberger TSG-Team musste in diesem Spiel auf Wechselalternativen verzichten. Als anekdotenhaft wirkt es zudem, dass auf Seiten der Elbestädter der ehemalige TSG-Jugend-Coach nun mit seinen erwachsenen Eleven gemeinsam auf dem Parkett stand. Die Wolfener konnten ihrerseits auf eingespielte Blöcke von ehemaligen A-Jugendlichen zurückgreifen, die nun alle im besten Handballalter stehen. Die Wolfener waren in den vergangenen Spielzeiten noch in der Sachsen-Anhalt-Liga auf Tore-Jagd gegangen und hatten zudem noch zwei Wechselspieler aufzuweisen. Dieser Unterschied sollte im weiteren Spielverlauf immer stärker zur Geltung kommen. Das die Gastgeber zudem das unauffällig leitende Schiedsrichtergespann stellten, fiel in der fairen Partie nicht ins Gewicht.

Nach ausgeglichenem Beginn in den Anfangsminuten konnten sich die Wolfener mit konsequentem Zug zum Tor einen knappen Vorsprung erspielen. Nach einer Viertelstunde lagen die Gastgeber mit 7:5-Toren in Führung. In den kommenden Minuten verschärften die Wolfener das Tempo an und hatten nach Wittenberger Pfostentreffern und Abprallern mehrfach die Gelegenheit zu erfolgreichen Tempogegenstößen. Kurz vor der Halbzeit kamen sie nach einem 3:0-Lauf dann doch noch zu einem respektablen 14:7-Zwischenstand, der etwas über den Spielverlauf hinwegtäuschte. Auf Wittenberger Seite appellierte Geburtstagskind Martin Busch in der Halbzeitpause an die Sportlerehre bis zum Abpfiff alles zu geben und vor allem die Fehlerquote zu senken. Dafür gab es bereits nach fünf Minuten einen herben Rückschlag, als ein Wittenberger nach einem Sprungwurf verletzungsbedingt passen musste. Ohne Wechselalternativen bedeutete dies für die TSGer fast die komplette zweite Hälfte in Unterzahl zu bestreiten und vor allem mit den Kräften zu haushalten. Als die Gastgeber zwischenzeitlich ihren Vorsprung auf über zehn Tore ausgeweitet hatten, nahmen die Wolfener freiwillig einen Spieler vom Feld. Diesen Sportsgeist hatten in den zurückliegenden Partien bereits beide Mannschaften schon des Öfteren an den Tag gelegt und verdient eigentlich einen Ehrenpreis in der Fairplay-Wertung.

Vom Spielverlauf her bestimmten nun die Wolfener-Spieler das Heft des Handelns auf dem Parkett. Konditionelle und spielerische Vorteile der deutlich jüngeren Spieler kamen immer stärker zur Geltung. Den Wittenbergern kann man aber nicht den Vorwurf machen, diese Partie in der ungewohnten personellen Konstellation einfach hergeschenkt zu haben. Alle Feldspieler konnten sich zudem als Torschütze hervortun. Bis zum Abpfiff waren die Gäste um eine Resultatsverbesserung bemüht und veränderten immer wieder ihre Angriffsformationen. Ausdruck dessen war in den Schlusssekunden noch eine Dublette zwischen den beiden ältesten Spielern auf Wittenberger Seite zum 18:33 Endstand. Ein besseres Ergebnis aus Sicht der Gäste wurde durch eine Siebenmeterschwäche vertan. Allein vier Mal scheiterten die TSGer am Keeper der Wolfener. Die Gastgeber hatten aber mit dem Abpfiff weiteren Grund zum Jubeln. Nach der Information über die knappe Niederlage der SG ABUS gegen Zerbst liegen sie auf Grund der besseren Tordifferenz nun an der Tabellenspitze. Was diese Momentaufnahme Wert ist, wird bereits der nächste Spieltag zeigen, wenn sie sich beim HSV 2000 Zerbst beweisen müssen. Die Wittenberger hingegen befinden sich derzeit am Tabellenende wieder. Sie treffen Ende Oktober im Kreisderby dann auf den Meisterschaftsfavoriten aus Holzdorf. Bis dahin dürfte sich die personelle Situation aber wieder gebessert haben.

 

Aufstellung TSG Wittenberg:

Christoph Bock (6/1); Martin Busch (3); Hannes Dannenberg (1); Kurt Fuchs (1); Patrick Gerlach (3); Johannes Kohn (4/1); Paul Vogel (TW )

 

Kurt Fuchs, 24.09.2016, 23:35

 

TSG Wittenberg bei der HSG Wolfen 2000 II zu Gast – ein Team mit sieben Siegeln

Von K. Fuchs

Am Samstagabend, 24.09. um 18:00 Uhr treffen in der Krondorfer Halle in Wolfen die zweite Vertretung der HSG Wolfen 2000 und die TSG Wittenberg aufeinander.

Die letzte Partie zwischen beiden Teams gab es vor vier Jahren am 12. Mai 2012. Damals reisten die Wittenberger mit nur sechs Feldspielern an und es war das auf längere Sicht letzte eigenständige Spiel eines TSG-Männerteams. Trotz der dauerhaften Unterzahl verkauften sich damals die Wittenberger bei der 21:28 Niederlage mehr als respektabel. Von dieser Mannschaft werden am Samstag auf Wittenberger Seite bei einer ähnlich dünnen Personaldecke nur noch drei Spieler auflaufen.

Wie die Situation auf Seiten des Wolfener Teams aussehen wird, kann hingegen nur vermutet werden. Einerseits vollzog sich in der Handballhochburg Wolfen innerhalb der letzten Jahre im Männerbereich ein regelrechter freier Fall von der Sachsen-Anhaltliga bis in die Anhaltliga. Auf der anderen Seite glänzten die Wolfener Nachwuchsteams in den höchsten Spielklassen des Landes immer wieder mit vorderen Platzierungen. Zudem konnte die HSG Wolfen durchgängig jedes Jahr schlagkräftige A-Jugend-Teams ins Saisonrennen schicken. Seitens der Verantwortlichen der HSG Wolfen 2000 wurde unlängst immer wieder betont, einen Neubeginn von der Basis her zu unternehmen. Vor diesem Hintergrund ist die Wahrscheinlichkeit sehr groß, dass sich in beiden Wolfener Teams zahlreiche Youngster befinden, die dem Jugendbereich entwachsen sind. Dazu dürften sich noch ein paar erfahrere ältere Spieler zurückliegender Jahre gesellen. Zumindest der Saisonauftakt mit knappen Erfolgen beider Wolfener Teams lässt dies stark vermuten.

Vor diesem Hintergrund sollten sich die Schwarz-Gelben erneut in einer Außenseiterrolle befinden. Sie sollten diese Karte konsequent ausspielen. Immerhin ist mit den nächsten Spielen dann ja eine anwachsende Spielerdecke auf Seiten der Elbestädter gegeben. Deshalb wird sich diese Partie kaum zum Gradmesser für die Leistungsfähigkeit des neugebildeten TSG-Teams eignen.

 

Kurt Fuchs, 21.09.2016, 20:15 Uhr

 

Trotz Niederlage zufriedene Gesichter auf TSG-Seite

von Kurt Fuchs

In der Auftaktpartie der Anhaltliga der Männer unterlag die TSG Wittenberg der SG ABUS Dessau mit 24:38 Toren.

Vom Ergebnis her ist das Erwartete eingetreten. Der Absteiger aus der Verbandsliga wurde seiner Favoritenrolle gerecht. Auf der anderen Seite hat sich der Gastgeber TSG Wittenberg in seinem ersten Punktspiel nach einer mehrjährigen Pause aber durchaus beachtlich verkauft.

Mit über zwanzig Paraden erwies sich Paul Vogel im Tor der Wittenberger als ein wichtiger Rückhalt. Immerhin konnte er sich zudem als Torschütze feiern lassen, als bei den Gästen mit dem siebenten Feldspieler ihr Tor verwaist blieb. Über das gebundene Spiel zeigten die Wittenberger durchaus ihr Potential und waren kaum unwesentlich schlechter als die ABUS-Spieler. Drei Aspekte ließen jedoch die Waage am Ende noch deutlich in Richtung verdienten Auswärtserfolg der ABUS-Spieler neigen. Während den Gastgebern ein Gegenstoßtreffer gelang, waren die Dessauer hier fünfzehn Mal erfolgreich. Hier fand die TSG-Abwehr keinerlei Zugriff. Zudem taten sich auf Wittenberger Abwehrseite immer wieder Lücken auf, die die Gäste sofort erkannten und nutzten. Das dritte Momentum waren zu viele leichtfertige Ballverluste, die den Dessauern in die Karten spielten. Vom Spielverlauf her übernahmen sofort die ABUS-Spieler das Heft des Handelns auf dem Stadthallenparkett. Es dauerte bis zur vierten Minute, als den Schwarz-Gelben über Martin Busch den ersten Treffer bejubeln konnten (1:3). Bis Mitte der ersten Spielhälfte gab es dann durchaus ein gleichwertiges Spiel zwischen beiden Teams (6:8). Ein Zwischenspurt der Gäste mit zahlreichen Gegenstößen und einem 6:1-Lauf ließen den Vorsprung dann deutlicher werden. Vor allem Oliver Albergt (10 Tore) und Max Reimann (8 Tore) setzten auf ABUS-Seite hier immer wieder Nadelstiche. Dem hatten die Wittenberger mit David Kunze (8) und Martin Busch (5) weniger entgegenzusetzen. Mit 11:20 wurden die Seiten getauscht, was einer Vorentscheidung in dieser Partie gleich kam.

In der zweiten Spielhälfte hielten sowohl die Gäste das Tempo hoch und der Gastgeber steckte nicht auf und kämpfte bis zum Abpfiff um eine Resultatsverbesserung. Nur mit 13:18 Toren ging die zweite Spielhälfte an die Dessauer, was durchaus Respekt verlangt. Diesen zollte auch das Publikum, darunter viele ehemalige TSG-Spieler, dem Wittenberger Team, die jede gelungene Aktion mit Beifall bedachten. In der sehr fairen Partie, die dem Schiedsrichtergespann keine Probleme bereitete, musste nur eine Zeitstrafe an die Gäste ausgesprochen werden. Bis auf kleinere Blessuren hatten am Ende alle Beteiligten zufriedene Gesichter. Die Gäste aus Dessau sind der erste Tabellenführer und die Wittenberger haben gegen dieses Team am Ende über zwanzig Treffer erzielt. Während die SG ABUS am kommenden Wochenende das erste Spitzenspiel gegen Zerbst bestreiten wird, geht es für die Wittenberger bei der HSG Wolfen 2000 II darum, sich ebenso achtbar aus der Affäre zu ziehen, wie dies heute der Fall war.

 

Aufstellung TSG Wittenberg:

Christoph Bock (3); Martin Busch (5); Hannes Dannenberg; Kurt Fuchs (1); Patrick Gerlach; Johannes Kohn (1); David Kunze (7/1), Rene Schönemann (3/2), Paul Vogel (TW 1)

 

Kurt Fuchs, 18.09.2016, 15:55

 

 

Zurück auf dem Parkett: TSG Wittenberg Handball

 

Am 18.09. um 11:00 Uhr wird in der Stadthalle Wittenberg für die TSG Wittenberg ein besonderer Tag sein. Eine mehrjährige Pause im Spielbetrieb wird damit für diesen Verein beendet. Gleich zum Auftakt kommt dabei kein Geringerer als der letztjährige Verbandsligist, die SG ABUS Dessau, in die Lutherstadt gereist. Wiederbelebter Newcomer gegen Staffelfavorit, dort sind die Rollen bereits vor dem Anpfiff klar verteilt. Die Wittenberger wollen in dieser Partie aber unter Beweis stellen, dass sie das Handball-Spielen nicht verlernt haben. Dafür wurde in den zurückliegenden Wochen emsig trainiert und in einem Turnier getestet. Nun folgt der erste Praxistest der Saison.

Möglich wurde die Wiederaufnahme eines Spielbetriebs durch die TSG Wittenberg aus mehreren Gründen. Einerseits haben TSG-Spieler, die in den Vorjahren noch gepasst hatten, ihre langwierigen Verletzungen überwunden. Andererseits sind einige Spieler, die bei den stadtfarbenen Schwarz-Gelben das Handball-ABC erlernten, zu ihren Ursprüngen zurückgekehrt. Zudem sind die wenigen verbliebenen Jugendspieler nun in ein spielfähiges Alter eingetreten. So fand sich ein Dutzend Spieler, die bereit waren, den Neustart zu wagen. Inwieweit die Schwarz-Gelben hier den favorisierten Gästen aus Dessau Paroli bieten können, wird sich jedoch erst mit dem Abpfiff herausgestellt haben.

 

Kurt Fuchs, 15.09.2016, 15:32

 

 

DRHV 2006 III gewinnt TSG-Turnier in der MZH Griebo

K. Fuchs

Am Samstag versammelten sich mehr als drei Dutzend Handballer aus Wittenberg und Dessau in der Sporthalle Griebo. Die TSG Wittenberg hatte nach den mit der Sommerpause verbundenen zeitweiligen Hallenschließungen zu einem Warm up mit dem Handball geladen. Neben dem Gastgeber waren zudem der HBC Wittenberg II und der DRHV 2006 III angereist, um eine erste Standortbestimmung für die neue Saison zu gewinnen. In einer Hin- und Rückrunde im Spiel jeder gegen jeden über jeweils 30 Minuten, war dies nicht nur von spieltaktischer Bedeutung, sondern ebenso eine konditionelle Herausforderung für alle Beteiligten.

In der Auftaktbegegnung standen sich die beiden Wittenberger Vereine gegenüber. Dass nach zwei Jahren Spielpause neuformierte Team der TSG Wittenberg zeigte dabei weniger Abstimmungsprobleme als erwartet und überzeugte durchaus im Positionsangriff mit gelungenen Angriffszügen. Bis zehn Minuten vor Ultimo war mit dem 7:9 Zwischenstand der Spielausgang durchaus noch völlig offen. Mehrere Ballverluste der TSGer im Angriff nach überhasteten Würfen lud die Spieler des HBC Wittenberg immer wieder zu erfolgreich abgeschlossenen Gegenstößen ein. Sie gewannen mit diesem fulminanten Endspurt den Turnierauftakt gegen die TSG Wittenberg souverän mit 20:10 Toren.

In der zweiten Paarung mussten dann die HBCer gegen den DRHV 06 III Farbe bekennen. Das spielstarke Gästeteam aus Dessau kontrollierte dabei zu jeder Zeit das Spielgeschehen und gewann gegen den HBC Wittenberg ungefährdet mit 16:12 Toren.

Das letzte Spiel der Dessauer gegen die TSG Wittenberg führte nicht zum erwarteten klaren Kantersieg. Die Gastgeber fanden immer besser in das Turnier und hielten bis in die Schlussphase einen drei Tore Rückstand. Erst in den letzten Minuten kamen die Dessauer nach einem 3:0-Lauf noch zum 15:9-Erfolg und lagen nach der Hinrunde klar auf Kurs Turniergewinn. Ein Wermutstropfen musste dabei aber mit dem verletzungsbedingte Ausfall eines Rückraumspielers hingenommen werden.

Die Rückrunde begann erneut mit dem Stadtderby. Den Ausfall eines Torwarts kompensierten die Männer des HBC Wittenberg ohne Probleme. Hingegen zeigten die TSGer nun eine sehr kompakte Abwehrleistung mit einem immer stärker werdenden Torwart. Im Angriff wurden konsequent die Lücken gesucht und genutzt. Überraschenderweise kontrollierten die Schwarz-Gelben die Partie, was den Gästecoach zu personellen Umstellungen zwang. Dabei kam das schnelle Umkehrspiel durch verbessertes Rückzugsverhalten und Paraden des TSG-Keepers fast komplett zum Erliegen. In dieser Drucksituation mit dem Zeitfaktor im Rücken zeigten selbst Leistungsträger des HBC Nerven und vergaben klare Wurfgelegenheiten leichtfertig. Der Gastgeber TSG Wittenberg konnte so mit einem 14:10 Endstand die erstenPunkte im Turnier verbuchen.

Die nächste Paarung sollte dann die Turnierentscheidung bringen. Die Wittenberger des HBC versuchten zwar mit dem stärksten Kader die Dessauer in die Bredouille zu bringen. Sie scheiterten aber immer wieder am herausragenden Dessauer Keeper, der den Werfern komplett den Schneid abkaufte. Zudem hatten die Dessauer die individuell stärkeren Einzelspieler in ihren Reihen und die konstruktivere abgeklärtere Spielanlage. Mit einem 15:11 Erfolg sicherten sie sich so vorzeitig den Turniererfolg.

Die letzte Paarung zwischen dem Turniersieger und Gastgeber TSG Wittenberg hatte aus Dessauer Sicht nur noch statistischen Wert. Anders sah dies aus Sicht der TSG aus, die bei einem Erfolg noch auf Rang zwei einkommen konnte. Während die Gastgeber nochmal alles in die Waagschale warfen und die letzten Kräfte mobilisierten, war beim Gegner sprichwörtlich der Dampf aus der Partie raus. Zudem bot jetzt der TSG-Keeper sein bestes Turnierspiel und entschärfte in der halben Stunde allein 14 Würfe. Dies führte in der Schlussphase zu zahlreichen Gegenstößen der TSG Wittenberg und einen unerwarteten 20:11 Erfolg, der in der Endabrechnung Rang zwei einbrachte.

Alle Beteiligten waren mit dieser ersten Standortbestimmung fünf Wochen vor Saisonbeginn zufrieden. Zudem bot das Turnier Gelegenheit Fitness und Spielverständnis zu testen, was deutliche Fingerzeige für die kommenden Trainingseinheiten in der Halle gab. Den beiden verletzten Spielern wird von allen Beteiligten eine baldige Genesung mit auf den Weg gegeben.

 

Endstand:                                         Tore               Punkte

1. Dessau-Rosslauer HV 2006 III     57:52   +5        6:2

2. TSG Wittenberg                            53:56   -3         4:4

3. HBC Wittenberg II                       53:55   -2         2:6

 

K. Fuchs, 07.08.2016, 20:15

 

 

Handball

TSG Wittenberg mit Leipziger Turnierauftritt vollauf zufrieden

 

Die Handballer der TSG Wittenberg belegten gemeinsam mit denTussis Leipzig“ beim Mixed-Turnier des TuS Leipzig-Mockau in der Endabrechnung Platz 5. Mit ihrem ersten Auftritt als Männerteam waren sie aber vollauf zufrieden. Getreu dem Motto der Schwarz-Gelben an Tradition, Sport und Geselligkeit anzuknüpfen, gab es gleich bei der Auslosung tosende Beifallsstürme. Wie im vergangenen Jahr führte das Los die Wittenberger Männer erneut mit dem Frauenteam des HSV Mölkau zusammen. Diese liefen unter dem Namen „Tussis Leipzig“ auf. Beide Mannschaften knüpften dabei nahtlos an ihren letztjährigen Auftritt „Spielen soll auch Spaß machen“ an.

Der Modus in diesem Mixed-Handballturnier das über 2x17 min je Spiel lief, dass immer zuerst die beiden Frauenteams gegeneinander spielen. Nach dem Wechsel durften dann die jeweilig zugelosten Männermannschaften gegeneinander antreten. Der Zwischenstand wurde dabei von den Männern übernommen. Das dann nach Abpfiff erzielte Endergebnis ging in die Turnierwertung ein.

In der ersten Partie hatten die „Tussis Leipzig“ gegen den Delitzscher HV bei Halbzeit mit einem 7:8 Zwischenstand übergeben. Die Wittenberger merkten gleich bei ihrem ersten Auftritt im Turnier gegen den SC DHfK Leipzig III (Absteiger aus der I. Bezirksklasse Leipzig) des Turniers, dass in und um Leipzig eine deutlich höhere Leistungsdichte und Spielkultur als im hiesigen Spielbezirk Anhalt ausgeprägt ist. Sie mussten die Überlegenheit des eingespielten Teams der „Leipziger Clubreserve“ mit 11:19 Toren anerkennen. Routinier Guido Böttcher war es gewesen, der auf Wittenberger Seite sich als erster Torschütze auszeichnen konnte.

Ähnlich verliefen dann die anderen Partien. Gegen die beiden ersten Vertretungen des Gastgebers waren sowohl die „Tussies“, als auch die Wittenberger am Ende chancenlos. Angesichts eines 4:18 Rückstandes verkauften sich die Elbestädter mit 4:8 in der zweiten Spielhälfte gegen den TuS Mockau (1. Kreisliga Leipzig) aber deutlich knapper. Vor allem Paul Vogel brachte nicht nur in diesem Spiel mit seinen Paraden die Angreifer schier zur Verzweiflung. Gegen deutlich höherklassig spielende Mannschaften wie den SV Lok Leipzig-Mitte (Verbandsliga Staffel West) und den Bornaer HV 09 (Bezirksliga Leipzig) gab es am Ende klare Niederlagen. Der Bornaer HV konnte dabei seinen Vorjahreserfolg wiederholen. In diesem Jahr stand ihnen dabei die zweite Frauenmannschaft des Gastgebers TuS Leipzig-Mockau zur Seite.

Trotz der klaren Ergebnisse konnte der neuformierten Wittenberger Mannschaft eine solide Leistung bescheinigt werden. Sie überraschten den Gegner des Öfteren mit gelungenen Spielzügen, die dann zum Torerfolg führten. Das Turnier kann aus Sicht der Elbestädter als erfolgreiche mannschaftsbildende Maßnahme angesehen werden. Es darf nicht vergessen werden, dass die eingespielten Teams aus Leipzig und dem Umland auf ein Wittenberger Team trafen, welches in dieser Konstellation noch nie zusammen gespielt hatte. Zudem war bereits in den einzelnen Spielen eine Leistungssteigerung erkennbar und wird mit weiterer Spielpraxis zunehmen. Darauf lässt sich in den kommenden Trainingseinheiten aufbauen.

 

Kurt Fuchs, 29.05.2016, 23:20

 

Handballer der TSG Wittenberg beginnen mit Turnier in Leipzig die Saisonvorbereitung

 

Die Handballer der TSG Wittenberg nehmen am Sonnabend, 28.05., erneut am Mixed-Turnier des TuS Leipzig-Mockau teil. Von dort kehrten sie im Vorjahr überraschenderweise mit einem ausgezeichneten zweiten Rang in der Endabrechnung heim. Diesen Erfolg zu wiederholen, dürfte angesichts der Teilnahme zahlreicher höherklassig spielenden Teams aus der Leipziger Region sehr schwer werden. Eher geht es für die Lutherstädter darum, dass das neuformierte Team eine erste Standortbestimmung unter Wettkampfbedingungen vornimmt.

Nach einer zweijährigen Ruhephase war auf der letzten Mitgliederversammlung der Abteilung Handball der Beschluss gefasst worden, wieder mit einem Männerteam am Spielbetrieb in der Anhaltliga teilzunehmen. Diese mehrheitlich getragene Entscheidung wurde vor dem Hintergrund einer, gegenüber den Vorjahren, spürbar verbesserten Personalsituation getroffen. Einerseits sind langwierige Verletzungen einzelner Sportsfreunde überwunden und auskuriert. Andererseits kehrten ehemalige TSG- bzw. SG-Spieler zum Verein zurück, die bis dato anderenorts dem Handballsport treu geblieben waren.

Das Turnier in Leipzig bietet nun drei Monate vor Saisonstart eine willkommene erste Gelegenheit zur Teambildung für die TSG-Handballer.

 

Kurt Fuchs, 26.05.2016, 8:02

 

TSG-Sportler meistern erfolgreich 44. Auflage des Rennsteiglaufs.

 

Dörte Schneider, (Halbmarathon), Hagen Melzer und Andre Seume (Marathon) sowie Danny Thewes (Supermarathon) haben heute die traditionsreichen Strecken des Thüringer Waldes erfolgreich durchlaufen. Glückwunsch und sonnige Regeneration am morgigen Tag.

 

K. Fuchs

 

TSG-Handballer trauern um Thomas Eckleben

 

Mit großer Betroffenheit mussten wir erfahren, dass der ehemalige Trainer der Männermannschaft der TSG Wittenberg e.V., Thomas Eckleben, im Alter von nur 56 Jahren verstorben ist. Tom war für den Handballsport in Wittenberg eine Ikone, die nicht nur hier vor Ort vereinsübergreifend wirkte und Spuren hinterlassen hat. Wir haben ihn als akribischen, engagierten, sach- und fachkundigen Trainer und aufrichtigen Menschen schätzen gelernt.

Wir werden ihm stets ein ehrendes Andenken bewahren. Unser aufrichtiges Mitgefühl gilt seiner Familie.

 

Kurt Fuchs

Abteilungsleiter Handball

 

Wiederaufnahme des Spielbetriebes zur neuen Saison 2016/2017

 

In einer konstruktiven Diskussion auf der Mitgliederversammlung im April wurde der Beschluss gefasst, nach einer zweijährigen Ruhephase wieder mit einem Männerteam am Spielbetrieb in der Anhaltliga teilzunehmen. Diese mehrheitlich getragene Entscheidung der Mitglieder wurde vor dem Hintergrund einer, gegenüber den Vorjahren, spürbar verbesserten Personalsituation getroffen. Einerseits sind langwierige Verletzungen einzelner Sportsfreunde überwunden und auskuriert. Andererseits kehrten ehemalige TSG- bzw. SG-Spieler zum Verein zurück, die bis dato anderenorts dem Handballsport treu geblieben waren. Der Gedanke mit einem Seniorenteam zu starten, wurde angesichts der Altersvorgabe schnell verworfen.

In weiteren Punkten wurden bereits organisatorische Fragen besprochen und abgestimmt, die mit der Absicherung des Trainings- und Wettkampfbetriebes einher gehen. Die Palette reichte dabei vom Schiedsrichterwesen, Kampfgericht bis hin zur Trainerfrage und der Spielkleidung. Die Strukturen stehen, um die neue Saison anzugehen.

Seitens des Vorstandes der TSG Wittenberg wird das Vorhaben begrüßt und Unterstützung zugesichert. So stehen für die Trainingsgestaltung bereits neue Bälle zur Verfügung.

Eine erste Bewährungsprobe wird das wiederbelebte TSG-Männerteam dann mit dem Auftritt beim Handball-Turnier in Leipzig-Mockau am 28.05.2016 in Angriff nehmen, ehe dann nach dem Stadtfest die Saisonvorbereitung beginnt.

 

K. Fuchs

Abteilungsleiter Handball, 24.04.2016